22.03.2020 - 10:00 Uhr
TrabitzOberpfalz

Gesangverein Trabitz für Experimente aufgeschlossen

Neue Mitglieder hat die Chorgemeinschaft Neustadt am Kulm/Trabitz zwar nicht bekommen, dennoch blicken die Sänger der Zukunft positiv entgegen.

Noch längst nicht ausgereizt sei das Potenzial der Chorgemeinschaft Neustadt am Kulm/Trabitz, zeigen sich Chorleiter Heinz Schmidt (links) und der Vorsitzende des Gesangvereins Trabitz Konrad Bauer (rechts) überzeugt. Mit im Bild ist die Trabitzer Bürgermeisterin Carmen Pepiuk.
von Bernhard PiegsaProfil

Auch wenn die Hoffnung auf neue „Sangesbrüder“ sich nicht erfüllte, sehen der Vorsitzende des Gesangvereins Trabitz, Konrad Bauer, und der Chorleiter der Singgemeinschaft Neustadt am Kulm/Trabitz, Heinz Schmidt, den klassischen Chorgesang im „Land am Kulm“ keinesfalls als Auslaufmodell. Im Gegenteil: Dass ihr Potenzial noch längst nicht ausgereizt ist, hat die Kulm-Chorallianz, die noch von den „Musikfreunden Kirchenlaibach“ verstärkt werde, im zurückliegenden Sangesjahr bei vielen Gelegenheiten bewiesen. Dies, so Heinz Schmidt in der Hauptversammlung des Trabitzer Vereins im Sportheim, ermutige zu weiteren „Experimenten“ bei Gesangstechnik und Liedgut.

„Überzeugende und gut gelungene“ Auftritte habe der Gemeinschaftschor bei der 150-Jahr-Feier des „Kulmianer“-Gesangvereins in Neustadt, bei Gottesdiensten in Speichersdorf und Neustadt am Kulm, bei einem geistlichen Konzert der „Sängergruppe Max Reger“ in Nagel, beim Kirchenlaibacher Adventskonzert und beim Empfang einer Spende der „Raiffeisenbank am Kulm“ in Speichersdorf geboten. Auch beim „Almabtrieb“ in Neustadt habe es „nichts zu meckern“ gegeben. Kurz vor den Sommerferien habe man die Filchendorfer Bevölkerung zu einem „gemeinsamen Singen von Volksliedern und Schlagern“ an den Dorfweiher eingeladen: „Viele waren gekommen, und allen hat’s gefallen.“

Den gemeinsamen Ausflug der Chöre aus Kirchenlaibach, Neustadt und Trabitz ins Erzgebirge habe man mit einem gemeinsamen Singen in der Wechselburger Basilika nahe Mittweida verbunden, berichtete Heinz Schmidt weiter: „Das war für mich sehr bewegend und einer meiner musikalischen Höhepunkte im vergangenen Jahr. Dank der großartigen Akustik merkte man erst, welche Gefühle ein gut vorgetragenes Pianissimo bewirken kann.“ Vorsitzender Konrad Bauer erwähnte außerdem die Liedvorträge beim Burkhardsreuther Mariensingen, bei der Neustädter Sommerserenade und beim Trabitzer Gemeindeabend.

„Wann und wo wir heuer auftreten, wird sich noch zeigen“, äußerte sich Dirigent Heinz Schmidt auch mit Blick auf die Coronakrise vorsichtig. Sicher sei aber, dass Gesangverein und Chorgemeinschaft auch künftig „gegenüber Veränderungen aufgeschlossen, flexibel und sichtbar“ sein würden. Zu den Neuerungen im Repertoire solle insbesondere ein Chorsatz aus der Rhöner Alphornmesse zählen: „Da bietet sich eine Kooperation mit den Speichersdorfer Fichtenhornbläsern an.“ Die gefestigte Freundschaft zwischen den drei Kulm-Chören bürge für Darbietungen auf hohem Niveau: „Wir arbeiten gemeinsam an musikalischen Zielen und werden dabei viel Spaß und Freude haben.“ Dass auch die Geselligkeit unter den derzeit elf aktiven und 23 fördernden Mitgliedern des Trabitzer Gesangvereins nicht zu kurz kam, illustrierte der Bericht des Vorsitzenden Konrad Bauer.

Gern denke man nicht nur an den Ausflug ins Erzgebirge, sondern auch an einen Grillabend und einige Geburtstagsfeiern zurück. Als Botschafter der Gemeinde würdigte Bürgermeisterin Carmen Pepiuk den Gesangverein, und Siegmar Bräutigam als Vorsitzender der „Sängergruppe Max Reger“ im Fränkischen Sängerbund wünschte dem Verein, „dass ihr alles umsetzen könnt, was ihr euch vorgenommen habt – das ist ja durchaus nicht wenig“. Zum Abschluss rief Chorleiter Heinz Schmidt zu offensiverer Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederwerbung auf: „Klappern gehört zum Handwerk.“ Des verstorbenen Mitglieds Roman Utter gedachte man mit einer Schweigeminute.

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