04.03.2019 - 17:48 Uhr
Trevesen bei PullenreuthOberpfalz

"Bienen sind sehr wichtig"

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des OGV Trevesen, gab Kreisfachberater Harald Schlöger, den Mitgliedern einen informativen Einblick und wertvolle Ratschläge, zum aktuellen Thema "Der insektenfreundliche Garten".

von Autor TWGProfil

Die Ökologie im Garten und im öffentlichen Grün war das Thema von Harald Schlöger. Er informierte über die aktuelle Situation beim Insektensterben. "Die Wissenschaft ist sich einig", sagt Schlöger, "dass es immer weniger Bienen, Schmetterlinge und Käfer gibt".

Das Blüten- und Nahrungsangebot für die Insekten habe sich reduziert, die Ackerkultur habe sich geändert. Das Problem bestehe aber nicht auf den Feldern der Landwirtschaft, sondern auf den Randstrukturen. Auch den Biogas- und Energiepflanzenboom bezeichnete Schlöger als Schuldfaktor hinsichtlich des Insektensterbens. Aber man dürfe nicht nur den Landwirten die Schuld zuweisen, auch die moderne LED-Technik sei mitverantwortlich für die immer weniger werdenden Kleinstlebewesen. "Diese ist für die Insekten schädlich." Auch manche Gartenbeleuchtung in den Privatgärten sieht der Kreisfachberater für übertrieben. Ebenfalls müssten die öffentlichen Kommunen umdenken.

Das Straßenbegleitgrün werde zu häufig gemäht, durch das Mulchen würden die Flächen artenärmer. "Viele Privatgärten entwickeln sich leider immer mehr zu Schotter- und Kiesgärten. Das Grün verschwindet aus den Hausgärten", bedauerte Schlöger, "die Arbeit im Garten macht einen Gärtner erst aus". Wenn ein Kind einen Garten malen solle, dann zeichne es zuerst ein schönes Haus, rundherum eine Blumenwiese mit Bäumen und keinen Kies.

Der Kreisfachberater gab den Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereins die ökologischen Bausteine im naturnahen Garten mit auf den Weg. In diesem sollten Kletterpflanzen, Blumenschmuck, Regenwassernutzung, Obstbäume, Nisthilfen, Blütensträucher und vieles mehr vorkommen. Man sollte hinsichtlich des Bienensterbens viele offene Blütenarten pflanzen. Schlöger informierte über weitere Modelle von Blumenarten, die Insekten und Schmetterlinge lieben. Auch Kräuter wie Majoran und Dost seien ein beliebtes Nahrungsangebot. Zum Abschluss seines kurzweiligen und interessanten Vortrages, betonte der Experte, dass Bienen sehr wichtig seien.

Man könne mit Nisthilfen, wie Insektenhotels, totem Holz oder unaufgeräumten Ecken, Lebensräume im eigenen Garten schaffen.

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