Tremmersdorf bei Speinshart
29.07.2021 - 11:14 Uhr

Reinhold Reinl mit 74 Jahren verstorben

Das Tremmersdorfer Original Reinhold Reinl stirbt im Alter von 74 Jahren aus heiterem Himmel. Seine Schaffenskraft und seine Hilfsbereitschaft bleiben unvergessen

Groß war die Anteilnahme der Bevölkerung bei der Beerdigung des Tremmersdorfer Originals Reinhold Reinl alias Hans Jackl Bild: do
Groß war die Anteilnahme der Bevölkerung bei der Beerdigung des Tremmersdorfer Originals Reinhold Reinl alias Hans Jackl

Der Hans Jackl, wie ihn die Tremmersdorfer und zahlreiche Menschen in der Gemeinde Speinshart freundschaftlich und voller Respekt und Anerkennung nannten, war ein Mann wie eine Eiche. In seiner Heimat fest verwurzelt, standhaft, kraftvoll, von Wind und Wetter geprägt. Ein Mensch von bayerisch-barocker Gestalt. So leicht warf den gelernten Zimmerer nichts um. Am Samstag, 24. Juli, verstarb Reinhold Reinl. Ehrlich und hilfsbereit, dem Gemeinsinn orientiert, so die Worte von Ortspfarrer Pater Adrian Kugler im Trauergottesdienst in der Tremmersdorfer Filialkirche St. Peter und Paul.

Wie sollte es auch anders sein: Reinl verstarb plötzlich während seines hilfsbereiten Tuns. Nur noch das Verankern von vier Schrauben fehlten bis zum Feierabend. Dann ereilte ihn der Tod. „Dieses Schicksal passte zu ihm“, stellte Pater Adrian mit Blick auf die Vielfalt seiner freiwilligen Arbeitseinsätze fest. „Den Altar, die Sedilien, die Kredenz hat er gezimmert, die Herz-Jesu-Kapelle gehegt und gepflegt und während der Renovierung der Klosterkirche die provisorische Kirche eingerichtet“. Dieser Aufzählung folgten weitere Betrachtungen seiner Lebensbaumscheibe als verlässlicher Ehemann, Vater und Opa.

Draußen auf dem Dorffriedhof wartete derweil schon eine große Trauergemeinde auf die Bestattung. Vier Rothelme der Freiwilligen Feuerwehr Tremmersdorf bildeten während der Beerdigung die Ehrenwache am Grab und eine Bläsergruppe gab Blasmusikfreund und Ernst Mosch-Anhänger Hans Jackl das letzte Geleit. In den Traueransprachen wurde noch einmal die herausragende Rolle des Verstorbenen als „tragende Säule des Gemeinsinns“ deutlich. Bürgermeister Albert Nickl erinnerte an die 24-jährige Tätigkeit als Gemeinderat und würdigte den Hans Jackl als Mann des Volkes, der Taten und der Vereine. Der Bürgermeister sprach auch im Namen von FC-Vorstand Bastian Dötsch von einem großen Sportsmann und einer Fußballerikone und stellte im Auftrag von Thomas Edl die Leistungen für den Kleintierzuchtverein heraus.

Worte des Dankes sprach auch FFW-Vorstand Martin Rodler. Seit 1964 aktives Mitglied würdigte der Feuerwehrchef die vielen besonderen Leistungen und Ehrungen des Verstorbenen. Holger Götz sprach für die Freien Wähler von einem Vorbild an Hilfsbereitschaft. Mit einem „In Treue fest“ verabschiedete sich Vorsitzender Helmut Schmidt für die Krieger- und Soldatenkameradschaft von einem treuen Kameraden und langjährigen Zweiten Vorsitzenden.

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