28.10.2019 - 16:28 Uhr
TrausnitzOberpfalz

Schule "Natur" macht Spaß

Das Prädikat Naturparkschule und Naturparkkindergarten haben sich die Trausnitzer Grundschule und Kita mit natur- und heimatbezogenen Projekten „erarbeitet“. Die Klassensprecherinnen stellen ihre Projekte vor.

Gerhard Meindl vom Gartenbauverein legt mit den Kindern den neuen Schulgarten an.
von Richard BraunProfil

Bei der Übergabe der Plaketten und Urkunden durch Landrat Thomas Ebeling, dem Vorsitzenden des Vereins Naturpark Oberpfälzer Wald, zeigten Eva Lehner und Matita Schwandner, dass die Schule zurecht mit diesem Prädikat ausgezeichnet wurde. Die Schüler haben zusammen mit ihren Lehrkräften Elisabeth Ertl und Christine Artmann und dem Kita-Team ganz tolle Projekte auf die Beine gestellt und auch dokumentiert. Sie erfüllen die Zertifizierungskriterium uneingeschränkt. Es begann mit einem Besuch des Peter-Anderl-Hofes in Oberpfreimd. Auf dem Erlebnisbauernhof erwartete sie basteln mit Naturmaterialien, Informationen zu den verschiedenen Getreidesorten bis hin zum Spielen im Kinderparadies. Im Heimat- und Sachkundeunterricht stand "Strom" auf dem Stundenplan. Da bot sich ein Besuch im naheliegenden Kraftwerk geradezu an. Unter der sachkundigen Führung von Heidi Braun erhielten die Kinder einen Einblick in die Stromgewinnung durch Wasserkraft. Auf den Dorf sollte der eigene Hausgarten eine Selbstverständlichkeit sein. Doch viele nehmen sich nicht mehr die Zeit, ihren Salat oder das Gemüse selbst zu züchten. Der Gang zum Supermarkt ist da viel bequemer. Viel Wissen geht dadurch verloren. Im eigenen Schulgarten sollen die Kinder künftig miterleben können, wie aus einem Samenkorn gesundes Gemüse wachsen kann. Gerhard Meindl und Beate Danzl vom örtlichen Obst- und Gartenbauverein investierten viel Freizeit, legten mit den Kindern einen neuen Schulgarten an und halfen ihnen beim Anpflanzen.

Geschichte und Natur sind sehr anschaulich im Naturlehrpfad "Rittersteig" zu finden. Hier begleiteten die Gebietsbetreuerin Birgit Simmeth und die Naturparkrangerin Helene Seitz die Kinder. Die blühenden Pflanzen am Wegrand und ihre Wirkung als Hausmittelchen wurde ebenso erklärt, wie die Nutzung des Burghanges als Schafweide. Auf eine Kulturtour durch Trausnitz nahm Ernst Zimmerer die Kinder mit. Kirche, Versöhungskapelle und Sachsenturm lieferten einen Blick in die Geschichte. Sogar die Kirchenglocken durften aus der Nähe betrachtet werden. Kirchenmaler Ernst Zimmerer war es auch, der eine kahle Betonmauer in der Dorfmitte mit den Kindern in eine Blumenwiese verwandelte. Mit Farbe und Pinsel war der Kreativität keine Grenze gesetzt. Auch künftig haben die Lehrkräfte noch viel vor. Die Kinder machen jedenfalls begeistert mit.

Beim Bemalen einer kahlen Betonmauer in der Dorfmitte war der Fantasie der Schüler keine Grenzen gesetzt. Mit Begeisterung schwangen sie den Pinsel.
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