Das Pfreimdtal zählt sicherlich zu den schönsten Landschaftszügen der mittleren Oberpfalz. Ein Straßenbau in diesem sensiblen Umfeld stellt Planer und alle Beteiligten vor eine große Herausforderung. Dem Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach ist dieser Kunstgriff mit Augenmaß und Weitblick gelungen. Das Pfreimdtal ist noch schöner und attraktiver geworden. Der rund zwölf Kilometer lange Gesamtabschnitt der Staatsstraße 2157 von der Anschlussstelle Pfreimd bis Tännesberg, stellt eine wichtige Querverbindung von der A93 zur Bundesstraße B22 nach Tännesberg her. Für die Gemeinde Trausnitz ist sie die wichtigste Verkehrsader.
Seit 2010 wurden - unter Beachtung der ökologischen Gegebenheiten - abschnittsweise einzelne Streckenabschnitte verbessert. Einer der spektakulärsten Maßnahmen war die Erneuerung der Pfreimdtalbrücke in Kaltenthal. Selbst der letzte Abschnitt von Atzenhof nach Tännesberg erfolgte in zwei Bauabschnitten. Der erste wurde 2017, der zweite 2018 realisiert. Eine optimierte Wasserableitung stellen drei Regenrückhaltebecken sicher.
Eine große Herausforderung waren die zu bewegende Erdmassen. 37 000 Kubikmeter transportierten riesige Muldenkipper der Firma Seebauer zum neuen Wertstoffhof nach Trausnitz oder auf eine Erddepoie an der B 22. Diverse Schutzmaßnahmen sorgten für einen verträglichen Eingriff in die Natur und Landschaft. Fällarbeiten fanden nur außerhalb der Brut- und Nistzeiten statt. Ein Standort des streng geschützten Katzenpfötchens wurde mit einem Extrazaun gesichert. Zudem werden die Regenrückhaltebecken durch Magerstandorte, Grasflächen und Gehölzgruppen gesichert. Während der Baumaßnahme waren die ausführenden Firmen immer darauf bedacht, dass der Verkehr zumindest eingeschränkt fließen konnte.
Für den Streckenabschnitt von Stein bis zur Landkreisgrenze wurden insgesamt 7,5 Millionen Euro investiert. Zur offiziellen Eröffnung ließ Baudirektor Gottfried Weishäupl die wichtigsten Stationen noch einmal Revue passieren. Er dankte allen beteiligten Firmen und Fachstellen für die reibungslose Zusammenarbeit. Da es sich in diesem Fall um eine Staatsstraße handelt, waren die Landtagsabgeordneten Alexander Flierl und Joachim Hanisch die treibenden Kräfte, die sich für die Bereitstellung der Finanzmittel einsetzten. Ihnen galt der Dank von Landrat Thomas Ebeling und Bürgermeister Martin Schwandner. Die Staatsstraße 2157 ist eine bevorzugte Strecke für Rad- und Motorradfahrer. Da ein Radweg auch weiterhin fehlt, ist die besondere Rücksichtnahme auf diese Verkehrsteilnehmer ein Gebot der Stunde.















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