23.10.2019 - 10:22 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Feuerwehren proben für den Ernstfall

Bei der Aktionswoche des Landesfeuerwehrverbandes Bayern proben die Feuerwehren im Herbst Flächendeckend ihre Schlagkraft für den Ernstfall. So auch am vergangenen Wochenende in der Gemeinde Ursensollen.

Begleitet von den Führungskräften des Landkreises Amberg-Sulzbach erläuterte Kommandant Richard Trummer (Dritter von links, FFW Zant) die Einsatzlage.
von Externer BeitragProfil

Die Zusammenarbeit verschiedener Feuerwehren, Erkenntnisse über Objekte, Örtlichkeiten, Löschwasser sowie die entsprechende Öffentlichkeitsarbeit stehen dabei im Mittelpunkt, heißt es in einer Pressemitteilung der Feuerwehr. „Großbrand Agrarhandel Bock in Zant, Personen verletzt“ schrillte es gegen 13.30 Uhr aus den Alarmpiepern der sechs Ortsfeuerwehren und rief die Wehrmänner und Frauen mit den örtlichen Sirenen in ihre Gerätehäuser. Feuer in einem Agrarhandel lies nichts Gutes erahnen. Verschiedene gelagerte Stoffe, Getreide, Maschinen und Betriebsstoffe bieten genug Nahrung für ein verheerendes Feuer. Grund genug alle Kräfte mobil zu machen.

Die ersteintreffenden Feuerwehr Zant fand, so wurde angenommen, eine im westlichen Bereich des Betriebes stehende Lagerhalle im Vollbrand vor. Angestellte wurden bei Löschversuchen verletzt und erlitten Rauchgasvergiftungen. Um die angrenzenden Gebäude im nördlichen Bereich zu schützen wurde vom örtlichen Hydranten DN 80 eine Riegelstellung mittels drei C-Rohren errichtet. Der Kommandant der Feuerwehr Zant, Richard Trummer, koordinierte als Einsatzleiter die im Minutentakt eintreffenden Feuerwehren der Gemeinde. Die Aktiven der Helfer vor Ort (HvO) Ursensollen, die ebenfalls zur Einsatzstelle eilten, versorgten die Verletzten Personen. Vom unterirdischen Löschwasserbehälter der Firma Bock konnte durch die Hausener Wehr ein weiterer Löschangriff über Tragkraftspritze sowie zwei C-Rohren und einem B-Rohr vorgenommen werden.

Mit Hilfe des MLF und dem daran mitgeführten 500-Meter-Schlauchanhänger der FFW Ursensollen wurde zur endgültigen Sicherung der Löschwasserversorgung von der Förderleitung „Hochbehälter Zant“, DN 125, eine 440 Meter lange B-Leitung verlegt. Unterstützt wurden die Ursensollener dabei durch die Tragkraftspritzen der Wehren aus Hohenkemnath und Garsdorf, die zur Druckerhöhung, es musste ein Höhenunterschied von fast 30 Metern überwunden werden, in die B-Leitung gesetzt wurden.

Die Brandbekämpfung direkt am Objekt wurde von HLF 20 und LF 8/6 mit schweren Atemschutz der Wehren Ursensollen und Hohenkemnath vorgenommen. Die Feuerwehrmänner der Wehr Thonhausen unterstützten mit Schlauchmaterial und stellten die Reservepumpe für den Fall eines Ausfalls einer Tragkraftspritze.

Die Beobachter, Kreisbrandinspektor Hubert Blödt, Kreisbrandmeister Alex Graf und Bürgermeister Franz Mädler, überzeugten sich vom zügigen und sicheren Arbeiten an der fiktiven Einsatzstelle. Hand in Hand konnten die rund 50 Feuerwehrleute der Gemeinde Ursensollen der gestellten Lage Herr werden .

In der Nachbesprechung verwies KBI Blödt auf die Notwendigkeit solcher Übungen. "Durch diese", so Blödt", "gewinnt man Erkenntnisse zur Örtlichkeit und zu den Löschwasserverhältnissen für den Ernstfall". KBM Alex Graf gab in seiner Funktion als Wasserwart des WZV Hohenkemnather Gruppe einen kurzen Abriss der hydraulischen Verhältnisse im örtlichen Wasser Versorgungsnetz.

Bürgermeister und Chef der Gemeindewehren, Franz Mädler, drückte seinen Dank für den stets geleisteten Einsatz, am Bürger aus. „Gut, dass es Euch gibt“ war die klare Ansage des Rathauschefs. Im Anschluss lud die Gemeinde Ursensollen ihre Aktiven zu einer Brotzeit ein.

Über B-Versorgungsleitungen wurde die Löschwasserversorgung zum Brandobjekt sichergestellt.
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