05.09.2018 - 10:52 Uhr
UrsensollenOberpfalz

34 Künstler im Kubus: Eine Liebeserklärung

34 Künstler aus der Region stellen über 68 Exponate aus. „Das grüne Herz der Oberpfalz“ wird zum Nabel der neun Kommunen des Naturparks Hirschwald. Eine Liebeserklärung im Kubus Ursensollen.

Ein überwältigender Andrang überraschte die Organisatoren der Ausstellung "Das grüne Herz der Oberpfalz".

Von Amberg, Kümmersbruck, Ebermannsdorf und Ensdorf, vorbei an Rieden und Schmidmühlen nach Hohenburg, Kastl und Ursensollen: Diese Gemeinden gehören zum Naturpark Hirschwald. An Vielfältigkeit in aller Hinsicht fehlt es nicht. Ob beflügelte Frühlingsgefühle oder betörende Düfte, das Hoch der Emotionen im Sommer, dem Leben einen Sinn geben; ob das Ende der Erntezeit durch welke Blätter den rauhen Herbst ankündigen oder die Natur im Winter unter einer Schneedecke eine angenehme Stille herbeiruft - die Weiten der Region glänzen mit romantischen Ausblicken.

Genau diese Emotionen lösen die ausstellenden Künstler unter dem Motto "Das grüne Herz der Oberpfalz" im Kubus Ursensollen aus. Zwischen den farbenprächtigen Jahreszeiten hängt ein Hauch von Melancholie. Und wo der Wald im Vordergrund steht, darf das Holz als Kunstobjekt nicht fehlen. Ein Virtuose der Schnitzarbeit ist Michael Pickl aus Kastl. Er signiert mit weichen Kanten das Material regelrecht.

"Flieg" heißt die Dame aus einem Stück Eiche, Bronze und Pigment und misst 170 Zentimeter. Trotz ihres harten Kerns überzeugt sie mit ausgeglichener Weiblichkeit. Freiheit und Unschuld schwingen zwischen den Fasern. Schon allein dieses Werk ist einen Besuch der Ausstellung wert. Die größten Skulpturen, darunter ein drei Meter langes Kreuz, kommen aus der Engelwerkstatt von Franz Nübler aus Ursensollen.

Der Amberger Karl-Heinz Stoiber, der dem Bürgerspitalstiftungs-Wald im vergangenen Jahr ein Denkmal gesetzt hat, bringt einen Adler mit Beute und den Waldgeist nach Ursensollen. Auch Heimatpfleger Josef Schmaußer leistet seinen Beitrag mit - wie sollte es anders sein - einer weisen Eule aus hellem Holz. Kleinere Objekte bietet Christiane Bartl aus Kastl. Zuckersüße Motive entstehen bei ihrer Brandmalerei. Detaillierte Häschen und der Hirsch in allen Lebensphasen sind Hingucker, die auch Platz in der guten Oberpfälzer Stube finden würden.

Ohne bitteren Hinweis auf menschliches Tun funktioniert auch diese Ausstellung nicht: "Die Axt im Walde" von Renate Biehler liefert den Stich ins Herz mit dem Beisatz: "Am Walde hätte die Axt nicht so ein leichtes Spiel, hätte ihr der Wald nicht selbst geliefert den Stiel."

"Der erste Raureif" von Gerd Seidel aus Ensdorf ist Acrylmalerei auf Leinwand und stimmt bereits jetzt auf die bevorstehenden kalten Monate ein. Auch digitale Fotografie kommt nicht zu kurz. Beeindruckend sind die "Kohlmeise", festgehalten im Flug von Georg Birner, oder "Die grüne Lunge im Hirschwald" von Hans Yberle.

Es ist jedoch Hans-Georg Hierl aus Ebermannsdorf, der dem Motto eine plastische Malerei verpasst: Durch ihn schlägt "Das grüne Herz der Oberpfalz" im Kubus. Malerei, Fotografie und Bildhauerei sind hier noch bis Sonntag, 9. September, ausgestellt und geben Auskunft über namhafte Künstler, deren Werke eine Liebeserklärung an die Region sind.

"Das grüne Herz der Oberpfalz", hier dargestellt von Hans-Georg Hierl aus Ebermannsdorf, ist auch Thema der Ausstellung in Ursensollen, initiiert vom Verein Naturpark Hirschwald.

Ein überwältigender Andrang überraschte die Organisatoren der Ausstellung "Das grüne Herz der Oberpfalz".

"Rote Hose" von Michael Pickl.

"Der erste Raureif" von Gerd Seidel.

"Der Hirsch in seinen unterschiedlichen Lebensphasen" von Christiane Bartl.

"Adler mit Beute" von Karl-Heinz Stoiber.

"Tagesbeginn" von Isabelle Prüfling.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp