20.07.2018 - 09:45 Uhr
TrabitzOberpfalz

Grünes Licht für Sonnenstrahlen

In seiner Julisitzung gibt der Trabitzer Gemeinderat auch grünes Licht für die erste Stufe des "Projekt Solarpark". Ab Ende Juli sollen die Entwürfe zur Einsichtnahme im Rathaus ausliegen.

David Neidl stellt die Planentwürfe für den Solarpark Kurbersdorf II im Trabitzer Gemeinderat vor.
von Bernhard PiegsaProfil

(bjp) Der Solarpark soll südlich von Alt-Kurbersdorf und unmittelbar östlich der Bahnlinie errichtet werden. Dafür vorgesehen sind zwei Flurstücke mit einer Gesamtfläche von 2,81 Hektar. 30 Jahre lang soll die Anlage Strom produzieren.

Wie Architekt David Neidl vom Sulzbach-Rosenberger Büro Neidl und Neidl ausführte, seien zwei Hektar für die Sonnenkollektoren bestimmt, die grünbewachsene Restfläche zwischen Kollektoren und Einfriedung diene zugleich als Ausgleichsfläche. "Eine Heckenreihe und ein maximal 2,20 Meter hoher Maschendraht- oder Wildschutzzaun soll das Areal umgrenzen", so Neidl. Dabei werde ein "Durchschlupfabstand" von 20 Zentimetern für kleine Wildtiere gelassen.

Auf Wunsch von Gemeinderat und Bürgermeisterin Carmen Pepiuk, die auf die entsprechenden Vorgaben für den "Gleichwiesen"-Solarpark (wir berichteten) verwiesen, soll der Zaun mit winterharten Schlingpflanzen eingegrünt werden.

Die von den Anlagenplanern ursprünglich vorgesehene Kollektoren-Maximalhöhe von drei Metern wurde auf Betreiben der Gemeindeverantwortlichen auf 2,50 Meter verringert. Von vornherein festgeschrieben waren im Planentwurf eine Heckengestaltung mit "autochthonen Gehölzen der Herkunftsregion Bayerischer und Oberpfälzer Wald", ein Verbot der Pestizidanwendung sowie Einzelheiten zum Mahdregime. Hierdurch, so David Neidl, werde die bisherige Agrarfläche "ökologisch aufgewertet". Mit Blendwirkungen rechne man nach derzeitigem Planungsstand nicht, doch müssten die Stellungnahmen abgewartet werden, die insbesondere die Deutsche Bahn im Zuge des Verfahrens der "frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung" abgeben werde. Wie Bürgermeisterin Pepiuk ankündigte, werden die Entwürfe des "vorhabenbezogenen Bebauungsplans" ab Ende Juli im Pressather Rathaus zur öffentlichen Einsicht ausgelegt.

Zur Kenntnis nahm der Gemeinderat den Rücktritt von Anton Hey als Feldgeschworener und entband den Preißacher von dieser Aufgabe. Hey hatte das Ehrenamt seit 40 Jahren ausgeübt und auch als Obmann der Feldgeschworenen fungiert. In diese Position rückt der bisherige stellvertretende Obmann Franz Schreglmann nach. Wer sich um die frei gewordene Feldgeschworenenstelle bewerben wolle, könne sich schriftlich bis 31. Juli bei der Gemeinde oder der Verwaltungsgemeinschaft Pressath melden, informierte Carmen Pepiuk.

Bis Ende 2019 verlängerte das Gremium außerdem die gemeindliche Förderung der Seniorengemeinschaft "Generationen Hand in Hand" (GeHiH) in Höhe von 50 Cent je Einwohner und Jahr. So lange wird auch der Freistaat Bayern den Verein fördern, der inzwischen mehr als 300 Mitglieder zählt. Ferner befreite der Gemeinderat Johannes Rupprecht aus Weihersberg vom Anschluss- und Benutzungszwang für die gemeindliche Kanalisation in Bezug auf seine Stallungen und erklärte das gemeindliche Einvernehmen für den Bau eines Carports durch Barbara Heser in Drahthammer.

Auch die Voranfrage von Ernst und Annette Steiner aus Luhe-Wildenau, die im Falle eines Kaufs des Pichlberger Pausch-Anwesens die Maschinenhalle zu einem Pferdestall umfunktionieren wollen, wurde positiv beschieden. Von Beschwerden über Werbeplakate, die an Straßenlaternen angebracht werden und dort mitunter die Passanten stören, berichtete Gemeinderat Hans Hey. Bürgermeisterin Carmen Pepiuk bat Ratsmitglieder und Einwohner, ihr solche Plakate zu melden, damit sie sich um deren Beseitigung kümmern könne.





Info:

Notfalls „Schikanen“ gegen Schnellfahrer

Für Ärger sorgen laut drittem Bürgermeister Albert Lober noch immer Schnellfahrer in der Siedlung Kurbersdorf. In der Gemeinderatssitzung stellte Bürgermeisterin Carmen Pepiuk klar, dass die Gemeinde durch bauliche Eingriffe eine Verlangsamung des Verkehrs herbeiführen müsse, wenn Beschilderungen und Appelle nicht fruchten sollten.

Die Sanierung in der Pichlberger Flur werde Ende Juli oder Anfang August beginnen, die Entlandung des zur Verpachtung vorgesehenen Gruber Dorfweihers bis Ende September abgeschlossen.

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