10.10.2018 - 16:29 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Wo nur wenige Zutritt haben

Es ist eine einmalige Region auf dieser Welt - Weltnatur- und -kulturerbe in Kombinationen, von denen es so weltweit gerade 14 gibt: die Mönchsrepublik auf der griechischen Halbinsel Athos. Franz Mädler war dort bereits dreimal zu Gast.

Franz Mädler präsentiert „Athos – Zwischen Erde und Himmel“ in einem Multivisionsvortrag im Kubus in Ursensollen.
von Andreas Brückmann (brü)Profil

Es ist ein Ort, zu dem pro Tag höchstens zehn nichtorthodoxe Besucher Zutritt erhalten. Bilder, die Mädler dort gemacht hat, präsentiert er am Freitagabend im Kubus in seiner Multivisionsshow "Athos - Zwischen Erde und Himmel". Die Redaktion wollte mehr darüber wissen:

ONETZ: Herr Mädler, was ist für Sie das Faszinierende an dieser Region?

Franz Mädler: Es ist ein Ort, zu dem pro Tag höchstens zehn nichtorthodoxe Besucher Zutritt erhalten. Bilder, die Mädler dort gemacht hat, präsentiert er am Freitagabend im Kubus in seiner Multivisionsshow "Athos - Zwischen Erde und Himmel". Die Redaktion wollte mehr darüber wissen:Es ist ein Ort voller Geschichte - als 500 vor Christus die persische Flotte am Berg Athos zerschellte, die Schlacht von Marathon dann stattfand. Und vor allem ist es das mystische Zentrum der gesamten Orthodoxie. Aus der Geschichte heraus haben sich auf der 50 Kilometer langen und zehn Kilometer breiten Halbinsel 20 Großklöster und viele kleine Klöster entwickelt, wobei der Zutritt Frauen komplett verwehrt wird. Auch wird pro Tag nur zehn Nichtorthodoxen der Besuch gestattet. Daher ist es schon etwas Besonderes, wenn einem der Zutritt gewährt wird.

ONETZ: Sie hatten das Glück, die Region bereits zum dritten Mal besuchen zu können...

Franz Mädler: Vor fast genau 30 Jahren, 1988, war ich das erste Mal in der Region zu Besuch. Schon damals hat sie mich tief beeindruckt. Man lebt in einer anderen Welt, denkt sehr, sehr viel nach, wird ein Stück gelassener und weiß wieder, das was wirklich wichtig ist, richtig einzuschätzen. Bei meinem zweiten Besuch 1989 haben wir dann das erst Mal den Athos bestiegen - eine Anstrengung, von null auf über 2000 Meter über dem Meeresspiegel, die mit dem Besuch der auf dem Gipfel stehenden Marienkapelle belohnt wird. Im vergangenen Jahr nutzte ich nochmals die Chance, mit einem befreundeten Griechen auf die Insel zu gelangen.

ONETZ: Dieser erwies sich dann als unerwarteter Toröffner, für einen in Kürze anstehenden weiteren Besuch in der Region...

Franz Mädler: Richtig. Im vergangenen Jahr habe ich einen deutschen Mönch kennengelernt, der im Kloster Simonos Petras für die Technik zuständig ist. Darunter fällt auch das Feuerwehrwesen. Die Feuerwehr Ursensollen hat sich ja in diesem Jahr ein neues Einsatzfahrzeug angeschafft. Und das alte haben wir nun an das Kloster verkauft. In der kommenden Woche werden drei Ursensollener Feuerwehrleute zusammen mit Kreisbrandrat Fredi Weiß und 3. Bürgermeister Josef Schmaußer das Fahrzeug auf die Halbinsel überführen, und wir werden es dann am Freitag in einer Woche dem Kloster gemeinsam übergeben.

ONETZ: Daher dient Ihr Vortrag nicht nur dazu, beeindruckende Einblicke in die Region zu vermitteln, sondern auch gemeinnützigen Zwecken?

Franz Mädler: Richtig. Die Einnahmen werden dazu verwendet, zum einen die Überführungskosten des Feuerwehrautos nach Griechenland zu decken, zum anderen gehen alle restlichen Eintrittsgelder an die von Schwester Gregoria aus Edelsfeld geleitete Mission in Südafrika.

Fotografie eines Gemädles der Halbinsel Athos mit den Klöstern.

Info:

In einer Multivisionsshow präsentiert Franz Mädler am Freitag, 12. Oktober, um 19.30 Uhr im Kubus in Ursensollen „Athos – Zwischen Erde und Himmel“. Einlass ist ab 19 Uhr. Der Eintritt kostet zehn Euro im Vorverkauf und zwölf an der Abendkasse. Karten sind im Rathaus Ursensollen, im Internet und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

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