Unter dem Mutterboden des Schulgartens am alten Schulhaus in Tremmersdorf kam eine Schachtabdeckung zum Vorschein, die sich als Sicherung eines Grundwasserbrunnens herausstellte. Diplom-Ingenieur und Kreisheimatpfleger Hannes Oberndorfer ordnet den Fund als historisch ein.
"Es ist ein in den Fels geschlagener Brunnen. Einen mit dieser Bauart habe ich noch nicht gesehen. Der Sandstein ist gar nicht oder nur grob bearbeitet", erklärt er. Die Tiefe des Brunnens schätzt Oberndorfer auf etwa 6,5 bis 7 Meter. Das Alter des Brunnens sei schwer zu schätzen. Dass er mit dem Schulhaus errichtet wurde, glaubt er nicht. "Der Bauart nach ist es kein junger Brunnen", sagt er. Im Grundkataster ist er nicht verzeichnet, was aber daran liegen könnte, dass das Grundstück in Privatbesitz war, bevor es in Gemeindehand überging. Damit könnte der Brunnen rund 250 Jahre alt sein.
"Der Brunnen war überdeckt und wohl auch den Einwohnern nicht mehr im Gedächtnis", erklärt Oberndorfer den überraschenden Fund. Im Gemeinderat Speinshart wurde das Thema aufgegriffen und eine Erneuerung angeregt. "Das liegt im Ermessen der Gemeinde. Der Brunnen selbst lässt sich nicht erneuern, aber der Brunnenkopf kann hergerichtet werden, um ihn als Teil der Tremmersdorfer Historie darzustellen", erläutert der Kreisheimatpfleger.
Bürgermeister Albert Nickl sprach sich im Gemeinderat für die Erneuerung des Brunnenkopfes aus und empfahl auch gleich die Neugestaltung des ehemaligen Schulgartens. Das Gremium entschied einstimmig dafür. Mit den Spezialarbeiten am Sandstein-Brunnen will Nickl einen Steinmetz beauftragen.














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