20.01.2020 - 10:37 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Füracker in Ursensollen: "Ehrenamtliche stärker unterstützen"

CSU-Bürgermeisterkandidat Achim Kuchenbecker will das Ehrenamt noch stärker fördern. Es hat auch für Staatsminister Albert Füracker einen hohen Stellenwert, sagte er in Ursensollen.

Mit einer Einladung von Vereinsvertretern ins Atrium der Mittelschule wollten die CSU-Ortsverbände Ursensollen, Hohenkemnath und Hausen die von ihnen propagierte Förderung der Vereine und des Ehrenamts unterstreichen.
von uscProfil

Immerhin habe die Staatsregierung einen eigenen Ehrenamtsbeauftragten und die Ehrenamtskarte eingeführt. Die Vereinskultur bildet in den Augen von Achim Kuchenbecker das Fundament des sozialen Miteinanders in seiner Gemeinde. Er wolle wieder das Interesse am Ehrenamt wecken, fördern und vor allem wertschätzen, betonte er bei einem Empfang im Atrium der Mittelschule, zu dem etliche Mandatsträger gekommen waren.

„Freiwillige, ehrenamtlich tätige Mitbürger bieten uns und unseren Kindern Anlaufstellen und die Möglichkeit zum gesellschaftlichen Austausch“, sagte Kuchenbecker. „Ihnen müssen wir mehr Unterstützung zukommen lassen“, stellte der Bürgermeisterkandidat fest. Eine Wertschätzung des Ehrenamts wäre für Kuchenbecker etwa die Beschaffung eines Einsatzfahrzeugs für die Ursensollener Helfer vor Ort. Diese haben nach seinen Angaben seit 2010 über 1000 Einsätze im Gemeindegebiet geleistet, davon im vergangenen Jahr 171, immer unterwegs mit eigenen Autos, ohne Blaulicht und ohne Absicherung, teilweise sogar auf der Autobahn. „Deren Sicherheit muss an erster Stelle stehen und unsere eigene Sicherheit muss uns das auch wert sein“, forderte der Kandidat. Ein Zeichen für Bildung und Ehrenamt habe die Gemeinde mit 800 000 Euro Förderung für die Volkssternwarte gesetzt. 1,5 Millionen Euro habe der Freistaat dazu gegeben.

Kuchenbecker berichtete auch vom Ergebnis eines Vereins-Forums, zu dem er kürzlich die Vorsitzenden eingeladen hatte. Es sei erstaunlich, mit welchen Problemen diese Verantwortungsträger oft zu kämpfen hätten, resümierte Kuchenbecker. Deshalb sehe er es als Pflicht, alles zu unternehmen, um die Förderrichtlinien der Gemeinde an diesen tatsächlichen Bedürfnissen auszurichten, selbst wenn dafür einiges neu gestaltet werden müsse. „Die Förderrichtlinien wollen wir neu auflegen und deutlich mehr Finanzmittel , aber auch Unterstützung in der administrativen Arbeit zur Verfügung zu stellen“, kündigte der Redner an.

Für Finanz- und Heimatminister Albert Füracker braucht es Ehrenamtliche und Freiwillige, damit ein Zusammenleben stattfinden kann. Es gebe aber auch Menschen, die sich zurückziehen und anschauen, was die anderen falsch machen. Ohne ehrenamtliches Engagement könne der Staat seine Aufgaben nicht erfüllen. "Ehrenamtliche müssten aber umgekehrt das Gefühl haben, dass sie einen wichtigen Beitrag leisten", sagte Füracker.

Feuerwehren, Obst- und Gartenbauvereine, Chöre oder Musikgruppen seien ein Beweis dafür, dass das Ehrenamt bei uns funktioniert. Immer größere Bedeutung gewinne das Ehrenamt im sozial-karitativen Bereich, etwa auch beim Besuchsdienst für alte Menschen. „Im sozialen Ehrenamt ist noch unglaublich viel möglich“, betonte Füracker.

Füracker versicherte in seiner Eigenschaft als Finanzminister, dass man den Vereinen bei Veranstaltungen mit bürokratischen Hürden das Leben nicht unnötig schwer machen wolle. So habe man auch steuerlich was für die Unterstützung der Vereine getan. Man vergesse aber oft, dass es auch in der Politik das wichtige Ehrenamt gebe. Es erhält nach Meinung Fürackers oft nicht die verdiente Wertschätzung. Es sei großartig, wenn man sich für die Kommune engagiere. Dies sei ein wichtiger Beitrag zur Gestaltung unserer Demokratie. "Menschen, die sich vor Ort als Gemeinderäte engagieren, verdienten die gleiche Anerkennung wie die Politiker in der großen Politik."

Andreas Otterbein brachte einen großen Geschenkkorb auf die Bühne, mit dem sich Achim Kuchenbecker bei Albert Füracker bedankte.
Minister Albert Füracker sprach bei der CSU Ursensollen.

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