22.04.2019 - 16:59 Uhr
TrabitzOberpfalz

Keine Abstriche gegenüber Altbau

836,76 Quadratmeter Fläche soll die neue Kindertagesstätte für je zwei Kindergarten- und Krippengruppen erhalten: Das sieht der Plan des Architekturbüros Schultes vor, den der Trabitzer Gemeinderat in seiner Aprilsitzung billigt.

von Bernhard PiegsaProfil

Rund 3,5 Millionen Euro wird der Bau schätzungsweise kosten, von denen etwa 2,1 Millionen aus staatlichen Fördermitteln gedeckt werden. Zufrieden vermerkte Bürgermeisterin Carmen Pepiuk, dass der Anspruch, in puncto Raumangebot nicht hinter dem alten Kindergarten zurückzubleiben, erfüllt werde: Das alte Gebäude biete rund 480, der Kindergartentrakt des Ersatzneubaus nun 505 Quadratmeter Fläche.

Einverstanden erklärten sich die Räte außerdem mit der geplanten Unterquerung der beiden Haidenaabarme bei Blankenmühle durch die Versorgungsleitung für das Trabitzer Fernwärmenetz. "Ursprünglich war angedacht, die Leitung entlang der Kreisstraßenbrücke über den Fluss zu führen, doch das Planungsbüro befürchtete zu große Wärmeverluste", merkte Pepiuk an. Im Laufe der zweiten Aprilhälfte sollen die Wärmeversorgungsverträge unterschrieben werden, die Anlage gehe heuer im Herbst in Betrieb.

Keine Probleme warfen die von Landschaftsarchitekt David Neidl aus Sulzbach-Rosenberg vorgetragenen Stellungnahmen aus dem ersten Öffentlichkeitsbeteiligungsverfahren für die geplante Freiflächen-Photovoltaikanlage "Kurbersdorf II" auf. Das vom Landratsamts-Sachgebiet "Technischer Umweltschutz" und vom Eisenbahn-Bundesamt eingeforderte Blendschutzgutachten habe ergeben, dass von den Sonnenkollektoren keine Blendwirkung auf Siedlungen oder die Eisenbahnstrecke ausgehen werde. Das Sachgebiet "Naturschutz" der Kreisverwaltung mahnte eine Änderung in der Umpflanzungsplanung an: Da Kreuzdorn nicht als einheimische Pflanzenart gelte, dürfe er auch nicht in die Hecke rund um das Solarparkgelände aufgenommen werden. Der Bund Naturschutz bekräftigte seine grundsätzliche Haltung, wonach Kollektoren vorzugsweise auf Hausdächern oder belasteten Bodenflächen platziert werden sollten. Im Interesse des zügigen Ausbaus der Energieerzeugung aus regenerativen Quellen befürworte er aber die geplante Anlage. Schließlich wies das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten darauf hin, dass das bislang landwirtschaftlich genutzte Gelände nach einer etwaigen Stilllegung des Solarparks in den ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen sei. Einige Detailhinweise enthielt ferner die Stellungnahme eines Bürgers.

Zur Kenntnis nahm der Gemeinderat die Entscheidung der "Bundesfernplanung", die umstrittene unterirdische Stromfernleitung "Südostlink" auf der Strecke Tirschenreuth-Weiden durch die Nordoberpfalz zu führen. Trabitz werde somit nicht mehr berührt: "Unser Kampf hat sich gelohnt, aber es bleibt unverständlich, warum die Leitung nicht entlang der Autobahn A 93 geführt wird", meinte Pepiuk. Der Gemeinderat schloss sich dieser Auffassung an.

Info:

Bürgerversammlung

Die Bürgerversammlung für den gesamten Gemeindebereich Trabitz findet am Dienstag, 23. April, um 19.30 Uhr im Gemeinschaftshaus Zessau statt. Auf der Tagesordnung stehen der Rechenschaftsbericht der Bürgermeisterin, die Vorstellung des Konzepts für den Kindergarten und die Information über laufende Maßnahmen.

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