31.07.2018 - 09:21 Uhr
TrabitzOberpfalz

Versorgung auf Dauer gewährleistet

„Sie haben Versorgungssicherheit“, versprach Projektberater Florian Schroll beim Nahwärmenetz-Informationsabend im Sportheim (wir berichteten).

Für den Fall kurzfristiger Betriebsstörungen wie auch eines dauernden Ausfalls des Biomassekraftwerks werde finanzielle und technische Vorsorge getroffen, versicherten Bernhard Schmidt und Florian Schroll beim Nahwärme-Informationsabend in Trabitz.
von Bernhard PiegsaProfil

(bjp) Ein Notkessel werde einspringen, falls im Biomassekraftwerk technische Probleme auftreten sollten. Sollte das Kraftwerk komplett als Lieferant ausfallen, werde ein Hackschnitzelheizwerk die Heizenergiebelieferung übernehmen. Die Investitionskosten für das Heizwärmenetz im Ortsteil Trabitz schätzte Bernhard Schmidt, Geschäftsführer des künftigen Netzbetreibers „Neue Energien West“ (NEW), auf 2,4 Millionen Euro. Davon würden etwa 700 000 aus Fördermitteln der KFW-Förderbank gedeckt. Diese Zuschüsse seien allerdings von der Erfüllung bestimmter Leistungsparameter abhängig, die ihrerseits mit der Zahl der Anschlusswilligen zusammenhingen, ergänzte Florian Schroll. Ohne sie seien die derzeit veranschlagten Anschluss-, Grund- und Leistungsentgelte und möglicherweise das ganze Projekt in Frage gestellt. Das gut fünf Kilometer lange Leitungsnetz solle im Frühjahr 2019 gebaut werden.

Derzeit unbebaute Grundstücke könnten vorerst gegen ein ermäßigtes Entgelt mit einem Stummelrohr am Grundstücksrand für einen späteren Anschluss vorbereitet werden, ließ Schroll ferner wissen. Dieser nachträgliche Anschluss werde allerdings teurer sein, weil er nicht mehr unter das jetzige Förderprogramm fallen werde. Für gegenwärtig vorhandene Häuser („Bestandsgebäude“) müsse die Anschlussentscheidung aus leitungsplanerischen und fördertechnischen Gründen jetzt fallen, die Option eines nachträglichen Anschlusses könne nicht garantiert werden: „Falls das Bestandsgebäude inzwischen den Eigentümer gewechselt hat, könnte man dies aus Billigkeitserwägungen zulassen, sofern eine neuerliche Rohrnetzberechnung ergibt, dass dafür Leitungskapazität verfügbar ist. Aber auch dann gilt, dass der Anschluss teurer wird, als wenn er jetzt erfolgt wäre.“

Lokale Heizungsbauer einbeziehen:

(bjp) Die Verknüpfung des vom Netzbetreiber NEW gelieferten Pufferspeichers mit dem häuslichen Heizungsnetz (wir berichteten) werde sein Planungsunternehmen „Enerpipe“ nicht vornehmen und habe auch kein Heizungsbau-Partnerunternehmen bei der Hand, stellte Projektberater Florian Schroll beim Nahwärme-Informationsabend klar.

Bürgermeisterin Carmen Pepiuk bekräftigte, dass man von Anfang an darauf gebaut habe, die Heizungsbauer aus der Region in das Nahwärmenetzprojekt einzubinden: „Das ist auch sinnvoll, weil im Reparaturfall die Heizungsbaufachleute auf kurzen Wegen verfügbar sind.“ Mithin stehe jedem Anschlusswilligen frei, für diese Arbeiten einen Heizungsbauer seines Vertrauens zu beauftragen, der möglichst auch bei der Häuserschau im September vor Ort sein sollte. Auf Wunsch werde die Gemeinde auch Firmen benennen.

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