Den heiligen Martin von Tours habe man bewusst als Motiv gewählt, erläuterte die Leiterin bei der Segnungsfeier: "Er ist nicht nur ein Motiv, das Kinder besonders anspricht, sondern auch ein Zukunftsmotiv. Denn in einer Zeit, in der immer mehr von Verarmung gesprochen wird, ist der Hinweis auf die Wichtigkeit des Helfens und Teilens wertvoller denn je."
Doch nicht nur dem Bild als solchem komme pädagogischer Wert zu: "Wir wissen jetzt, wie Glas hergestellt wird, wie aus Wissen, Können, Sorgfalt und Vorsicht ein Kunstwerk entsteht. Schon im Kindergarten den Werdegang und die anregende, kraftspendende Schönheit von Kunst mit allen Sinnen zu erleben, ist für unsere Kinder ein Stück Seligkeit und eine Erfahrung, die das weitere Leben prägt und bereichert." Ein Pendant mit der Darstellung des Bettlers solle folgen, der Entwurf liege bereits vor.
Mit einem Martinslied hießen die Kinder "ihren" Heiligen willkommen, die Erzieherinnen Bianca Kastner und Cilla Helm riefen seine Lebensgeschichte mit einem Schattenspiel in Erinnerung. Pfarrer Edmund Prechtl erzählte, dass Glasfenster einst erfunden wurden, um jenen, die nicht lesen konnten, christliche Botschaften in bildhafter Form nahe zu bringen. Eine solche Botschaft berge auch die Geschichte des heiligen Martin, der sich "einen offenen Blick für Menschen, die Hilfe brauchen", bewahrt habe und damit dem Beispiel Jesu gefolgt sei. So sporne das Glasbild "uns alle an, dort hilfreiche Menschen zu sein, wo wir gebraucht werden". Zu den Teilnehmern der kleinen Feierstunde zählte auch Norbert Duckarm von der Geschäftsführung Kindertagesstätten beim Caritas-Diözesanverband.
Er ist nicht nur ein Motiv, das Kinder besonders anspricht, sondern auch ein Zukunftsmotiv.Kindergartenleiterin Johanna Sulzbacher













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.