Trausnitz
18.07.2018 - 14:34 Uhr

Maria bringt Segen

„Maria ist die verehrungswürdigste Heilige unter den Heiligen.“ Unter diesem Leitgedanken steht das diesjährige Skapulierfest.

In einer feierlichen Prozession zogen die Gläubigen durch die Straßen von Trausnitz. Bild: bnr
In einer feierlichen Prozession zogen die Gläubigen durch die Straßen von Trausnitz.

Nach der grandiosen 300-Jahrfeier der Bruderschaft "Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel" im vergangenen Jahr ging die Pfarrei in diesem Jahr das Fest etwas bescheidener aber nicht minder festlich an. Nicht liebgewonnenes Brauchtum oder Volkstümelei sind es, welche die Ausstrahlung des Skapulierfestes bis in unsere Tage erhalten haben, sondern eine tiefe Marienverehrung, die aus dem Herzen kommt. Nur so ist es zu verstehen, dass sich alle Jahre wieder so viele Gläubige unter den Schutzmantel Marien stellen. Auch Wallfahrer aus Moosbach und Tännesberg machten sich auf den Weg, um mit den Trausnitzern diese segensreichen Tage zu feiern.

Mit der großen Marienpredigt begannen am Samstagabend die Feierlichkeiten. Regionaldekan Manfred Strigl ging der Frage nach: Wozu brauchen wir den Segen Mariens? "Jeder Segen hat eine Wirkung. Er ist die Gut-Geh-Kraft für den Menschen", ist der Prediger überzeugt. Oft verdrängen die Menschen die letzten drei Dinge: Himmel, Hölle und Fegefeuer oder sehen sie als altmodisch an. In den Verheißungen Mariens, die das Skapulier im Jahr 1251 an Simon Stock übergab, ist klar von der Hölle und dem Fegefeuer die Rede. So heißt eine Verheißung: "Wer mit diesem Skapulier angetan stirbt, wird das Feuer der Hölle nicht erleiden." Die anschließende Lichterprozession durch den festlich geschmückte Ort setzte einen Glanzpunkt in der Liturgie. Seit Generationen wird der Sonntag mit Böller und Musik eingeleitet. Der Festgottesdienst ist der Höhepunkt des Skapulierfestes. Pfarrer Hans Spitzhirn widmete das besondere Gebetsgedenken den im vergangenen Jahr verstorbenen Mitgliedern der Bruderschaft.

Das Wort Gottes verkündigte Domdekan Max Hopfner. In seiner Predigte verurteilte Hopfner die Rohheit und Überheblichkeit der Menschen in unserer Zeit. "Der Mensch macht sich zum Herrn über Leben und Tod. Ohne zu überlegen greift er in die göttliche Ordnung ein", so der Prediger. "Wenn Gott nicht mehr ist, ist alles erlaubt."

In dieser unsicheren Zeit sei Maria Beispiel und Hoffnung zugleich. "Sie sagte ja zum Willen Gottes und öffnet uns heute das Tor zum Paradies", sieht der Prediger einen Weg in eine bessere Zukunft. Zu einer Marienfeier gehören die bekannten Marienlieder, die zu Herzen gehen. Die musikalische Gestaltung der Feier lag wieder in den bewährten Händen des Kirchenchores unter der Leitung von Antonia Kalb und der Blaskapelle "Bayrisch Blech".

Pfarrer Hans Spitzhirn dankte allen, die zum Gelingen des Skapulierfestes beigetragen haben. Besonders dankte er den Straßenanliegern für die herrliche Schmuck des Prozessionsweges.



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