Auf Einladung des SPD-Landtagskandidaten Peter Wein kam Florian Pronold in die Region. Er interessierte sich bei seinem Besuch besonders für die Jugendbildungsstätte auf der Burg Trausnitz, die sich Umweltschutz und Nachhaltigkeit ganz oben auf die Fahne geschrieben hat. Begleitet wurde der Staatssekretär von Bundestagsabgeordneter Marianne Schieder, dem Listenkandidaten Martin Grill und dem Bezirkstagskandidaten Armin Schärtl.
Die Jugendherberge Trausnitz hat sich durch seine umweltpädagogischen Angebote für Schüler einen ausgezeichneten Namen gemacht. Herbergsleiterin Brigitte Ferner und dem Umweltpädagogen Markus Auburger war es ein besonders Anliegen, ihre Programme zu diesem Thema den Gästen vorzustellen. Nahezu 60 Bausteine umfasst das Ausbildungsprogramm, daraus können die Lehrkräfte der Schulen einen interessanten und informativen Aufenthalt zusammenstellen. Das Thema "Feuer - Wasser - Erde - Luft" hat sich dabei zum Renner entwickelt.
Aus seiner täglichen Erfahrung weis Markus Auburger zu berichten, dass sich viele Schüler perfekt mit dem Smartphone auskennen, aber noch nie einen Hammer oder Nagel in der Hand hatten. Auch der Umgang mit Holz, Lehm oder Steinen als Baumaterial ist für viele völliges Neuland. Hier leisten die Umweltprogramme der Jugendherberge wichtige Aufbauarbeit. Über allem steht der sparsame Umgang mit den Ressourcen und die Nachhaltigkeit.
Gerade staatliche Programme zu diesen Themen bieten viel Theorie, fordern aber nicht die Kreativität der Kinder. Da sieht Markus Auburger Handlungsbedarf. Ein leidiges Thema sind natürlich die Kosten für solche Programme. Hier sollte eine bessere Förderung die Programme für alle Schüler erschwinglich machen. In Staatssekretär Florian Pronold fand die Herbergsleitung einen aufmerksamen Zuhörer, der oft den Bleistift zückte. Er werde die Anregungen mit nach Berlin nehmen und dort auch die Unterstützung zur Sprache bringen, sagte er den Gastgebern zu. Der Gast wurde auch von Bürgermeister Martin Schwandner und dem Gemeinderat begleitet. In seiner Vorstellung der Gemeinde ging der Bürgermeister auf das Bemühen der Kommune ein, bei allen Entscheidungen den Umweltschutz nicht aus den Augen zu verlieren.
Ein gutes Beispiel dafür sei der neue Landkindergarten mit seiner naturnahen Ausrichtung. Die ungebremste Ausweisung von Bauland sieht der Bürgermeister nicht unbedingt förderlich für die weitere Entwicklung. "Ein Dorf muss Dorf bleiben" ist für den Bürgermeister die zukunftorientierte Ausrichtung. Die anschließende Diskussion brachte noch viele weitere Fragen zur Sprache, die Staatssekretär Florian Pronold und Marianne Schieder schließlich beantworteten.
















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.