Unterlind bei Vohenstrauß
16.08.2019 - 10:46 Uhr

Kreuzfest in Unterlind

In der Natur ist die Vielfalt ebenso notwendig wie in unserer Gesellschaft. Die Wahrnehmung, Erforschung und Bewahrung dieses unermesslichen Schatzes ist eine wichtige und schöne Aufgabe. Mariä Himmelfahrt hilft dabei.

Es sind nicht irgendwelche Kränze, die hier in der Abendsonne vor Dekan Alexander Hösl auf dem improvisierten Altar liegen sondern liebevoll gewundene Kräutergebinde, die einen herrlichen Duft beim Kreuzfest in Unterlind verströmten. Bild: dob
Es sind nicht irgendwelche Kränze, die hier in der Abendsonne vor Dekan Alexander Hösl auf dem improvisierten Altar liegen sondern liebevoll gewundene Kräutergebinde, die einen herrlichen Duft beim Kreuzfest in Unterlind verströmten.

Wer beim Kreuzfest in Unterlind teilnahm wurde Zeuge von zauberhaften Momenten und die gibt es wahrlich ganz bestimmt nicht jeden Tag. Die Dorfgemeinschaft hatte wieder alles bestens am Dorfkreuz vorbereitet für die Gäste aus der näheren Umgebung, die sich am Vorabend zum Festtag „Mariä Himmelfahrt“ zum 18. Mal zusammenfanden. Erstmals zur Aufstellung des Dorfkreuzes vor 18 Jahren. Im vergangenen Jahr kam dann nach die unvergessene Glockenweihe und der Glockenturm dazu, die seither ein schmückendes Ensemble in der Dorfmitte bilden. Die Einheimischen nennen das Hochfest zum 15. August „Mariä Himmelfahrt“. Im kirchlichen Kalender steht allerdings dafür „Mariä Aufnahme in den Himmel“, sagte Dekan Alexander Hösl.

Ein bedeutender Unterschied: „Maria gelangt nicht aus eigener Kraft an das Ziel ihres Lebens, sondern weil Jesus Christus sie zu sich aufnimmt.“ Maria habe dazu ihren eigenen Anteil beigetragen, dass sie sich Gott ganz öffnete und ihm vorbehaltlos vertraute. „Wenn wir heute die Gottesmutter Maria feiern, dann wissen wir, wohin man gehört, wo man zu Hause ist, wozu man wirklich lebt und wovon das Leben eigentlich abhängt. Wir gehören zu Gott. Bei Gott ist unser Zuhause. Unser ganzes Leben ist abhängig von ihm und von seinem Willen, zu einem wirklichen Leben, an dem Ort, den wir den Himmel nennen – mit Leib und Seele, mit all dem, was unsere Persönlichkeit ausmacht und bestimmt hat, mit der ganz eigenen Lebensgeschichte, die nur wir auf dieser Erde schreiben konnten.

Mögen wir diese Gewissheit in unseren Herzen bewahren, so wie Maria all das in ihrem eigenen Herzen bewahrte, was sich in ihrem Leben an Erfahrungen und Begegnungen mit Gott ereignet hat“, sagte der Geistliche zu den Gottesdienstteilnehmern, die sich zuvor noch mit duftenden Kränzen und Sträußen eingedeckt hatten, die im Laufe der Feier gesegnet wurden. Auch vor dem Altar steht ein großer liebevoll zusammengestellter Strauß mit duftenden Blumen und Kräutern die den Besuchern in die Nase steigen. „An Maria können wir sehen und erkennen, welche Konsequenz der Glaube hat: Ganz und gar teilzuhaben an der Auferstehung Jesu“, versicherte Dekan Hösl.

Schon Wochen vor dem Ereignis war die große Freude im Dorf zu diesem Festtag zu spüren. Der Dorfplatz wurde gesäubert und für den Gottesdienst vorbereitet. Das Dorfkreuz schmückten Hortensienblüten, die noch einmal an die Hitze des nun bald endenden Sommers erinnerten. Ganze Familien nahmen an diesem Gottesdienst teil. Hans Kopp und Franziska Braun brachten sich als Lektoren ein. Dorfsprecher Alfred Uschold dankte allen Gästen für ihr Kommen und ihre Mitfeier und lud zum anschließenden Dorffest in die benachbarte Meißner-Halle ein. Dort waren längst die Bratwürste in der Pfanne aufgelegt und die Semmeln aufgeschnitten.

Es sind nicht irgendwelche Kränze, die hier in der Abendsonne vor Dekan Alexander Hösl auf dem improvisierten Altar liegen sondern liebevoll gewundene Kräutergebinde, die einen herrlichen Duft beim Kreuzfest in Unterlind verströmten. Es ist die Zeit des Überflusses in der sommerlichen Natur. Bild: dob
Es sind nicht irgendwelche Kränze, die hier in der Abendsonne vor Dekan Alexander Hösl auf dem improvisierten Altar liegen sondern liebevoll gewundene Kräutergebinde, die einen herrlichen Duft beim Kreuzfest in Unterlind verströmten. Es ist die Zeit des Überflusses in der sommerlichen Natur.
 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.