03.01.2020 - 14:21 Uhr
TrausnitzOberpfalz

Breitbandausbau erfordert langen Atem

Der Breitband-Internetzugang in Atzenhof lässt noch einige Zeit auf sich warten. In der letzten Sitzung des Jahres informierte Bürgermeister Martin Schwandner über den aktuellen Stand der Planung.

Nach der Fertigstellung der Straßen ruhen die Arbeiten im Dorferneuerungsverfahren Köttlitz. Im Frühjahr geht es mit der Gestaltung des Dorfplatzes weiter.
von Richard BraunProfil

In der Gemeinde Trausnitz warten noch rund 60 Haushalte - überwiegend in Atzenhof - auf einen schnellen Internetzugang. Im Rahmen der "Bundesförderung Breitband" soll dieser Nachteil auf Landkreisebene in den nächsten Jahren beseitigt werden. Die 18 noch nicht vollständig erschlossenen Kommunen im Landkreis wurden in 14 Sektoren eingeteilt. Die Gemeinde Trausnitz ist im Sektor 12 angesiedelt.

Nach dem derzeitigen Stand der Planung ist mit einem Baubeginn in diesem Sektor im Oktober 2021 zu rechnen und soll bis 2022 abgeschlossen sein. Zu Beginn der Baumaßnahme erhalten die Anwesen im Fördergebiet ein Anschreiben der Gemeinde, in dem sie einem Anschluss zustimmen und das Betretungsrecht erteilen sollen. Nur in diesem Fall ist eine kostenlose Erschließung innerhalb einer Frist von drei Monaten möglich. Ist diese Frist versäumt, wird der Anschluss für das Anwesen kostenpflichtig.

Dorferneuerung im Frühjahr

Bei Starkregen wird der unbefestigte Platz vor dem OWV-Backofen meistens ausgespült. Steine und Erdreich lagern sich dann auf der Straße ab. Jetzt soll der Platz befestigt werden.

Des Weiteren informierte Bürgermeister Martin Schwandner über den Sachstand im Dorferneuerungsverfahren Köttlitz. Witterungsbedingt ruhen die Arbeiten während der Wintermonate. Im kommenden Frühjahr geht es dann mit dem Dorfplatz weiter. In der Bürgerversammlung wurden die Überarbeitung des Kleinkinderbereichs im Kinderspielplatz in der Lohe und die Bebauung des Burggrabens angesprochen. Beide Anliegen werden in die Planung für nächstes Jahr aufgenommen. Für eine rege Diskussion sorgte die Befestigung des Vorplatzes am Backofen beim OWV-Stodl. Bei Regen wird dieser unbefestigte Platz stark in Mitleidenschaft gezogen und das Schwemmgut auf der angrenzenden Straße abgelagert. Über die Art der Befestigung waren die Räte allerdings geteilter Meinung. Während ein Teil für Rasengitter plädierte, favorisiert der andere Teil eine Vollversieglung. Vor einer endgültigen Entscheidung soll der Rat eines Fachmannes eingeholt werden. Zum Jahresende stand die Feststellung des Abschlussergebnisses der Jahresrechnung 2018 auf der Tagesordnung. Zuvor mussten für diesen Zeitraum außerplanmäßige Ausgaben in Höhe von 173 200 Euro abgesegnet werden.

Haushalt 2018 ist durch

Der Haushalt 2018 hatte ein Gesamtergebnis von 3 218 000 Euro. Die örtlichen Prüfer Hans Mörtl und Reinhard Jäckel konnten keine Unregelmäßigkeiten feststellen. Einstimmig wurde die Entlastung erteilt. Die Prüfer monierten allerdings die Art der Arbeitszeitaufnahme für die Mitarbeiter des Bauhofes. Im digitalen Zeitalter sollte man von der "Zettelwirtschaft" wegkommen und eine moderne Technik einsetzen. Dies würde eine erhebliche Zeiteinsparung mit sich bringen. Nach Aussage des Kämmerers wird an der Lösung dieses Problems von Seiten der Verwaltung bereits gearbeitet.

Verwaltungsleiter Bernhard Baumer legte dem Gemeinderat den Neuerlass einer Satzung für die kostenpflichtigen Gebühren und eine Archivsatzung zur Beratung vor. Beiden Vorschlägen wurde zugestimmt. Ein Bauantrag von Martin Schärtl aus Söllitz stand zur Beratung an, der ein bestehendes landwirtschaftliches Gebäude abbrechen und an gleicher Stelle einen Getreidespeicher errichten will. Zu dem Bauantrag wurde das gemeindliche Einvernehmen hergestellt.

Die provisorischen Unterstände schützen die Gäste der Jugendherberge bei Regen. In nächster Zeit soll das Provisorium von gefälligen Zweckbauten ersetzt werden.
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