Auf viel Unverständnis stießen die Anordnungen aus dem Landratsamt Neustadt/WN bei den Kleintierzüchtern aus Speinshart und Tremmersdorf. Bei der Lokalschau 2022 waren Enten und Gänse nicht zugelassen. Nicht nachvollziehbar war für Thomas Edl, Vorsitzender der Speinsharter Kleintierzüchter, strenge und unflexible Gebietskulissen. „Wegen Landkreisgrenzen entscheiden oft nur wenige hundert Meter darüber, ob eine Lokalschau überhaupt stattfinden kann“ „Ein Unding. Das Virus kennt keine Gebietsgrenzen“, befand auch Ausstellungsleiter Alexander Böhm. Wochenlang hatten die Züchter an der Organisation der Ausstellung gearbeitet. Nun durfte der Verein auf Anweisung der Veterinäre ausgerechnet zum 30-jährigen Jubiläum nur Ziergeflügel, Hühner, Tauben und Fasane ausstellen.
Eine Rumpfschau, die im Tremmersdorfer Züchterheim auch ohne Wassergeflügel zufrieden stellte, obgleich Ehrenvorsitzender Josef Kaufmann bei der Eröffnung mahnte, trotz der vielen Hürden nur die besten Tiere zu präsentieren. Gutes Füttern und ganzjährige Pflege, diesem Grundsatz für die Schönheit der Rasse folgend, zeigten sich Aussteller, Preisrichter und Besucher mit der Tierpräsentation zufrieden. 15 Züchter, davon 2 Jugendliche, mit 155 Tieren durften sich über Bewertungen ihrer Schätze mit bis zu 97 Punkten und der Note 1 freuen. Ein Vorzüglich bedeutete für Tierfreunde „Ruhm und Ehre“, die sich auch in farbenprächtigen Sieger-Rosetten ausdrückte. Der zusätzliche Lohn: Die Auszeichnung mancher Tiere mit Landes- und Bezirksverbandspreisen.
Der öffentliche Teil der Lokalschau begann am Samstagnachmittag mit einem Dankeschön des Vorsitzenden an die Ausstellungsleiter Alexander und Sebastian Böhm und die vielen Helfer. Beim einem Rundgang bei geräuschvoller Kulisse zeigte sich auch Schirmherr Bürgermeister Albert Nickl von den züchterischen Erfolgen angetan. „Man spürt Herz und Hingabe“. Nickl freute sich zudem über die Bereitschaft vieler Züchter, ihre Tierliebe an kommende Generationen weiterzugeben. Begleitet wurde die Zuchtschau von einer großen Tombola. An beiden Ausstellungstagen wurden die Besucher in der Gaststätte mit herzhaften Gaumenfreuden verwöhnt.














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