17.12.2019 - 15:45 Uhr
Tröbes bei MoosbachOberpfalz

Benefizkonzert zugunsten der Missionsbrücke

Der Missionsbrücke von Bayern in die Demokratische Republik Kongo nützt jeder Euro. Groß war die Freude, als das Ensemble "ChorDiSono" für ein Benefizkonzert in der Filialkirche zusagte. Ein Versprecher sorgte für allgemeine Erweiterung.

Alexander Meiler (rechts) leitet das Vokalensemble "ChordiSono" beim Benefizkonzert in der Filialkirche. Pianist Wolfgang Dirscherl blieb der Einzige, den das Publikum erst am Schluss von vorne zu sehen bekam.
von Josef ForsterProfil

Als Ansager Andreas Hofmann die "große Freude der Chormitglieder über den Auftritt in Trebsau" in Worte fasste, richteten sich alle Augen auf ihn. Dann folgte Stimmengewirr, zunächst leise, dann immer eindringlicher: "Tröbes!" - "Nicht Trebsau." Auch dank dieses kleinen Versprechers herrschte sofort allgemeine Heiterkeit in der Filialkirche von Tröbes, in der das Ensemble "ChorDiSono" ein Benefizkonzert zugunsten der Missionsbrücke abhielt.

Die Stimmung kippte auch nicht, als Kirchenpfleger Bernhard Rom die Gäste zwar zunächst beim Namen nannte, um dann augenzwinkernd auf deren Prominenz anzuspielen. Auch richtete Rom "frische Grüße aus dem Urwald" von Pater Ferdinand aus, mit dem er mittags noch wegen des Konzerts telefoniert hatte. Un dann ging es auch schon los. Ein Universum aus stimmlichen Klängen überzog die prall gefüllten Reihen der Kirchenbänke mit Chormusik unter Leitung von Alexander Meiler.

Das Ensemble begeisterte rundum, mit traditionellen Liedern wie "Fröhliche Weihnacht überall" ebenso wie mit allerlei skandinavischen Titeln. Christian Kick, Rosi Hör, Judith Peter, Margit Weißenberg, Edith Kaiser, Daniela Bauer, Doris Raab, Frank Hennig und Robert Kreuzer erfreuten die Zuhörer während des rund eineinhalbstündigen Konzerts ebenso wie Pianist Wolfgang Dirscherl, Tenorsänger Adrian Kapornyai und Sängerin Uschi Steppert. Kurzweilig und abwechslungsreich gestaltete "ChorDiSono" die Darbietungen vom Piano bis zum Forte.

Vom Solo über ein Duett bis hin zum Wechsel zwischen Frauen- und Männerstimmen war bei diesem Ereignis viel geboten. Ein Block etwa bestand ganz aus englischen und irischen Weihnachtsliedern mit ihrer ganz eigenen Rhythmik. Darunter das von Yes-Sänger Jon Anderson stammende "Three Ships".

Dazu passte auch besonders gut das Gedicht "Schenke" von Joachim Ringelnatz. Zweimal das gleiche Lied präsentierte dann der Chor zum Schluss hin - welch grandioses Arrangement zweier unterschiedlicher Versionen desselben Liedes.

Auf einen famosen Applaus folgte eine Zugabe. Rom dankte dem Ensemble "ChorDiSono" für ein "wunderbares Konzert" und sah darin ein "ganz besonderes Ereignis" für die Filialkirche.

Mitglieder der Missionsbrücke vervollständigten den Rundum-Genuss mit heißem Glühwein vor der Kirchentüre.

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