Trichenricht bei Schnaittenbach
11.10.2019 - 10:47 Uhr

Ein halbes Jahrhundert Kapelle Trichenricht

Vor 50 Jahren hat die Dorfgemeinschaft von Trichenricht eine neue Kapelle erstellt, nachdem eine ältere, kleinere Kapelle in der Ortsmitte sehr baufällig war. Nun feiern die Trichenrichter das 50-jährige Bestehen ihres Gotteshauses.

Sehr viele Gläubige besuchen die Festmesse, die Pfarrer Josef Irlbacher anlässlich des 50-jährigen Bestehens der kleinen Kapelle in Trichenricht zelebriert. Bild: ads
Sehr viele Gläubige besuchen die Festmesse, die Pfarrer Josef Irlbacher anlässlich des 50-jährigen Bestehens der kleinen Kapelle in Trichenricht zelebriert.

Zur Innenausstattung der Kapelle gehören ein Kruzifix und die leidende Gottesmutter, links und rechts daneben stehen die Figuren der heiligen Barbara und des heiligen Wendelin. „Der heilieg Wendelin fand sicherlich Eingang in die Kapelle, weil er der Patron der Landwirtschaft ist“, vermutete der Schnaittenbacher Pfarrer Josef Irlbacher bei der Festmesse. Ihn nahm er auch zum Inhalt der Predigt.

Der junge iroschottische Christ Wendelin, der im 6./7. Jahrhundert lebte, sei auf seinem Wallfahrtsweg nach Rom oder von dort zurück bei Trier hängen geblieben, zunächst als Einsiedler, dann als Mönch und Abt in einem Kloster. Mit drei Stichpunkten aus dem Leben des Heiligen schlug Pfarrer Irlbacher die Brücke zur Kapelle: "Wendelin war Einsiedler - so soll auch die Kapelle helfen, sich aus dem Alltag zurückzuziehen, um konzentriert bei Gott zu sein. Wendelin war Missionar. Wie ein Missionar die Botschaft Gottes in die Welt hineinträgt, soll die Kapelle mit den Glocken und deren Dasein die Frohbotschaft des Glaubens in die Alltagswelt hinein bezeugen. Wendelin war Mönch. Wie ein Mönch in Gemeinschaft betet und Gottesdienst feiert, so soll die Kapelle einladen zum gemeinsamen Gebet und Gottesdiensten."

Irlbacher betonte, dass es der Dorfgemeinschaft wichtig gewesen sei, das Jubiläum ihrer Kapelle nicht einfach vorübergehen zu lassen. Deshalb habe sie zu einem Gottesdienst samt anschließenden Frühschoppen in der dortigen Halle eingeladen. Viele Gläubige nahmen daran teil, darunter neben zahlreichen Stadträten auch die drei Bürgermeister, ebenso Pfarrgemeinderats- und Kirchenverwaltungs-Mitglieder. Die Gruppe Buchbergecho gestaltete den Gottesdienst musikalisch. Ein besonderes Schmankerl war sicherlich das „Körnerbild“ vom Hl. Wendelin, das an der Fassade der Kapelle angebracht war.

Die Dorfgemeinschaft präsentierte sich gut vorbereitet, beim Frühschoppen war für alles bestens gesorgt, von Kaffee und Kuchen/Kücheln bis hin zu Brotzeit und Bier. Fast alle Plätze waren besetzt.

Nach der geistigen Stärkung in der Festmesse hatte die Dorfgemeinschaft Trichenricht zur leiblichen Stärkung zum Frühschoppen in eine dafür herausgeputzte Maschinenhalle im Dorf eingeladen, was bestens ankam. Bild: ads
Nach der geistigen Stärkung in der Festmesse hatte die Dorfgemeinschaft Trichenricht zur leiblichen Stärkung zum Frühschoppen in eine dafür herausgeputzte Maschinenhalle im Dorf eingeladen, was bestens ankam.
 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.