10.02.2019 - 15:02 Uhr
TrausnitzOberpfalz

Masterplan für die Glasfaser

Präzise bereitet Trausnitz seinen Weg in die digitale Zukunft vor. Noch immer sind zu viele weiße Flecken auf der Gemeindekarte.

Im "Fischerdorf" am Stausee dürfen Ferienhäuser nur in Holzbauweise errichtet werden. Zwei Modelle stehen zur Auswahl.
von Richard BraunProfil

Bisher konnten über 80 Prozent der Haushalte mit schnellem Internet versorgt werden. Für den verbliebenen Rest sieht es allerdings nicht sehr rosig aus. Der zugesagte Versorgungszeitrahmen wird ständig weiter gesteckt. Jetzt will die Gemeinde die Initiative in die Hand nehmen. Zusammen mit dem Netzbetreiber soll eine Markterkundung vorgenommen werden, die zu einem eigenverantwortlichen Ausbau führen könnte. Ein aussagefähiges Ergebnis wird im Mai erwartet. Bei einigen Haushalten, die bereits erschlossen worden sind, häufen sich die Aussagen, dass eine deutliche Beschleunigung der Übertragungsraten nicht feststellbar ist. Als Grund dafür wird das verbliebene Stück Kupferleitung im Hausanschluss angesehen, das als Bremse wirken könnte. In den nächsten Wochen sollen daher Messungen durchgeführt werden, ob die zugesagten 30 MBit auch in jedem Haushalt ankommen.

Unabhängig von der jetzigen Situation will die Gemeinde in Zukunft dafür Sorge tragen, dass jeder Haushalt mit Glasfaser erschlossen wird. Das dafür notwendige Werkzeug wird ein Masterplan für die Glasfaser sein. Bei den anstehenden Straßensanierungen werden immer entsprechende Leerrohre mit verlegt und diese auch in die Planung eingezeichnet. Diese Vorsorge kommt jetzt bei der einfachen Dorferneuerung in Köttlitz positiv zu tragen. Die bereits verlegten Rohre machen erneute Grabarbeiten im Straßenbereich überflüssig. Die Fortsetzung der eDE in Köttlitz steht im Juni an. Die Firma Schieder Bau GmbH aus Bechtsrieth erhielt als wirtschaftlichster Bieter den Auftrag. Die Arbeiten laufen bis September 2020.

Der anhaltende Bauboom führt zu einer Verknappung der vorhandenen Bauplätze. Die Kommune selbst hat nur noch einen Bauplatz zur Verfügung. Zwei Plätze in Bierlhof müssen erst noch baureif gemacht werden. Dann ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Eine Familie aus Reisach plant den Neubau eines Einfamilienhauses mit Garagen auf ihrem eigenen Grundstück, dazu wurde das gemeindliche Einvernehmen hergestellt. Der Bau eines Ferienhauses im „Fischerdorf“ am Stausee musste dagegen zurückgestellt werden, da die vorgelegten Unterlagen nicht vollständig sind. Von den 42 geplanten Gebäuden wurden bisher drei gebaut und 15 weitere Plätze von Bauinteressenten erworben.

Kämmerer Christian Hechtl unterbreitet dem Gemeinderat die Feststellung des Jahresabschlusses 2017 für die Wasserversorgung und die Photovoltaikanlage der Gemeinde Trausnitz. Die Wasserversorgung schloss mit einer Bilanzsumme von 486 000 Euro ab, dabei wurde ein Verlust von 4385 Euro erwirtschaftet. Besser sieht es bei der Photovoltaikanlage aus. Die Bilanz weist einen Gewinn von 1293 Euro aus.

Die Feuerwehr Söllitz hat in ihrer Jahreshauptversammlung zwei neue Kommandanten gewählt. Der Gemeinderat bestätigte den ersten Kommandanten Stefan Hösl und den zweiten Kommandanten Martin Müller in ihren Ämtern. Bürgermeister Martin Schwandner dankte den Mitarbeitern des Bauhofes für die geleistete Schwerarbeit in den vergangenen schneereichen Tagen. Als Ärgernis sah der Bürgermeister die vielen Anrufe an, die auf eine Bevorzugung ihres Weges beim Räumdienst pochten. Der Bürgermeister stellte klar, dass Ausnahmen und Bevorzugungen nicht gemacht werden. Der Winterdienst sei stets bemüht, es allen Recht zu machen.

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