Trausnitz
21.03.2024 - 17:41 Uhr
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Legt Trausnitzer Bürgermeister Schwandner das Amt nieder?

In Trausnitz (Landkreis Schwandorf) macht die Runde, dass Bürgermeister Martin Schwandner sein Amt niederlegen will. Oberpfalz-Medien hat nachgefragt.

Bürgermeister Martin Schwandner, hier bei einer Bürgerversammlung, soll angeblich über einen Rücktritt nachdenken. Archivbild: bnr
Bürgermeister Martin Schwandner, hier bei einer Bürgerversammlung, soll angeblich über einen Rücktritt nachdenken.

Will Bürgermeister Martin Schwandner als Bürgermeister der Gemeinde Trausnitz zurücktreten? In der kleinen Gemeinde im Pfreimdtal macht diese Spekulation die Runde. "Da kann ich zu diesem Zeitpunkt überhaupt nichts dazu sagen", sagte Schwandner am Donnerstag gegenüber Oberpfalz-Medien. Auch auf Nachfrage hin wollte er die Gerüchte weder bestätigen noch dementieren. "Wir werden zum gegebenen Zeitpunkt entsprechend informieren, wenn wir den Gerüchten entgegentreten müssen oder was anderes machen, aber heute nicht", so Schwandner.

Falls es stimmt, was im Dorf die Runde macht, soll der Bürgermeister den Gemeinderat und Mitarbeiter bereits informiert haben, öffentlich jedoch nicht. Daran würde im Fall einer Niederlegung des Amtes aber natürlich kein Weg vorbei führen. Der Gemeinderat müsste sich mit dem Gesuch befassen. Das Landratsamt Schwandorf hat bis Donnerstagabend auf die Anfrage, ob ein solcher Beschluss vorliegt, noch nicht geantwortet.

Für einen Rücktritt oder die Niederlegung des Amts eines ehrenamtlichen Bürgermeisters sind laut Gemeindeordnung wichtige Gründe nötig, allerdings sind diese nicht mehr so eng gefasst wie noch vor einigen Jahren. Als wichtiger Grund gilt, neben einem Wegzug aus der Gemeinde, wenn die Amtsträger die Tätigkeit nicht ordnungsgemäß ausüben können. Auch berufliche Gründe kommen für einen Niederlegung des Amts in Betracht, als Beamter zum Beispiel die Tätigkeit in der Rechtsaufsicht für die betreffende Gemeinde. Bürgermeister kann auch nicht sein, wer für die Verwaltungsgemeinschaft arbeitet, zu der die Gemeinde gehört.

Steht die Gemeinde ohne einen ersten Bürgermeister da, werden natürlich Neuwahlen fällig, für die der Termin möglichst binnen dreier Monate gefunden werden soll. Weil bis zur nächsten regulären Kommunalwahl im Frühjahr 2026 nur noch weniger als zwei Jahre Zeit sind, würde die neue Bürgermeisterin oder der neue Bürgermeister sogar für acht Jahre amtieren und müsste sich erst 2032 wieder der Wahl stellen. Aber, wie eingangs erwähnt: Zu den tatsächlichen Gegebenheiten will Martin Schwandner aktuell nichts sagen. Schwander ist seit 2014 Bürgermeister der Gemeinde mit knapp 1000 Einwohnern. Bei der Kommunalwahl 2020 war der Fachinformatiker mit über 87 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt worden. Die Zusammenarbeit im achtköpfigen Gemeinderat gilt als problemlos.

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