(dob) Zum ersten Mal hat die neu geweihte "Regina coeli", die Königin des Himmels, nun am Vorabend zum Festtag Mariä Himmelfahrt ihren festlichen Klang in den sommerlichen Abendhimmel über das Dorf hinausgeschickt. Die Glocke wird dreimal täglich läuten. Sie wurde beim traditionellen Kreuzfest eingeweiht, an dem auch der neue Dorfplatz von Bürgermeister Andreas Wutzlhofer übergeben wurde.
Aufnahme Mariens in den Himmel, Kräutersegnung, Einweihung, Dorfplatz: "Das alles muss ich unter einen Hut bringen", sagte Bischöflich Geistlicher Rat Pfarrer Alois Scherm am Freialtar. "Gott hat schon immer angeläutet, nicht nur in Unterlind sondern bei jedem von uns, denn Gott hat Interesse an uns und will mit uns ins Gespräch kommen", sagte er. "Das Dorfkreuz will uns mit dem Längsbalken darauf hinweisen, vergiss dein Ziel nicht. Der Querbalken weist uns nach rechts und nach links zu unseren Mitmenschen. Seid gut miteinander, verzeiht euch."
"Wer so wie Maria in Rufweite zu Gott lebt, der kann im Tod nicht untergehen", versicherte Pfarrer Scherm. Deshalb holte Jesus seine Mutter Maria heim zu sich in die Herrlichkeit Gottes. "Die 'Regina coeli' im neuen Turm und vor allem Maria, die Königin des Himmels, ruft uns immer wieder mit dem Gebetläuten zu: Folgt meinem Beispiel, lernt von mir, hört auf mich." Dann wird auch von diesem Platz des himmlischen Friedens Segen und ein gutes Miteinander ausgehen, versicherte der Pfarrer.
Florian Meißner ergriff am Ende der Feier stellvertretend für Dorfsprecher Alfred Uschold das Wort. Der neue Dorfplatz sei nun ein Markenzeichen Unterlinds, auch wenn er zu Diskussionen führte und die eine oder andere Abstimmung nötig machte. Daraus sei jedoch eine Gemeinschaftsleistung erstanden, die das ganze Dorf zusammenbrachte und nun allen zugutekommt. "Der Dorfplatz ist ein Symbol, ein Mittelpunkt für Brauchtum und Kultur für unser Unterlind." 21 Personen erbrachten 313 Arbeitsstunden und außerdem wurden 26 Schlepperstunden aufgewendet, wusste Meißner aufgrund der peniblen Aufzeichnungen von Alfred Uschold.
28 Familien, Personen und Firmen gaben eine Spende für den Glockenturm. Außendienstleiter Karl Frey hatte das Projekt zusammen mit dem Bauhof begleitet. Sicher sei aber, ohne Uschold wäre dieser Glockenturmbau nicht gebaut worden. Nach dem Dank ging es zum Fest in die Meißner-Halle.
Der Dorfplatz ist ein Symbol, ein Mittelpunkt für Brauchtum und Kultur für unser Unterlind.
















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