Tröbes bei Moosbach
06.07.2026 - 15:38 Uhr

Georg Frischholz aus Tröbes mit 95 Jahren verstorben

In Tröbes verabschiedet man sich von Georg Frischholz, einem festen Bestandteil der Dorfgemeinschaft und ältestem Feuerwehrmitglied. Mit 95 Jahren verstorben, hinterlässt „Schouster Schorsch“ eine tiefe Lücke in seiner Heimatgemeinde.

Georg Frischholz aus Tröbes ist mit 95 Jahren verstorben. Symbolbild: Julian Stratenschulte
Georg Frischholz aus Tröbes ist mit 95 Jahren verstorben.

Georg Frischholz aus Tröbes ist im Alter von 95 Jahren verstorben. Das Requiem hielt Pfarrer Udo Klösel in der Wieskirche. Der Kirchenchor Tröbes gestaltete die Trauerfeier musikalisch mit. Der Verstorbene wurde 1930 in Tröbes als zwölftes von 13 Kindern der Landwirts- und Schusterseheleute Johann und Anna Frischholz, geborene Roth aus Saubersrieth, geboren. Nachdem drei der Kinder bereits früh starben, ist er mit sieben Brüdern und zwei Schwestern auf dem elterlichen Hof aufgewachsen. In Tröbes besuchte er die Volksschule, anschließend noch die landwirtschaftliche Winterschule in Vohenstrauß. Dazu machte er von 1946 bis 1948 auch eine Schuhmacherlehre daheim bei seinem Vater.

Nachdem dieser im Jahr 1950 verstorben war, musste er früh den Hof übernehmen. Daneben arbeitete er von 1961 bis zum Eintritt in die Rente im Jahr 1983 bei der Firma Grundig in Vohenstrauß. Im Nebenerwerb führte er die Landwirtschaft noch bis 1988. Der Wald war sein größtes Hobby bis ins hohe Alter. So sieht man den „Schouster Schorsch“ (Hausname) auch auf seinem Sterbebild.

Gern war er auch mit seinem Auto unterwegs, noch bis vor einem Jahr, um nach den Feldern, den Fluren und dem Wald zu schauen. 1958 heiratete er Maria Zielbauer aus Kössing. Die drei Kinder Marille, Georg und Gisela wurden ihnen geboren. Inzwischen sind zur Familie die Enkelkinder Manuela, Andreas, Julia, Daniela und Marco sowie die zwei Urenkelkinder Leonie und Markus hinzugekommen, die für ihn als Opa und Uropa sein ganzer Stolz waren.

Vor drei Jahren begannen gesundheitliche Probleme. Einige Male musste er in dieser Zeit nach Weiden ins Krankenhaus, zuletzt dann noch nach Oberviechtach. Sein Wunsch, nach Hause geholt zu werden und daheim zu sterben, ging in Erfüllung. Er erhielt auch noch die Krankensalbung. "Am Sonntag, 28. Juni, ging sein langer irdischer Lebensweg mit gesegneten 95 Jahren zu Ende", sagte Pfarrer Klösel. Nach dem Gottesdienst ging es mit der Eslarner Blasmusik mit den Angehörigen und Trauergästen zum Friedhof gezogen. Dort betete der Seelsorger für den Verstorbenen.

Auch die Feuerwehr Tröbes nahm Abschied von ihrem Kameraden Georg Frischholz durch den Vorsitzenden Jonas Rom. Mit dem „Schouster Schorsch“ (Hausname) verlieren wir nicht nur ein Mitglied unserer Feuerwehr, sondern auch ein Stück Tröbeser Geschichte, führte Rom aus. Er trat in seinem 18. Lebensjahr der Feuerwehr Tröbes bei. Somit gehörte er seit über 77 Jahren der Feuerwehr an. Über Generationen hinweg blieb er dem Verein verbunden und war ein stilles Mitglied. Als „Schouster Schorsch“ war er im Dorf bekannt und allen vertraut und nicht wegzudenken. Menschen wie er prägen ein Dorf, oft leise, aber dauerhaft. Und wenn sie gehen, merkt man erst recht, welchen Platz sie eingenommen haben, so Rom.

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