25.05.2018 - 21:05 Uhr
Oberpfalz

Umgehung Kirchenthumbach: Verhandlungstermin steht

Auf diesen Termin wartet der Markt Kirchenthumbach seit zweieinhalb Jahren. Das Verwaltungsgericht in Regensburg entscheidet über die Umgehung de Staatsstraße 2120.

Ob es schnell eine Umgehung für Kirchenthumbach gibt, entscheidet sich demnächst in Regensburg
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

(wüw) Das Verwaltungsgericht Regensburg hat den Termin für die Verhandlung um die geplante Umgehung im Nordosten Kirchenthumbachs festgelegt. Am 7. Juni steht der Planfeststellungsbeschluss des Staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach ab 9 Uhr bei den Verwaltungsrichtern auf dem Prüfstand. Geklagt haben drei Anwohner der geplanten Umgehungstrasse. Sie fordern eine Verschiebung der neuen Straße weg von ihren Häusern. Seit zweieinhalb Jahren warten der Markt Kirchenthumbach und seine Bürger auf diese Entscheidung über eine Frage, die den Ort bewegt und gespalten hat.

Die Umgehung soll die Staatsstraße 2120 mit der Bundesstraße 470 verbinden und damit das Kirchenthumbacher Zentrum entlasten. Die Planungen für diese Umfahrung begannen in den 1960er Jahren. Im Oktober 2015 schien die Verwirklichung nahe, nachdem das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach den Planfeststellungsbeschluss vorgelegt hatte.

Dieser sieht eine etwa 900 Meter lange Verbindung von der Kreuzung der Kreisstraße NEW 43 und der Staatsstraße 2120 bis zum Anschluss der bestehenden Staatsstraße an die B 470 im Osten des Marktes vor. Der asphaltierte Bereich der Umgehung soll 6,50 Meter breit werden, die Kreuzung der Staats- mit der NEW 43 soll ein Kreisverkehr ersetzen.

Gegen den Beschluss folgte die Klage der Bewohner des nordöstlichen Ortsrandes. Sie fordern die Umsetzung einer alternativen Route, die von der Wohnbebauung nach Osten abrückt. Eine Prüfung dieser Variante ist im Feststellungsbeschluss des Staatlichen Bauamts enthalten. Demnach würde diese Variante mit 22 776 statt 14 248 Quadratmeter um beinahe 60 Prozent mehr Fläche verbrauchen, höhere Kosten und auch stärkere Eingriffe in die Natur bedeuten, dafür aber die Lärmbelastung für die Anwohner der Lindenstraße von 57,1 auf 52,4 Dezibel absenken.

Gegen die sogenannte Bürgertrasse führte das Bauamt auch die fehlende Bereitschaft der Grundstückeigentümer an, Flächen für die Verlegung abzugeben, auch der Bauausschuss sprach sich demnach dagegen aus. Deshalb geriet auch die Mehrheit des Marktrats um Bürgermeister Jürgen Kürzinger in die Kritik, obwohl der Markt nur indirekt beteiligt ist. Auch beim Prozess am 7. Juni ist der Markt zwar beigeladen, Beklagter ist jedoch der Freistaat Bayern beziehungsweise dessen untergeordnete Stellen Regierung der Oberpfalz und Staatliches Bauamt Amberg-Sulzbach.



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