21.08.2018 - 10:08 Uhr
Tröbes bei MoosbachOberpfalz

Ein Hauch von Kongo in Tröbes

Die Bevölkerung liebt ihren Missionar Ferdinand Bodensteiner. Nun war der Pater wieder einmal auf Heimaturlaub.

Sehr bewegungsfreudig ging es beim Gottesdienst mit Pater Ferdinand aus dem Kongo mit afrikanischen Liedern durch die Gruppe "Taktvoll" unter der Leitung von Martina Irlbacher zu. Sie verbreiteten eine besondere Atmosphäre.
von Peter GarreissProfil

Einen sehr lebendigen Gottesdienst mit afrikanischen Liedern und ausdrucksstarken Bewegungen erlebten die Besucher am Sonntag um 8.30 Uhr in der Filialkirche in Tröbes. Das Gotteshaus war überfüllt und der Gesang hallte durchs Kirchenschiff und verbreitete eine besondere Atmosphäre. Kein Wunder, denn der in Tröbes geborene Kongo-Missionar Pater Ferdinand Bodensteiner hatte endlich wieder einmal Heimaturlaub. Die Bevölkerung liebt ihren „Räisl“, wie er im Volksmund genannt wird.

Pater Ferdinand begrüßte die Gläubigen in der Sprache des Landes, in dem er nun schon seit fast 50 Jahren für die Ärmsten der Armen wirkt. „Ehre, Ehre sei Gott in der Höhe“, erschallte es zu Beginn des Gottesdienstes durch die Bläser ganz festlich. Die Gesangsgruppe "Taktvoll" hatte kongolesische Lieder mit dem Pater einstudiert und ging dabei mit rhythmischen Bewegungen mit. Schließlich waren schon einige Mitglieder der Gruppe im Kongo zu Gast. Begleitet wurden die Lieder von Karl Beugler an der E-Orgel, Jakob Rom an der Gitarre, Claudia Schmid mit Flöten und Bernhard mit Trommeln. Mädchen und Buben standen um den Altar und machten die Bewegungen und Klatschen mit. Nach dem „Ehre sei Gott in der Höhe“, „Nkembo“ auf kongolesisch hielt der Pater eine eindrucksvolle Predigt. Er glaube nicht, dass er zufällig im Kongo gelandet sei und hält das für eine Fügung Gottes. Nicht glücklich äußerte er sich über den beim letzten Konzil entwickelte Formel „Gehet hin in Frieden“. Vorher hieß es „Geht als Gesandte. Setzt das um, was ihre gehört und gesagt habt. Geht mit Jesus mit seiner ganzen Konsequenz“. So verstehe er seinen Auftrag. „Jesus“ war übrigens auch der Mittelpunkt seiner Predigt. „Wenn ihr mich auch umbringt, ich liebe euch“, rief Jesus den Menschen zu. Wer Jesus nicht braucht, geht ein ganzes Leben lang an ihm vorbei, mahnte der Pater. Wer Jesus liebt, dem kann nichts passieren. Er rief auch dazu auf, über den Tellerrand zu schauen und nicht nur darauf zu achten, dass die Teller immer prall gefüllt sind.

Mit einem herzlichen Vergelt´s Gott dankte der Missionar für die Spenden über die „Missionsbrücke“, die ihm die Arbeit im Kongo etwas leichter mache. Er freute sich auch über die in diesem Jahr erfolgte Gründung des Vereins „Missionsbrücke Moosbach-Ndendule“. „Es ist halt noch alles gut bei euch“ und es mache Spaß“. Friede in der Welt komme aber nur durch den einzelnen Menschen, gab Pater Ferdinand zu bedenken. Die Ministranten machten eine Gabenprozession. Die Singgruppe hatte noch so manches Lied auf Lager. So den Friedensgruß (Talani), die Fürbitten (Osenga), die Gabenbereitung (Tate e), den Sanctus (Mosantu) und die Kommunion (Kumbaya, Mokonzi). Gemeinsam beteten die Gläubigen das Vater unser in kongolesisch (Tata wa biso). Michael Beugler trug die Lesung und die Fürbitten wurden von Kirchenbesucher vorgetragen sowie von Gabi Hagn („Am heutigen Tag sind wir mit unseren Freunden im Kongo ganz verbunden“).

„Gott schütze Afrika“ (Nzambe obenisa Africa) sangen am Ende alle und mit der Bayernhymne begleitet von den Bläsern ging der sehr eindrucksvolle und lebendige Gottesdienst zu Ende und es gab viel Beifall.

Sehr bewegungsfreudig ging es beim Gottesdienst mit Pater Ferdinand aus dem Kongo mit afrikanischen Liedern durch die Gruppe Taktvoll unter der Leitung von Martina Irlbacher zu. Sie verbreiteten eine besondere Atmosphäre.
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