23.07.2020 - 13:23 Uhr
Ullersberg bei UrsensollenOberpfalz

Lagerhalle bei Ursensollen ausgebrannt

In der Nacht auf Donnerstag brannte eine landwirtschaftliche Lagerhalle in Ullersberg bei Ursensollen (Amberg-Sulzbach) vollständig aus. Weder Menschen noch Tiere kamen zu Schaden. Einsatzleiter Alex Graf spricht von einer "Punktlandung".

von Miriam Wittich Kontakt Profil

Aus bisher ungeklärter Ursache kam es am Mittwochabend auf einem landwirtschaftlichen Anwesen im Ortsteil Ullersberg der Gemeinde Ursensollen zu einem Feuer. Eine etwa 72 mal 22 Meter große Halle brannte. Darin waren landwirtschaftliche Maschinen, Futtermittel sowie Heu und Stroh eingelagert, berichtet die Polizei. Weiterhin war auf dem Dach eine Photovoltaikanlage verbaut.

Um kurz nach 23 Uhr war bei den Feuerwehren die Alarmierung eingegangen. Als die Einsatzkräfte wenig später bei dem großen Bauernhof eintrafen, stand die Halle bereits in Vollbrand, schildert Einsatzleiter Alexander Graf von der Ursensollener Wehr. Sie sei nicht mehr zu retten gewesen und brannte komplett nieder. Wichtigste Aufgabe der Feuerwehrleute war es, den angrenzenden Stall mit etwa 800 Rindern, das Wohnhaus und eine Biogasanlage zu schützen.

"Ich muss ein ganz großes Lob an die Feuerwehren aussprechen", sagt Kreisbrandmeister Graf am Donnerstag. "Das war eine Punktlandung." Die Einsatzkräfte verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf die Gebäude neben der brennenden Halle. "Der Stall konnte in letzter Minute gehalten werden", erklärt Graf. Und das nur, weil bei den Feuerwehrleuten "jeder Handgriff saß". Graf ist überzeugt: "Das war ein perfektes Zusammenspiel. Sonst wäre das ganz anders ausgegangen."

Das war ein perfektes Zusammenspiel. Sonst wäre das ganz anders ausgegangen.

Einsatzleiter Kreisbrandmeister Alexander Graf

Etwa 130 Aktive der Feuerwehren Ursensollen, Hohenkemnath, Gailoh, Traßlberg, Kümmersbruck und Amberg waren im Einsatz. Benachbarte Landwirte brachten zusätzlich Wasser in Güllefässern zur Brandstelle. "Das war eine brutale Unterstützung", sagt Graf. So konnten alle Tiere gerettet werden, lediglich die Außenfassade des Kuhstalls wurde beschädigt. Glücklicherweise kam es auch zu keinem Schaden an Personen. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Sachschaden auf 800.000 Euro.

Die Helfer, die bis in die Morgenstunden im Einsatz waren, wurden noch in der Nacht von der Sondereinsatztruppe Verpflegung mit Würsteln gestärkt, berichtet Graf. Auch das Rote Kreuz stand bereit, um mögliche Verletzte zu versorgen, und ein Fachberater des Technischen Hilfswerks (THW) war für Ratschläge zur Stelle. Für die Gemeindewehren Ursensollen und Hohenkemnath ist der Dienst auch am Donnerstag noch nicht getan. Den ganzen Tag über bleiben sie bei der Brandstelle. "In der Halle waren Erntevorräte gelagert", erzählt Alexander Graf. "Alle Stroh- und Heuballen müssen auf eine Wiese gebracht und dort vollständig abgelöscht werden."

Die Ermittlungen übernahm die Kriminalpolizei Amberg. Am Donnerstag konnten hier auf Nachfrage noch keine Angaben zu einer möglichen Brandursache gemacht werden.

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