Zur Innenausstattung der Kapelle gehören ein Kruzifix und die leidende Gottesmutter, links und rechts daneben stehen die Figuren der heiligen Barbara und des heiligen Wendelin. „Der heilieg Wendelin fand sicherlich Eingang in die Kapelle, weil er der Patron der Landwirtschaft ist“, vermutete der Schnaittenbacher Pfarrer Josef Irlbacher bei der Festmesse. Ihn nahm er auch zum Inhalt der Predigt.
Der junge iroschottische Christ Wendelin, der im 6./7. Jahrhundert lebte, sei auf seinem Wallfahrtsweg nach Rom oder von dort zurück bei Trier hängen geblieben, zunächst als Einsiedler, dann als Mönch und Abt in einem Kloster. Mit drei Stichpunkten aus dem Leben des Heiligen schlug Pfarrer Irlbacher die Brücke zur Kapelle: "Wendelin war Einsiedler - so soll auch die Kapelle helfen, sich aus dem Alltag zurückzuziehen, um konzentriert bei Gott zu sein. Wendelin war Missionar. Wie ein Missionar die Botschaft Gottes in die Welt hineinträgt, soll die Kapelle mit den Glocken und deren Dasein die Frohbotschaft des Glaubens in die Alltagswelt hinein bezeugen. Wendelin war Mönch. Wie ein Mönch in Gemeinschaft betet und Gottesdienst feiert, so soll die Kapelle einladen zum gemeinsamen Gebet und Gottesdiensten."
Irlbacher betonte, dass es der Dorfgemeinschaft wichtig gewesen sei, das Jubiläum ihrer Kapelle nicht einfach vorübergehen zu lassen. Deshalb habe sie zu einem Gottesdienst samt anschließenden Frühschoppen in der dortigen Halle eingeladen. Viele Gläubige nahmen daran teil, darunter neben zahlreichen Stadträten auch die drei Bürgermeister, ebenso Pfarrgemeinderats- und Kirchenverwaltungs-Mitglieder. Die Gruppe Buchbergecho gestaltete den Gottesdienst musikalisch. Ein besonderes Schmankerl war sicherlich das „Körnerbild“ vom Hl. Wendelin, das an der Fassade der Kapelle angebracht war.
Die Dorfgemeinschaft präsentierte sich gut vorbereitet, beim Frühschoppen war für alles bestens gesorgt, von Kaffee und Kuchen/Kücheln bis hin zu Brotzeit und Bier. Fast alle Plätze waren besetzt.














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