Schlattein bei Floß
12.06.2026 - 18:12 Uhr

Trauer um Erna Hacker aus Schlattein

Erst vor Kurzem feierte Erna Hacker ihren 95. Geburtstag. Jetzt ist die Seniorin im Pflegeheim in Floß gestorben.

Floß trauert um Erna Hacker aus Schlattein. Symbolbild: Harald Tittel/dpa
Floß trauert um Erna Hacker aus Schlattein.

Erna Hacker, geborene Winter, verstarb mit 95 Jahren. Sie lebte zuletzt im Seniorenwohnheim “Am Reiserwinkel“. Hacker erblickte am 4. Februar 1931 in Hinterwaldheim/Sudetenland das Licht der Welt, wuchs mit ihrem Bruder Franz auf und musste als 14-jähriges Mädchen aus dem Sudetenland fliehen, nachdem ihre Eltern inhaftiert worden waren. Miesbrunn und später Schlattein waren ihre Wohnorte. Später wurde Floß der neue Wohnort ihrer ebenfalls vertriebenen Eltern.

Am 17. November 1950 heiratete sie den aus Schlattein stammenden Steinmetz Alois Hacker. Zum Familienglück gehören Tochter Gertraud und Sohn Helmut. Viel Freude hatte die Verstorbene an ihren Enkeln und Urenkeln. In Schlattein erfüllte Hacker viele Jahre die Läutepflicht am Glockenturm. Der Tod ihres Mannes Alois 1983 war ein Schicksalsschlag. Über 15 Jahre lang stand sie in der Amtszeit von Bürgermeister Fred Lehner im Dienst des Marktes als Reinemachefrau, gemeinsam mit Käte Stich.

Das Kartenspiel und die gesellschaftliche Unterhaltung waren ihre Hobbies. Über 60 Jahre hielt Erna Hacker dem Katholischen Frauenbund die Treue, der sie mit einer Fahnenabordnung auf den letzten Weg begleitete. Seit 2021 war sie im Seniorenheim „Am Reiserwinkel“ und verbrachte dort ihren Lebensabend. Sie gehörte mit zu den ältesten Heimbewohnern. Ihr Interesse am Tagesgeschehen war ungebrochen.

Im Trauergottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer hatte Pfarrer Max Früchtl die Lebensstationen der Verstorbenen geschildert. Im katholischen Friedhof fand die Urnenbeisetzung statt.

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