07.02.2019 - 12:33 Uhr
Tremmersdorf bei SpeinshartOberpfalz

"Zeit der Ausreden ist vorbei"

Trainer der "Ersten" fordert von Spielern vollen Ehrgeiz und gute Fitness.

„Die Selbstzufriedenheit einiger Akteure muss ein Ende haben“, fordert Trainer Benjamin Scheidler
von Robert DotzauerProfil

Bleiben die sportlich hochgesteckten Ziele unerfüllt, ist der Trainer das schwächste Glied in der vermeintlichen Fehlerkette. In dieser Rolle sieht sich derzeit Trainer Benjamin Scheidler beim FCTremmersdorf/Speinshart. Aber der Übungsleiter gibt nicht auf.

Selbst Klasse-Teams müssen sich jede Woche neu beweisen. Diesen Ehrgeiz vermisste Scheidler in einigen Liga-Spielen. Der Trainer der ersten Mannschaft berichtete in seiner Bilanz von einem durchwachsenen Saisonverlauf. Mit 21 Punkten und auf dem neunten Tabellenplatz in der Kreisliga sei die Mannschaft „noch nicht aus dem Schneider“.

Als Defizit bezeichnete Scheidler eine gelegentlich zu beobachtende Selbstzufriedenheit einiger Akteure. Diese müsse ein Ende haben, forderte er mit Blick auf unerwartete Niederlagen als Quittung. Allerdings habe dem FC manchmal auch das Glück gefehlt, die oftmals spielerische Überlegenheit in Tore und Punkte umzuwandeln. Hoffnungen machen dem Trainer die guten Vorstellungen in den letzten Spielen vor der Winterpause: „Zuletzt ging ein Ruck durch die Mannschaft.“

Benjamin Scheidler ermahnte das Team, die letzten acht „Endspiele“ nach dem Rückrundenstart mit vollem Ehrgeiz und einer guten Fitness anzugehen. Dazu soll es fünf Vorbereitungsspiele und ein Trainingslager in Karlsbad/Tschechien geben. Jedenfalls sei die Zeit der Ausreden vorbei, stellte er klar. An die Spieler gewandt forderte er vielsagend: „Legt bereits am Samstag den Fokus auf das nächste Sonntagspiel.“

Und noch etwas macht dem Übungsleiter sichtlich zu schaffen: der vom Verein beschlossene Trainerwechsel. Spätestens nach einem Jahr muss Scheidler im Juni 2019 wieder gehen, so die Entscheidung des Creußenclubs. „Das tut weh“, gab er sichtlich bewegt zu. Bei einer mäßigen Erfolgsbilanz sei halt der Trainer das schwächste Glied in einer Fehlerkette. Seinem Nachfolger Christian Ferstl wünschte er schon für die nächste Saison alles Gute. Großer Beifall begleitete die Worte des erfahrenen Spielertrainer, der für den Rest der Saison von Wolfgang Seitz unterstützt wird. Dessen Ansage lautete unmissverständlich: „Trainingsfleiß statt Partys.“

„Die Tendenz geht steil nach oben“: Mit diesen Worten kommentierte Vorsitzender Bastian Dötsch für Betreuer Korbinian Gmelch den sportlichen Höhenflug der zweiten Mannschaft des FC Tremmersdorf/Speinshart, die mit der SpVgg Trabitz II eine Spielgemeinschaft bilder. Den derzeit siebten Tabellenplatz bei 14 Mannschaften in der B-Klasse 4 Amberg/Weiden nannte Dötsch "respektabel". Er empfahl eine bessere Verzahnung mit der "Ersten".

In Vertretung von Thomas Hörl berichtete stellvertretender Vorsitzender Andreas Wiesend über das Spielgeschehen bei den Altherren-Fußballern. Zu den Spaß-Kickern des Vereins zählen 35 Akteure - Rekord. Immer an erster Stelle zu finden ist das Tremmersdorfer Fußballwunder "Tomi" Hörl: Ob bei Freundschaftsspielen oder im Training, auf ihn sei immer Verlass, hieß es im Bericht. Erheitert nahmen die Mitglieder die sportlichen Ergebnisse zur Kenntnis: In den zehn ausgetragenen Spielen hagelte es sieben Niederlagen. Für die Alten Herren ist dies kein Beinbruch. Die Freude am Fußballspielen schweiße die zahlreichen Senioren zu einer starken Kameradschaft zusammen, stellte Wiesend fest.

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