11.09.2019 - 11:11 Uhr
Trisching bei SchmidgadenOberpfalz

450 000 Euro für Sanierung der Trischinger Kirche

In dieser Woche ging es los mit der Innensanierung der Filialkirche Mariä Unbefleckte Empfängnis. Die Gottesdienste während der Renovierung finden in der St. Nikolaus-Kirche statt.

Die Trischinger Filialkirche soll in vier Monaten wieder in neuem Glanz erscheinen.
von Richard AltmannProfil

Die Innenrenovierung der Trischinger Kirche hat begonnen. Für die Bauarbeiten sind etwa vier Monate angesetzt, so dass bei einem reibungslosen Verlauf am Ende des Jahres wieder Gottesdienste in der Kirche über die Bühne gehen könnten.

Von den für die Sanierung veranschlagten Kosten von rund 450 000 Euro gab es von der bischöflichen Finanzkammer einen Zuschuss aus Kirchensteuermitteln über knapp 220 000 Euro. Auch die Gemeinde wird die Maßnahme finanziell unterstützen. Mit welchem Betrag, ist noch nicht bekannt. Während der Baumaßnahmen werden die Gottesdienste in der St. Nikolaus-Kirche stattfinden.

Dank der Innensanierung werden einige Maßnahmen realisiert: Der Natursteinbelag aus quadratischen Juramarmorplatten weist im Bereich des Kirchenschiffs und im Chor keine Schäden auf. Im Bereich des Hauptzugangs und den seitlichen Zugängen zum Langhaus sind Schäden durch eingeschlepptes salzbehaftetes Wasser deutlich erkennbar. Die Flächen werden erneuert.

Höhere Brüstung

Zu den Gestühlpodesten (komplette Erneuerung) müssen elektrische Leitungen für die Steuerung der Kirchenheizung und eine induktive Höranlage verlegt werden. Zur Aufbereitung der Gestühlpodeste werden die Kirchenbänke ausgebaut, extern zwischengelagert und für den Wiedereinbau aufgefrischt. Die Nadelholzdielen der Podeste werden wegen Fäulnisschäden und der Einbringung der neuen Verkabelung ausgebaut und durch neue Holzdielen ersetzt. In der Sakristei und auf der Orgelempore werden die Bodenbeläge aus Holz aufbereitet. Weil die Höhe der Emporen-Brüstung nicht den gesetzlichen Vorgaben entspricht, muss sie auf mindesten einen Meter erhöht werden.

Für die Sakristei und den Umkleideraum der Ministranten werden neue Schreinermöbel angeschafft. Beichtstühle aus der Zeit der Errichtung der Kirche werden überarbeitet. Die Oberflächen aus Holz werden gereinigt. Außerdem werden Akustikplatten an den Wänden und der Decke angebracht, um den Schallschutz zu verbessern. Es werden die Kirchenfenster repariert und neu verkittet. Das große Fenster im Altarraum (Einfachverglasung) erhält Isolierglasverkleidung, gehalten durch eine filigrane Stahlprofil-Konstruktion.

Defekte Türschließanlagen im Bereich der seitlichen Windfänge und der Türanlage zur Taufkapelle müssen repariert werden. In diesem Arbeitsgang werden auch die vorhandenen - teils beschädigten und gebrochenen - Glasscheiben durch Verbundsicherheitsglas ersetzt. Auch die Wände erhalten einen neuen Anstrich. Aufgrund des desolaten Zustandes der WC-Anlage neben der Sakristei, wird diese komplett erneuert. Die Elektroanlagen, insbesondere Hauptverteilung und Schaltschrank, entsprechen nicht mehr den aktuellen ichtlinien und werden erneuert. Die bestehende Elektroheizung mit Heizstrahlern unter den Kirchenbänken wird demontiert und durch eine neue Elektroheizung mit Niedertemperatur-Kirchenbankstrahlern mit automatischer Regelung ersetzt.

Bilder werden restauriert

Die Liedanzeige war zum Zeitpunkt des Erstbesuchs durch das bischöfliche Baureferat noch in einem funktionsfähigen Zustand. Inzwischen sind Störungen und Ausfälle an der Tagesordnung. Die Anlage wird erneuert. Die Leinwandbilder der Kreuzwegstationen weisen Schadstellen auf. Sie werden restauriert. Außerdem wird die Kanzel gereinigt und neu gestrichen. Sämtliche figürlichen Kunstwerke erhalten zum Schulz vor Diebstahl eine mechanische Sicherung. Während der Renovierung finden die Gottesdienste in der St.-Nikolaus-Kirche statt.

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