05.12.2018 - 14:29 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Obst- und Gartenbauverein Ursensollen findet keinen neuen Vorstand

Dass dies nicht einfach werden würde, ist schon vorher klar. Gespräche mit potenziellen Kandidaten verlaufen ergebnislos. So kommt es wie es kommen muss: Der Obst- und Gartenbauverein Ursensollen steht vorerst ohne Vorstand da.

Vorsitzende Annette Wenkmann (links) und ihre Stellvertreterin Manuela Popp (rechts) ehren langjährige Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Ursensollen.
von Autor SNNProfil

Bei der Jahreshauptversammlung zieht Vorsitzende Annette Wenkmann ein positives Resümee über das vergangene Jahr und die Finanzen des 121 Mitglieder zählenden und mehr als 80 Jahre alten Vereins. Von den vielfältigen Aktionen erwähnte sie besonders die Pflanzenbörse, die sich in den vergangenen acht Jahren zu einem Publikumsmagnet für Gartler aus der ganzen Umgebung entwickelt habe. Als großen Erfolg wertete sie auch die Beteiligung am Ferienprogramm der Gemeinde und die Busfahrt zur Landesgartenschau nach Würzburg. Heuer noch sei eine Theaterfahrt geplant.

Weiter berichtet sie, dass es als Folge der Jahrhundert-Ernte beim Obst die vereinseigene Mosterei sehr viel zu tun gehabt habe: "Sowohl der Mensch als auch die Geräte sind an ihre Grenzen gestoßen." Die Mitgliederversammlung honorierte dieses Engagement des Press-Teams mit großem Applaus. Wenkmann bedankte sich bei allen Mitgliedern für den Blumenschmuck an den Häusern und in den Gärten mit einem Blumengeschenk.

Bürgermeister Franz Mädler gab einen kurzen Rückblick auf die Spuren, die der Obst- und Gartenbauverein in der Gemeinde Ursensollen hinterlassen hat. Demnach seien mit Unterstützung des Vereins etwa der Brunnen vor der Schule, die Mosterei, der Artenschutzturm in Hohenkemnath oder die Baumallee zwischen Ursensollen und Hohenkemnath geschaffen worden. „Ohne euren Verein würde Ursensollen anders aussehen, vieles würde es nicht geben“, betonte Mädler. Außerdem verbinde der Verein Menschen in allen Gemeindeteilen - "eine sehr wertvolle Aufgabe, die hier geleistet wird“.

In der Diskussion stellte sich heraus, dass es weder im Vorfeld noch bei der Mitgliederversammlung selbst möglich war, Kandidaten für die Posten des Ersten und des Zweiten Vorsitzenden zu finden. Annette Wenkmann und Manuela Popp kandidierten nach zwölf beziehungsweise acht Jahren nicht mehr für diese Ämter. Somit konnten die Neuwahlen stattfinden. Die Satzung schreibt für einen solchen Fall vor, dass die Vorstandsmitglieder kommissarisch im Amt bleiben. Im Frühjahr wird dann ein neuer Versuch gestartet, eine Vereinsführung zu installieren. Bis dahin finden keine Aktionen statt.

Langjährige Mitglieder wurden geehrt:

für 50 Jahre: Franz Wittmann

für 40 Jahre: Erna Dzalakowski, Maria Holler, Resi Koller, Anni Neger, Ute Schatz, Hermann Schmaußer, Franziska Staudte, Franz Stiegler, Hildegard Strobl und Kuni Weizer.

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