31.08.2021 - 10:10 Uhr
Trevesen bei PullenreuthOberpfalz

Pfarrvikar Paul Ezenwa nimmt Abschied von Trevesen: "Bleibt sauber und gesund"

Trotz des Abschieds ein Lachen auf den Gesichtern von Kirchenpflegerin Marina Fenzl (von links), Pfarrer Paul Ezenwa und Pfarrgemeinderatssprecherin Irene Ritter.
von Autor TWGProfil

Für die Trevesener war der Abschied von Pfarrer Paul Ezenwa besonders schwer: Denn für die Gläubigen bedeutet seine Abberufung, dass es voraussichtlich an den Wochenenden keine Gottesdienste mehr geben wird. Pfarrer Paul sprach über das Wasser, die verschiedenen Bedeutungen - von der Hygiene, für die wir es brauchen, bis hin zur Taufe oder Fußwaschung oder die äußere und innere Reinigung. "Von den Jugendlichen habe ich schon oft gehört, dass sie zueinander sagen: 'Bleib sauber!'" Mit diesen Worten beendete er seine letzte Predigt in Trevesen: "Bleibt sauber und gesund!"

Kirchenpflegerin Marina Fenzl überreichte ein Geschenk. Sie erinnerte daran, dass der Pfarrvikar vor circa zwei Jahren zum ersten Mal die Heilige Messe in Trevesen gehalten hatte. Die Gläubigen waren damals überrascht, als der Geistliche sie vor dem Gottesdienst fragte, wie es ihnen geht, und gaben keine Antwort. Doch mit der Zeit freuten sich alle, dass Pfarrer Paul sie so herzlich begrüßte. "Man konnte sich auch in den Zeiten der Pandemie immer auf sie verlassen", sagte Marina Fenzl. "Es ist schade, dass wir nun Abschied nehmen müssen."

Pfarrer Paul sagte: "Abschied nehmen ist nicht leicht." Er habe in den vergangenen zwei Jahren am Leben der Pfarrangehörigen teilnehmen, ihre Freude und ihr Leid teilen dürfen. Er sagte Dank an Gott, für die Gelegenheit in der Pfarreiengemeinschaft wirken zu dürfen. Er dankte seinem "Chef" Pfarrer Josef Waleszczuk und allen, mit denen er zusammengearbeitet hatte. "Gute Kollegen sind die, an die man nach Jahren noch gerne zurückdenkt, trotz vieler Arbeit." Zum Abschluss sangen Marina Fenzl und Organistin Andrea Kraus "Keinen Tag soll es geben, da du sagen musst, niemand ist da, der mir die Hände reicht. Keinen Tag soll es geben, da du sagen musst, niemand ist da, der mit mir Wege geht." Nach dem Gottesdienst verabschiedeten sich die Gläubigen mit persönlichen Worten und Gesprächen von dem Geistlichen, manch einer wünschte dem Paul: "Bleib sauber."

Auch in der Pfarrkirche Pullenreuth wurde Pfarrer Paul in einem festlichen Gottesdienst und mit vielen Dankesworten verabschiedet. Im Namen der Gemeinde überbrachte Zweite Bürgermeisterin Christa Bayer herzliche Grüße. Sie erzählte, dass man beim Blick aus dem Rathausfenster in Pullenreuth zur einen Seite die Pullenreuther Pfarrkirche und zur anderen den Neusorger Kirchturm sehe. "Genau in diesen beiden Pfarrkirchen und in den Filialkirchen Trevesen, Riglasreuth und Lochau haben Sie in den vergangenen zwei Jahren mitgeholfen, die Pfarreiengemeinschaft zusammenzuführen, aufzubauen und zu unterstützen." Auch sie erinnerte an die anfangs zögerlichen Antworten auf die Frage des Pfarrers, wie es den Gläubigen geht. Bayer erinnerte an das 20. Priesterjubiläum, das in der Grünen Mitte in Pullenreuth gefeiert wurde. "Damals habe ich zu Ihnen gesagt, dass das Gemeindeblatt in Pullenreuth auch ,PAUL' heißt: Pullenreuth, aktiv und lebenswert." Zur Erinnerung überreichte sie ein Buch über die Steinwaldgegend und die aktuelle Ausgabe des Gemeindeblatts sowie eine Spende für das Wasserprojekt in Nigeria. Sie wünschte Pfarrer Paul auf seinem weiteren Weg alles Gute und Gottes Segen.

Pfarrgemeinderatssprecherin Irene Ritter ging auf den Pressebericht über Pfarrvikar Paul ein, als er in seiner früheren Pfarrgemeinde verabschiedet worden war, mit der Überschrift "Pfarrer mit Herz zieht weiter". Dieses Herz sei für die Pfarreiengemeinschaft Neusorg/Pullenreuth bestimmt gewesen. Pfarrer Paul habe sich in der kurzen Zeit schnell eingelebt. Mit seiner Herzlichkeit habe er sich die Anerkennung und Wertschätzung in der Pfarrgemeinde erworben. Eine besondere Freude für den Geistlichen sei das ländliche, idyllische Dorfleben und das freundschaftliche Aufeinander-Zugehen gewesen, meinte Ritter. "Sie haben mit Bescheidenheit bei uns gelebt und stets die Begeisterung für Jesus Christus ausgestrahlt."

 

 

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