14.05.2020 - 11:25 Uhr
TrausnitzOberpfalz

Zwei Anläufe für die Stellvertreter-Wahl

Obwohl Reinhard Schwarz vor der Wahl zum Dritten Bürgermeister erklärt, dass er nicht zur Verfügung steht, bekommt er eine Stimmenmehrheit. Nachdem er - wie angekündigt - das Amt nicht annimmt, muss die Wahl wiederholt werden.

Bürgermeister Martin Schwandner (rechts) vereidigte die vier neuen Gemeinderäte. Es sind dies (von links): Armin Kiener, Markus Lehner, Romana Sandmann und Christian Jäckel.
von Richard BraunProfil

Die Weiterentwicklung der Gemeinde zum modernen Arbeitgeber mit moderner Informationskultur sieht Bürgermeister Martin Schwandner als wichtige Aufgaben für die Zukunft. Auf diesen Weg sollen ihn vier neue Gemeinderäte begleiten. Der geschichtsträchtige Rittersaal in der Burg Trausnitz war der denkbar würdigste Ort für die konstituierende Sitzung des Gemeinderates. Der weitläufige Raum bot zudem genügend Platz, um die geforderten Abstände einzuhalten.

Als erste Amtshandlung stand die Vereidigung der vier neugewählten Gemeinderäte auf der Tagesordnung. Romana Sandmann (CSU), Markus Lehner (FWG), Armin Kiener (FWG) und Christian Jäckel (FWG) legten vor Bürgermeister und den Ratskollegen den Amtseid ab. Erstmals ist damit wieder eine Frau im Gemeindeparlament vertreten.

Die Festlegung der Anzahl der weiteren Bürgermeister war die erste Amtshandlung der "neuen" Räte. Wie die Jahre zuvor, sollten auch weiterhin zwei Bürgermeister-Stellvertreter bestellt werden. Als einziger Kandidat für das Amt des Zweiten Bürgermeisters wurde der bisherige Amtsinhaber Josef Prechtl (FWG) benannt. Bei der anschließenden Wahl stimmten alle neun Wahlberechtigten für diesen Kandidaten.

Mehrheit für Lehner

Spannender gestaltete sich die Wahl des Dritten Bürgermeisters. Aus den Reihen der CSU wurde Romana Sandmann vorgeschlagen. Als weiteren Kandidaten für dieses Amt brachten die Freien Wähler den CSU-Ortsvorsitzenden Reinhard Schwarz ins Rennen. Dieser erteilte der Kandidatur jedoch eine Absage. Bei der anschließenden Wahl erhielt Reinhard Schwarz mit fünf Stimmen trotz seiner Ablehnung die geforderte Mehrheit. Drei Stimmen entfielen auf Romana Sandmann und eine Stimme auf Markus Lehner. Da Reinhard Schwarz erneut seine Absage bekräftigte, musste die Wahl wiederholt werden. Der zweite Wahlgang brachte für Markus Lehner mit sechs Stimmen die geforderte Mehrheit. Bürgermeister Schwandner vereidigte seinen zweiten Stellvertreter.

Der Erlass einer Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts und einer Geschäftsordnung für den Gemeinderat waren weitere Punkte der Tagesordnung. Darin wurde die Vergütung der Gemeinderäte auf 25 Euro je Sitzung festgelegt. Des Weiteren ist die Behandlung von Bauanträgen bürgerfreundlicher geregelt worden. Baupläne, die den Vorgaben des Bebauungsplanes entsprechen oder keine sonstigen Abweichungen zum bestehenden Regelwerk enthalten, werden künftig ohne Vorlage im Gemeinderat zur Genehmigung an das Landratsamt weitergeleitet. Anders verhält es sich mit Bauplänen, die von den Vorgaben abweichen. Hier ist die Vorlage im Gemeinderat auch weiterhin zwingend vorgegeben.

Mitglieder bestellt

Am Beginn einer Wahlperiode steht die Bestellung der Mitglieder des Gemeinderates in die Zweckverbände. In der Gemeinschaftsversammlung der VG Pfreimd werden die Interessen von Trausnitz von Bürgermeister Schwandner und Romana Sandmann vertreten. Stellvertreter ist Christian Jäckel. Im Zweckverband zur Wasserversorgung der Glaubendorfer Gruppe haben der Bürgermeister und Gemeinderat Armin Kiener Sitz und Stimme. In die Pfarrer Schmid'sche Armenstiftung wurde Josef Prechtl bestellt.

Zum Ende der Versammlung bat Bürgermeister Martin Schwandner den Gemeinderat um eine sachdienliche Mitarbeit zum Wohle der Gemeinde. "Um sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen, sind die besten Konzepte gefragt", sieht der Bürgermeister als wichtigste Aufgabe. Laufende Projekte, wie die Dorferneuerung Köttlitz und Söllitz und die brandschutztechnische Ertüchtigung des Feldschlössels werden wie geplant fortgesetzt.

Die Errichtung eines neuen Bauhofes und der weitere Ausbau der Kinderbetreuung sind Herausforderungen für die Zukunft. Besonders liegt dem Bürgermeister die Einbindung der Neubürger in die Gemeinde und den umliegenden Ortschaften am Herzen. Hier besteht noch großes Potenzial, das ausgeschöpft werden sollte.

An der Spitze des Gemeinderates stehen weiterhin Bürgermeister Martin Schwandner (Mitte) und Zweiter Bürgermeister Josef Prechtl (rechts). Als Dritter Bürgermeister ist Markus Lehner (links) neu im Amt.
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