26.03.2019 - 16:19 Uhr
TrabitzOberpfalz

Klarer Auftrag für LBV-Ortsgruppe Trabitz: Weitermachen

Landesbund für Vogelschutz in Trabitz wächst weiter - Erfolgreiche Nachwuchsarbeit, viele Veranstaltungen

Bei der wie üblich gut besuchten Hauptversammlung der Trabitzer LBV-Ortsgruppe zog Vorsitzender Fabian Dötsch (links) eine befriedigende Jahresbilanz. Stellvertreter Andreas Wolf (Mitte) stellte den Vogel des Jahres, die Feldlerche, vor. Bild: bjp
von Bernhard PiegsaProfil

Im Jahr der Feldlerche setzt die Trabitzer Ortsgruppe des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) ihren Höhenflug fort. Von acht Neueintritten berichtete Vorsitzender Fabian Dötsch bei der Hauptversammlung im Sportheim. Damit zählt die Gruppe 123 Mitglieder.

Erfolgreich sei nach wie vor die Nachwuchsarbeit, berichteten der Vorsitzende und Jugendbetreuerin Christiane Dötsch. Die im Juni 2017 gegründete Grundschülergruppe "Spatzen" sei von ursprünglich vier auf 16 Mitglieder gewachsen. Sie lernten unter der Leitung von Christiane Dötsch und Magdalena Schwemmer bei Exkursionen, Spiel-, Bastel- und Experimentiernachmittagen die Natur kennen und schätzen. Vor allem mit Arbeitseinsätzen im LBV-eigenen "Grünbachreservat" bringe sich die Teenagergruppe "Aquila" ("Adler") ins Vereinsleben ein.

Zeitweilig geruht habe die Arbeit der Kindergruppen "Kleine Störche" und "Kernbeißer", weil Gruppenbetreuer Günter Klein aus gesundheitlichen Gründen kürzer habe treten müssen. An weiteren Aktivitäten nannte Vorsitzender Dötsch die Beseitigung zweier vom Sturm "Fabienne" gefällter Eichen im Grünbachbiotop, die mit 25 Teilnehmern überraschend gut besuchte Vogelstimmenwanderung und die Ausstellung vereinseigener Tierpräparate bei der Naturausstellung zur Speinsharter Hegeschau.

Auf Vermittlung des Fledermausfachberaters Markus Liebl habe die Naturjugend an dem Projekt "Wiederansiedlung des Habichtskauzes im Steinwald" mitgewirkt und außerdem Fledermaus- und Eulenkästen in der Nähe von Speinshart angebracht. Von ihrem gemeinsamen "Pflegedienst" für verletzte und kranke Fledermäuse berichteten Kreisfledermausfachberater Markus Liebl und die Altenstädter Tierphysiotherapeutin Melanie Döppl. Allein im zurückliegenden Winter habe man 13 Tiere betreut. Gern lasse man im Frühjahr die "Pfleglinge" im Grünbachtal frei: Einen ihrer Schützlinge, eine seltene Zweifarbfledermaus, hatten Liebl und Döppl mitgebracht.

In Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde, so Fabian Dötsch, habe der LBV Pflege- und Insektenschutzmaßnahmen am Rand des Grünbachwaldes ausgeführt. Im Sommer werde man einen Bauwagen als Schutzhütte für die Kindergruppen herrichten: "Den Wagen hat das SOS-Kinderdorf Immenreuth ausgemustert und uns überlassen, er wird im Grünbachtal aufgestellt." Nicht unerwähnt ließ der Vorsitzende den ersten Platz des LBV beim Gemeinde-Elfmeterturnier.

Für 19. Mai plane die Naturschutzgruppe wieder eine Vogelstimmenwanderung, Ziele der für 29. August bis 1. September vorgemerkten Bergtour seien die Alpen bei Garmisch-Partenkirchen. Gute Nachrichten gab es aus dem Trabitzer Storchenhorst: Im vergangenen Jahr hatte das Weißstorchpaar vier Junge ausgebrütet und erfolgreich durch den Sommer gebracht. Im Namen der Gemeinde beglückwünschte dritter Bürgermeister Albert Lober die "Vogelschützer" zur erfolgreichen Arbeit.

LBV-Ehrenkreisvorsitzender Adolf Küblböck zeigte sich überzeugt, dass die besonders rege Beteiligung der Trabitzer am Artenschutz-Volksbegehren der Naturschutzgruppenarbeit zu verdanken sei. Robert Schwemmer fasste zusammen: "Ich wünsche mir einfach, dass ihr weitermacht. Was ihr leistet, darauf können die Trabitzer stolz sein."

Stellvertretender Vorsitzender Andreas Wolf stellte in einem Vortrag den LBV-"Vogel des Jahres", die Feldlerche, vor. Zum Abschluss wurde eine von Günter Klein zusammengestellte Bilderschau mit Aufnahmen der artenreichen Pflanzen- und Tierwelt der Region gezeigt.

Info:

Ehrungen

Für langjährige Treue zur LBV-Naturschutzgruppe wurden in der Hauptversammlung geehrt: Daniel Fenzl, Familie Laugensteiner, Familie Schecklmann und Familie Schwemmer für jeweils zehn Jahre, Familie Dzierza für 20 Jahre. Zum Schluss der Versammlung zeigte die Gruppe eine von Günter Klein zusammengestellte Bilderschau mit Aufnahmen der artenreichen Pflanzen- und Tierwelt der Region.

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