17.09.2021 - 09:50 Uhr
TrausnitzOberpfalz

Neues Baugebiet in Trausnitz nimmt Form an

Die Schaffung eines neuen Baugebietes hat auch in Trausnitz hohe Priorität. Im Bereich nördlich der Kirche bietet sich jetzt die Gelegenheit, weiteres Bauland zu generieren.

Das geplante Baugebiet nördlich der Pfarrkirche ist für Planer und Bauherrn eine Herausforderung.
von Richard BraunProfil

Obwohl die Nachfrage nach Bauland gerade unter jungen Familien nach wie vor ungebrochen groß ist, verfügt die Gemeinde Trausnitz derzeit über keine freien Baugrundstücke. Die in privater Hand befindlichen Bauflächen sind nahezu ausnahmslos nicht verfügbar. Die einzige Möglichkeit wäre ein gemeindeeigenes Grundstück nördlich der Pfarrkirche, das für sieben Bauparzellen Platz bieten könnte. Die Hanglage und die Nähe zu einem Denkmal stellt allerdings hohe Anforderungen an Bauherrn und Planer.

"Das ist ein sensibles Gebiet, das eine sehr individuelle Planung erfordert", ist sich der mit der Planung beauftragte Architekt Christian Schönberger der Herausforderung bewusst, die dieses Baugebiet stellt. Sehr ausführlich unterbreitete er dem Gemeinderat seine Varianten einer möglichen Bebauung. Die Grundstücke sollten eine Größe von rund 500 Quadratmeter haben und die Bebauung einer Nord- Südausrichtung folgen. Insgesamt umfasst die Fläche 7493 Quadratmeter, wovon 3773 Quadratmeter zur Bebauung zur Verfügung stehen. Der Rest soll als unbebaute Fläche genügend Abstand zur Kirche gewährleisten und den Ensembleschutz sicher stellen. Mit der vorgestellten Planung zeigte sich der Gemeinderat einverstanden. Der nächste Schritt ist jetzt die Änderung des Flächennutzungsplanes. Erst nach Rücksprache mit der Denkmalschutzbehörde und deren Zustimmung, kann die Aufstellung eines Bebauungsplanes erfolgen.

Dem Gemeinderat lagen zwei Baupläne zur Beratung auf dem Tisch. In Söllitz will eine Bauherrin eine ehemalige Hofstelle einer anderen Nutzung zuführen. Dagegen gab es keine Einwände. Anders sah es beim Antrag der Vodafone GmbH aus, die eine Verlängerung für ihren mobilen Funkmast um weitere zweieinhalb Jahre beantragte. Damit zeigte sich der Gemeinderat in keinster Weise einverstanden. Die Auseinandersetzungen der Gemeinde und dem Funkanbieter Vodafone um eine bessere Funkanbindung ziehen sich nun schon über zwei Jahre hin. Erst im Mai 2021 wurde ein mobiler Funkmast mitten in Trausnitz errichtet, dessen Betrieb für drei Monate genehmigungsfrei war. Jetzt soll eine Betriebserlaubnis bis 31. Dezember 2023 erteilt werden. Dem will der Gemeinderat in keinem Fall zustimmen. Da der bestehende BOS-Mast am Zeiselberg aufgerüstet worden ist, kann die Technik der Vodafone installiert werden. Es liegt nun an Vodafone, dies in kürzester Zeit umzusetzen, so die Forderung des Gemeinderates. Das Gremium gibt dafür dem Mobilfunkanbieter bis Ende Oktober dieses Jahres Zeit.

Am 31. Juli wählte die Feuerwehr Atzenhof Georg Hammer zum Kommandanten und Helmut Viehbacher zum zweiten Kommandanten. Beide wurden vom Gemeinderat in ihren Ämtern bestätigt.

Trausnitzer Gemeinderat auf Besichtigungstour

Trausnitz
Architekt Christian Schönberger stellte dem Gemeinderat verschiedene Varianten einer Bebauung vor..
Der mobile Funkmast mitten in Trausnitz ist für viele ein Ärgernis.Eine weitere Betriebsverlängerung wird vom Gemeinderat strikt abgelehnt.
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