27.11.2018 - 11:20 Uhr
TrausnitzOberpfalz

Eine Erfolgsgeschichte

„Die Gemeinde ist vorzeigbar und attraktiv.“ Mit wenigen Worten beschreibt Bürgermeister Martin Schwandner in der Bürgerversammlung im "Landhaus" die rasante Entwicklung der vergangenen Jahre. Das Interesse der Trausnitzer ist enorm.

Mit sichtlichem Stolz präsentierte Bürgermeister Martin Schwandner die Erfolge der vergangenen Jahre. Die Bürger waren mit seiner Arbeit zufrieden.
von Richard BraunProfil

Noch vor vier Jahren befand sich die kleine Pfreimdtalgemeinde in der Konsolidierungsphase. Jeder Euro musste zweimal umgedreht werden, ehe er investiert werden konnte. Hohe Schulden und die weggebrochene Gewerbesteuer lähmten jede Entwicklung. Jetzt, vier Jahre später, zeigt die Gemeinde ein ganz anderes Bild. Gemeinderat und Bürger unternahmen zusammen einen „Gewaltakt“ und brachten die Kommune wieder in die Erfolgsspur.

Bürgermeister Martin Schwandner machte dies an einigen Zahlen deutlich. Erstmals konnte die Gemeinde wieder ein Plus in der Einwohnerstatistik verzeichnen. 29 Wegzügen standen 42 Zuzüge gegenüber, dadurch erhöhte sich die Einwohnerzahl auf 945 mit Hauptwohnsitz gemeldeter Bürger. Mit einem Gesamtvolumen von 3,55 Millionen Euro deckte der Haushalt alle Ausgaben ohne einer erneuten Kreditaufnahme. Ganz im Gegenteil: Die Prokopf-Verschuldung konnte von 643,5 Euro/je Einwohner auf 593,5 Euro/je Einwohner verringert werden.

Das Jahr 2018 geht als „Jahr der Eröffnungen“ in die Geschichte der Gemeinde ein. Viele Bauvorhaben, denen oft jahrelange Planungen vorausgingen, konnten heuer abgeschlossen werden. Dies begann im Mai mit der Eröffnung eines Dorfladens, der bisher von der Bevölkerung gut angenommen wird. Sein Fortbestand richtet sich nach dem Kaufverhalten der Bürger. Ein Grundsatz im Leitbild der Gemeinde lautet: „Eine familienfreundliche und lebenswerte Alternative zu sein.“ Dem wurde mit dem Bau eines Landkindergartens und Investitionen in die „Digitale Schule“ Rechnung getragen. Eine Ganztagsbetreuung der Kinder bis 15.30 Uhr wird von berufstätigen Eltern gerne angenommen. Der neue Recyclinghof in Kaltenthal bietet alle Möglichkeiten einer geordneten Wertstoffrückgewinnung. Und nicht zuletzt setzt die Eröffnung des Naturlehrpfades „Rittersteig“ ein Ausrufezeichen in Sachen Fremdenverkehr. Dies Alles war nur durch eine großzügige staatliche Förderung möglich. Dazu kam noch der glückliche Umstand, einer beträchtlichen Gewerbesteuernachzahlung. Aber Glück hat bekanntlich nur der Tüchtige.

Auch in den nächsten Jahren stehen wichtige Investitionen an. Nach einem Jahr Verzögerung nimmt das einfache Dorferneuerungsverfahren in Köttlitz und Söllitz wieder Fahrt auf. Im ersten Bauabschnitt stehen der Dorfplatz in Köttlitz und der Kinderspielplatz in Söllitz im Mittelpunkt. Auch in Trausnitz steht der neue Kinderspielplatz auf der Agenda. Sorgen bereitet die Abwasserentsorgung. Noch immer wird zu viel Fremdwasser in das Kanalsystem eingeleitet. Die Ursachen soll eine Kanalspiegelung klären. Die Druckpumpen im Ortsbereich Bierlhof sind völlig überaltert und müssen erneuert werden. Der Bürgermeister beklagte den Umstand, dass der Abwasserkanal von einigen Bürgern als Mülleimer missbraucht wird. Die Folgen sind verstopfte oder kaputte Pumpen, deren Reparatur von allen Einleitern gezahlt werden müssen. Im Bereich Friedhof wird der Aufgang im Frühjahr neu gestaltet und der untere Friedhof neu geordnet. Die Planungen dafür laufen zurzeit. Ebenfalls in der Planungsphase befindet sich die Neugestaltung des Bauhofes. Die Versorgung der Haushalte mit schnellem Internet ist ins Stocken geraten. Bisher sind 85 Prozent der Haushalte mit mindestens 30 Mbit erschlossen. Der Rest soll über das Bundesprogramm abgewickelt werden, dessen Umsetzung noch bis zu vier Jahre dauern kann. Der Bürgermeister ist zuversichtlich, dass Trausnitz in zwei Jahren angeschlossen wird.

Die gesamte Ausrichtung der Gemeinde findet bei immer mehr jungen Familien Anklang. Von den 15 Bauplätzen fanden bereits 12 Plätze nach kurzer Zeit einen Käufer. Auch der Altbestand von Gebäuden findet immer wieder Interessenten. Der Versuch der Gemeinde, die Leerstände in einer Datei zu verwalten, fand nicht das gewünschte Echo. In der momentanen Niedrigzinsphase ist die Abgabebereitschaft von Immobilien deutlich gesunken. Zum Ende seiner Ausführungen ermutigte Bürgermeister Schwandner alle Bürger, optimistisch in die Zukunft zu schauen: „Nicht alles schlecht reden und das Negativdenken ablegen und dafür das „Wir-Gefühl“ stärken ist die bessere Alternative in eine gemeinsame Zukunft.“

Die Bürgerversammlung stieß auf großes Interesse. "Das Landhaus" war bis auf den letzten Platz besetzt.
Mit großem Interesse folgten die Bürger den Ausführungen von Bürgermeister Martin Schwandner.
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