Trabitz
16.09.2018 - 14:11 Uhr

Flurordnungsverfahren beginnt 2019

Mit einigen Zuschüssen kann die Gemeinde Trabitz demnächst rechnen, ab kommendem Jahr wird die Pichlberger Flur erosionssicher gemacht. Doch muss die Kämmerei auch für die Fundtierbetreuung tiefer in den Gemeindesäckel greifen.

Zu den Kosten für Sicherungsmaßnahmen an den Heindlhof-Ziegelbauten hat das Landesamt für Denkmalpflege einen 50-Prozent-Zuschuss angekündigt. Dies gab Bürgermeisterin Carmen Pepiuk in der Gemeinderatssitzung zur Kenntnis. Bild: bjp Bild: bjp
Zu den Kosten für Sicherungsmaßnahmen an den Heindlhof-Ziegelbauten hat das Landesamt für Denkmalpflege einen 50-Prozent-Zuschuss angekündigt. Dies gab Bürgermeisterin Carmen Pepiuk in der Gemeinderatssitzung zur Kenntnis. Bild: bjp

Gute Nachrichten brachte Bürgermeisterin Carmen Pepiuk zur Gemeinderatssitzung mit. Freuen können sich die Pichlberger: Das Flurordnungsverfahren, das die Gemeinde im Rahmen des bayerischen „boden:ständig“-Projekts beantragt hatte, um die Gefahr weiterer Bodenabschwemmungen in der Pichlberger Flur einzudämmen, kann im kommenden Jahr eingeleitet werden. Hierzu habe das Amt für Ländliche Entwicklung grünes Licht gegeben, berichtete Pepiuk.

Auch das Trabitzer Nahwärmeprojekt dürfte gesichert sein: Die Zahl der Interessenten sei groß genug, um die Bedingungen für eine Förderung durch die staatliche KFW-Bank zu erfüllen. Ab 22. September würden Vertreter der Gemeinde und des Nahwärme-Bürgerarbeitskreises die Anschlusswilligen aufsuchen, um Einzelheiten zu besprechen: „Die Besuche finden samstags statt, die Hauseigentümer werden rechtzeitig informiert, und jeder kann entweder den Heizungstechniker seines Vertrauens zum Besuchstermin einladen oder aber uns bitten, eine Heizungsbauerfirma beizuziehen“, kündigte die Bürgermeisterin an.

Gleich mehrere Fördergeldzahlungen seien für die Meierhofsanierung in trockenen Tüchern: Aus dem Städtebauförderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“ seien 200.000 Euro ausbezahlt worden, die Bayerische Landesstiftung habe 25.300 Euro zugesagt, und zu den anstehenden dringlichen Notsicherungsmaßnahmen an den Heindlhof-Ziegelbauten werde das Landesamt für Denkmalpflege 50 Prozent der förderfähigen Aufwendungen beisteuern: „Diese Maßnahmen werden noch vor Winterbeginn erledigt.“

Einen ebenfalls 50-prozentigen Zuschuss zu den Kosten für die Pflege der Weihersberger Eichenallee habe die Naturparkverwaltung Nördlicher Oberpfälzer Wald versprochen, das Wasserwirtschaftsamt Weiden werde die Kanalkatastererstellung mit 12.000 Euro fördern. Fortsetzen will die Gemeinde die Förderung der Vereins-Jugendarbeit: Wie in den zurückliegenden Jahren erhalten Vereine mit Nachwuchsabteilungen fünf Euro je Kind oder Jugendlichem. Für das Jahr 2017, so Pepiuk, hätten die Organisationen 129 Kinder gemeldet – neun mehr als 2016: „Das zeigt, dass die jungen Menschen und ihre Familien die Vereinsangebote schätzen und die 645 Euro, die wir diesmal auszahlen, gut angelegt sind“, freute sich die Bürgermeisterin.

Einstimmig billigte der Gemeinderat auch den neuen Fundtierpauschalvertrag mit dem Tierschutzverein Weiden und Umgebung, der Anfang 2019 in Kraft tritt. Die dann für Abholung, Verwahrung und Pflege von Fundtieren geltende kommunale Kostenbeteiligung in Höhe von einem Euro je Einwohner und Jahr werteten die Gemeindeverantwortlichen als angemessen für eine wichtige Dienstleistung. Bislang überwiesen die Gemeinden jährlich 50 Cent pro Einwohner an den Verein, der in Weiden ein auch für den Kreis Neustadt zuständiges Tierheim betreibt.

Ebenfalls ohne Gegenstimmen wurden die technischen Erweiterungen der Biogasanlagen von Martin und Birgit Deubzer in Burkhardsreuth sowie von Hans und Christine Lehner in Preißach gebilligt. Hintergrund ist die in der Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes vorgesehene „Flexibilisierung“ der Biogaskraftwerke, die die Mehrleistung benötigen, um Gas auf Vorrat erzeugen zu können, auf das bei steigendem Strombedarf zur Anpassung der Energieproduktion zurückgegriffen werden kann.

Info:

Trabitz. (bjp) Zur Kenntnis gab Bürgermeisterin Carmen Pepiuk in der Gemeinderatssitzung, dass für die Waldstraße in der Siedlung Kurbersdorf „Schikanen“ bestellt seien, die dafür sorgen sollen, dass in dieser Tempo-30-Straße das Geschwindigkeitslimit gewissenhafter als bisher eingehalten werde. Gegen die geplante Erweiterung des Pressather Industriegebiets Döllnitz um ein Areal zwischen den Firmen Baier und ATP erhob das Ratsgremium keinen Einwand.

Die Bebauung eines Grundstücks am östlichen Ortsrand von Grub soll durch eine einstimmig gebilligte Ortsabrundungssatzung ermöglicht werden. Formsache war die Feststellung der gemeindlichen Jahresrechnung 2017. Als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses berichtete Hans Hey, dass die örtliche Prüfung keine nennenswerten Kritikpunkte ergeben habe. Somit konnte der Gemeinderat auch die Entlastung einstimmig aussprechen. Die Jahresrechnung schloss in Einnahmen und Ausgaben mit jeweils 2.539.447,52 Euro im Verwaltungs- und 1.750.781,65 Euro im Vermögenshaushalt.

 
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