24.01.2021 - 15:56 Uhr
TrausnitzOberpfalz

Kanalisation ist noch in gutem Zustand

Die Vorstellung des Kanalkatasters steht im Mittelpunkt der Sitzung des Gemeinderates. Das Ergebnis sorgt für entspannte Gesichter. „Der Zustand ist nicht zu schlecht“, so die Zusammenfassung des Ingenieurbüros.

Für den weiteren Betrieb der Kläranlage in Trausnitz wurde die wasserrechtliche Genehmigung unter Auflagen erteilt.
von Richard BraunProfil

Die ältesten Abschnitte der Kanalisation im Gemeindegebiet stammen aus den 80er Jahren. Insgesamt ermöglichen 9500 Meter Mischwasserleitungen eine ordnungsgemäße und saubere Entsorgung des anfallenden Schmutzwassers der Haushalte in fünf Ortsteilen. In Reisach, dem sechsten Ortsteil, sind dagegen noch immer Kleinkläranlagen in Betrieb. Um den Betrieb der Kanalisation auch weiterhin aufrecht erhalten zu können, stand die Verlängerung der wasserrechtlichen Genehmigung an. Den dafür notwendigen Wasserrechtsbescheid erteilte das Wasserwirtschaftsamt unter Auflagen für weitere 20 Jahre. Während die Kläranlage keiner Mängel aufwies, sind im Leitungsnetz Maßnahmen zur Senkung des Fremdwasseranteils unumgänglich.

Das Mischwassersystem, wie es in den Ortsteilen Trausnitz und Atzenhof verbaut ist, war zur damaligen Zeit die wirtschaftlichste Lösung hat aber den Nachteil, dass viel Regenwasser durch die Kläranlage fließt, das bei Starkregen nicht mehr bewältigt werden kann. Die Reduzierung des Fremdwasseranteiles ist daher die vordringlichste Aufgabe. Dies kann über zwei Wege geschehen: zum Einen durch den Einbau von Drosseln und Messeinrichtungen in den zwei Regenrückhaltebecken und zum Anderen durch die Reduzierung des Fremdwasseranteils im Leitungssystem durch entsprechende Sanierungsmaßnahmen. Voraussetzung dafür war die Erstellung eines Kanalkatasters. Dies Aufgabe hatte die Gemeinde an die Firma BBI Ingenieure vergeben.

Diplomingenieur Werner Norgauer erläuterte dem Gemeinderat das Ergebnis der optischen Kanalbefahrung und stellte die baulichen Sanierungsmaßnahmen vor. Als schnellstens sanierungsbedürftig wurden nur ein Prozent der Leitungen eingestuft. Weit über die Hälfte der Leitungen zeigten keine Mängel. Der Rest wird als nicht vordringlich gewertet. Häufigste Schäden sind Brüche der keramischen Leitungen oder Wurzeleinwachsungen. Das Sanierungskonzept sieht punktuelle Reparaturen, Sanierungen ohne offene Baugrube oder die Erneuerung der Leitungen vor. Der Zeitrahmen kann über mehrere Jahre gestreckt werden. Als vordringlich wird der Abschnitt in der Lohstraße angesehen. Insgesamt stehen Sanierungskosten in Höhe von einer Million Euro im Raum.

Trausnitzer Besonderheit

Trausnitz

Im weiteren Verlauf der Sitzung kam Bürgermeister Martin Schwandner auf verschiedene Punkte zu sprechen, die bereits ausgeführt worden sind oder noch umgesetzt werden müssen. Die beiden Maßnahmen, Dorfplatz Köttlitz und Brandschutzertüchtigung Feldschlössel, sind abgeschlossen. Als nächstes steht der Bauhofneubau auf der Agenda. Dazu wurden die ersten Angebote eingeholt. Dasselbe gilt auch für die Umgestaltung des Friedhofes. Hier werden die Arbeiten demnächst ausgeschrieben. Gute Fortschritte sind auch zum Bau der Landkinderkrippe zu verzeichnen, die anstelle der jetzigen Bauhofgaragen entstehen soll. Die Planung wurde durch die Regierung der Oberpfalz abgesegnet und die Förderanträge eingereicht.

Anstelle der jetzigen Bauhofgaragen soll die künftige Landkinderkrippe gebaut werden.
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