03.04.2020 - 13:44 Uhr
TrabitzOberpfalz

Stinkende „Stillleben“ am Wegesrand

Mehr als 500 Millionen Hundekotbeutel werden pro Jahr in Deutschland verbraucht. Wie es sich gehört, landen die meisten davon in privaten oder öffentlichen Mülleimern und letztlich in der Abfallverbrennung – auch in Trabitz.

"Das muss aufhören": Dieser Meinung eines Trabitzer Bürgers ist auch Bürgermeisterin Carmen Pepiuk. Sie hofft auf ein Ende der Verschmutzung von Wald und Flur durch zurückgelassene Hundekothaufen, Abfallbeutel und Einweghandschuhe.
von Bernhard PiegsaProfil

Doch leider ist mindestens einem zweifelhaften „Tierfreund“ das Mitnehmen und ordnungsgemäße Entsorgen der Ausscheidungen seines vierbeinigen Begleiters zu mühselig: Zum wiederholte Male fanden Einwohner der Siedlung Kurbersdorf in jüngster Zeit längs der Wege am Waldrand jenseits der Birkenstraße „Stillleben“ aus bakterienträchtiger Biomasse sowie schier unverrottbaren Kunststofftüten und Einweghandschuhen vor.

„Die Menschen dort sind stinksauer über dieses verantwortungslose Verhalten“, erklärt Bürgermeisterin Carmen Pepiuk. Auch sie ärgert sich: „Nicht nur, dass diese ‚Mini-Müllhalden‘ hässlich und illegal sind: Obendrein können sie zu Infektionsherden für Wildtiere werden. Und im ungünstigsten Fall langen sogar spielende Kinder diese Bakterienschleudern an.“

Ob es ein Trabitzer Hundehalter sei, der in der Kurbersdorfer Flur so vielsagende „Visitenkarten“ seiner Gedankenlosigkeit zurücklasse, wisse man nicht: „Es kommen ja auch Gemeindefremde zum Spazier- und Gassigehen hierher.“ Doch wer auch immer für dieses „schmutzige Geschäft“ verantwortlich sei, solle bedenken, dass er nicht nur Kinder, abwehrgeschwächte Menschen, freilaufende Katzen oder Tiere des Waldes gefährde, sondern auch Artgenossen seines eigenen Haustieres: „In extremen Fällen können Bakterien oder Parasiteneier im Hundekot auch auf andere Hunde übertragen werden – dafür kann es genügen, dass die Hunde nur daran schnüffeln.“

An die Gemeindebürger appelliert Pepiuk, sich an die Gemeinde zu wenden, falls sie konkrete Hinweise auf den oder die Umweltverschmutzer geben können: „Äußerstenfalls muss eben ein Bußgeld dazu beitragen, das Umwelt- und Verantwortungsbewusstsein zu schärfen.“

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