16.12.2018 - 12:29 Uhr
TrausnitzOberpfalz

Es steht Großes im Raum

In den Jahren 2022 bis 2025 steht der Gemeinde Trausnitz ein wohl einzigartiges Jubiläum ins Haus: 700 Jahre sind vergangen, seit König Friedrich der Schöne von Österreich für 29 Monate im Turm der Burg Trausnitz eingesperrt war.

Nach 25 Jahren trägt sich die Gemeinde Trausnitz mit dem Gedanken, ihre Geschichte auf der Bühne wieder lebendig werden zu lassen. Jetzt liegt es an den Bürgern, dies wieder in die Realität umzusetzen.
von Richard BraunProfil

Diesem Jubiläum den richtigen Rahmen zu geben, wird eine Aufgabe aller Trausnitzer werden. Obwohl die Burgfestspiele Trausnitz schon über 20 Jahre zurückliegen, sind sie für die meisten Trausnitzer Bürger noch allgegenwärtig. Die Jahre 1992 und 1997, in denen Trausnitz seine Geschichte spielte, haben zu viele unauslöschliche Eindrücke hinterlassen. Das Jubiläum war nun auch Gegenstand der letzten Sitzung des Gemeinderates in diesem Jahr. Nicht Zahlen und Pläne standen dabei im Mittelpunkt, sondern das gesellschaftliche und menschliche Miteinander. Bisher ist noch nichts Konkretes zu den Jubiläumsfeierlichkeiten geplant. Dabei schwanken die Vorschläge zwischen einem Wochenende oder wieder vier Wochen. Favorisiert wird eine Wiederaufführung der Burgfestspiele.

Ausschlaggebend wird die Bereitschaft der Bevölkerung sein, wie sie sich das Jubiläum vorstellt und welchen Beitrag jeder Einzelne erbringen will. Die Erfahrung zeigte, dass es eine Mammutaufgabe werden wird. Klarheit soll jetzt eine Fragebogenaktion bringen. Bürgermeister Martin Schwandner bittet darin die Bürger, ihre ganz persönliche Meinung zu dem Jubiläum mitzuteilen und auch gleich die Bereitschaft zur Teilnahme anzukreuzen. Erst nach dieser Aktion wird in die nähere Planung eingestiegen.

Eine kleine Gemeinde wie Trausnitz ist auf die Mitarbeit aller Bürger angewiesen, wenn sie etwas erreichen will. Daher ist es wichtig, dass viele Bürger zu ihrer Gemeinde stehen. In den letzten Jahren haben jährlich 40 bis 50 Neubürger die Gemeinde als ihren künftigen Lebensmittelpunkt gewählt. Nicht jeder findet gleich den richtigen Anschluss. Die Gemeinde stellt jetzt Überlegungen an, wie sie entsprechende Brücken bauen kann, damit die Neubürger, wenn sie denn wollen, besser in die Gemeinschaft integriert werden. Es ist dabei an eine gemeinsame Veranstaltung gedacht, in der sich die Gemeinde und auch die Vereine und Verbände den Neubürgern vorstellen können. "Gerade die angedachten Feierlichkeiten zum Jubiläum wären eine gute Gelegenheit, damit Jung und Alt, Einheimische und Neubürger enger zusammenwachsen könnten", so der Bürgermeister.

Nach diesem Ausflug in die Zukunft holte den Gemeinderat schnell die Gegenwart wieder ein. Keine Beanstandungen ergab die örtliche Überprüfung der Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2017. Die über- oder außerplanmäßigen Ausgaben von 79 000 Euro konnten durch Einsparungen an anderer Stelle ausgeglichen werden. Die einfache Dorferneuerung in Köttlitz/Söllitz nimmt im nächsten Jahr wieder Fahrt auf. Der Auftrag für die Tiefbauarbeiten wurde der Firma Schieder Bau GmbH aus Bechtsrieth für 513 000 Euro erteilt.

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