28.12.2020 - 11:24 Uhr
TrabitzOberpfalz

Spielvereinigung Trabitz gönnt Sportheim im Jubiläumsjahr eine Verjüngungskur

Nach „Corona“ werde vieles nicht mehr so sein wie zuvor – diesen Satz hört und liest man oft. Für das Sportheim der Spielvereinigung Trabitz trifft das auf jeden Fall zu.

Runderneuert ins neue Jahr: Die Spielvereinigung Trabitz hat die Pandemie-Pause genutzt, um ihrem Sportheim nach 40 Jahren eine gründliche Renovierung zu gönnen.
von Bernhard PiegsaProfil

Die Spielvereinigung Trabitz hat die Zeit der erzwungenen Pandemie-Pause nutzbringend ausgefüllt, um seiner „Heimat“ an der Troglauer Straße eine gründliche Verjüngungskur angedeihen zu lassen. „1980 wurde das Haus eingeweiht“, weiß Vereinsvorsitzender Martin Pepiuk: „Wir hätten also heuer ein Doppeljubiläum feiern können: 50 Jahre Spielvereinigung und 40 Jahre Sportheim. Das können wir hoffentlich im kommenden Jahr nachholen.“

Derweil habe man die "runden Geburtstage“ auf andere Weise gewürdigt und sei den Altersspuren an Mauern und Mobiliar zu Leibe gerückt: In frischer Farbfassung begrüße die Eingangstür die Besucher, das Schankmobiliar in der Wirtsstube sei teilweise erneuert worden, und ein neuer Leergutschrank biete Platz für Kästen und Flaschen, die man bislang teilweise im Flur habe zwischenlagern müssen, informiert Pepiuk.

Damit nicht genug: Weil das Sportheim nun auch über das örtliche Fernwärmenetz beheizt werde, sei der Ölkeller entbehrlich geworden und diene jetzt als Lagerraum für Festschmuck und anderes Veranstaltungszubehör. Geldspenden hätten zudem den Kauf eines neuen Kühlaggregats ermöglicht, der Gemeinde Trabitz verdanke man neue Rolläden, freut sich der Vorsitzende.

„Einiges zu renovieren gab es außerdem in den Gängen, der Schiedsrichterkabine und im Treppenhaus. Einen Nebenraum im Dachgeschoss haben wir als Büro eingerichtet, und auch die Terrasse vor dem Eingang wurde hergerichtet“, merkt Martin Pepiuk noch an: „Alles in allem kann man von einer Komplettrenovierung sprechen.“

Aber nicht nur die „gute Stube“, sondern auch der „Vorgarten“ präsentiere sich frisch und aufgeräumt: „Die Zäune wurden repariert, die Wege von überschüssigem Grünüberwuchs gesäubert und die Werbetafeln rund um den Sportplatz gereinigt, repariert und teilweise ausgetauscht.“

Für Bandenwerbung im Umfang von 60 laufenden Metern habe die Spielvereinigung bereits neue Werbepartner gewonnen, ist der Vorsitzende glücklich: „Und wir haben durchaus noch Platz.“

Ohne die tatkräftige Treue von Mitgliedern und Gönnern sowie ohne die Solidarität im heuer neu gewählten Leitungskreis, der in der Krisensituation mit Eifer und Ideenreichtum seine „Feuerprobe“ bestanden habe, wäre alles dies freilich nicht zu erreichen gewesen, bekräftigt Martin Pepiuk. Viel Zeit und Kraft hätten vor allem Horst Held und Dieter Klein, aber auch Ludwig Schramm, Richard Ackermann und Günter Schwindl sowie Peter Dzierza, Simon Deubzer und der unermüdliche „Greenkeeper“ Helmut Schäffler für die Instandhaltung und Runderneuerung von Haus und Anlagen geopfert.

„Unser Ehrgeiz war und ist, die Sportanlagen so in Schuss zu halten, dass sie jederzeit ohne Verzögerung wieder in Betrieb genommen werden können. Und das soll uns auch im neuen Jahr gelingen“, hält Pepiuk fest.

An Arbeit fehle es auch weiterhin nicht: So wolle die Spielvereinigung ihrem Sportheim noch ein „Facelift“ in Gestalt eines kompletten Fassadenanstrichs gönnen, ein Unternehmen aus der Region werde die Duschen erneuern. Und für eine energiesparende LED-Flutlichtanlage seien Zuschussanträge beim Bayerischen Landessportverband und beim Bundesumweltministerium gestellt, erläutert der Vorsitzende abschließend.

Im Blickpunkt:

Schulterschluss mit dem "Jahn"

Moralische und finanzielle Rückendeckung in einer Krisenzeit, in der der von Veranstaltungs- und Gastronomieeinnahmen abgeschnittene Verein laut Vorsitzendem Martin Pepiuk „auf jeden Euro angewiesen ist“, erhofft sich die Spielvereinigung Trabitz von zwei neu geschlossenen Partnerschaften. In einer Kooperation will der Pädagogikdienstleister „Learning Campus“ die Fußballmannschaften unterstützen und die Sportanlagen mitnutzen.

Darüber hinaus dürfen sich die Trabitzer künftig „offizieller Partner von Jahn Regensburg“ nennen: „Im Frühjahr soll dies beim Besuch einer Abordnung des SSV Jahn feierlich besiegelt werden.“

Trotz dieser frisch geknüpften Kontakte, der verlässlichen Unterstützung durch Förderkreis und Gemeinde sowie der Treue der Mitglieder könne und wolle man aber die Politik nicht aus ihrer auch finanziellen Mitverantwortung entlassen: „Vereine sind unverzichtbare tragende Pfeiler der Gesellschaft, deren Zusammenhalt sie festigen, und sie stiften eine Geselligkeit, die für viele Menschen wie ein Lebenselixier ist.“

 

 

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