03.02.2019 - 16:08 Uhr
TrausnitzOberpfalz

Altes Handwerk neu belebt

Ein altes Handwerk erlebt zur Zeit eine Renaissance: das Filzen. Filzkurse im Freilandmuseum in Neusath oder auf der Burg Trausnitz stehen hoch im Kurs.

Anita Köstler ist Meisterin im Filzhandwerk. Hier zeigt sie, dass Filz in Verbindung mit Torffasern einen guten Starhlenschutz bietet.
von Richard BraunProfil

Frauen aus der gesamten nördlichen Oberpfalz beteiligten sich am Filzkurs auf der Burg. Neben dem Lernen und Üben war der gesellige Aspekt ein Grund zur Teilnahme. Früher gehörte das Herstellen von Decken, Mänteln, Schuhen oder Hüten aus Wolle durch Filzen zu den Fertigkeiten vieler Hausfrauen. Anita Köstler aus Neualbenreuth zählt zu den Letzten, die es von der Pike auf gelernt haben. "Filz beflügelt die Sinne", ist Anita Köstler überzeugt. Die Bekleidung ist angenehm zu tragen, modisch und widerstandsfähig. Es ist ein reines Naturprodukt aus Schaf- oder Baumwolle. Dem Filzen liegen die drei Elemente - Wolle, Wasser, Bewegung - zugrunde. In Kombination mit Seife stellen sich die Schuppen der obersten Wollschicht auf und in Verbindung mit dem Walken durchdringen sich die Fasern gegenseitig. Neueste Untersuchungen haben auch gezeigt, dass Filz in Verbindung mit Naturfasern Elektrosmog t abhält. Die Filzkurse werden im Freilandmuseum in Neusath oder als dreitägiges Seminar auf der Burg Trausnitz angeboten.

Der selbstgemachte Pullover aus Filz ist chic und macht auch ein bisschen stolz.
Bei großen Teilen müssen auch einmal die Füße zu Hilfe genommen werden. Auch das macht sichtlich Spaß.
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