16.06.2019 - 16:02 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Rekruten treten in Ursensollen zum Gelöbnis an

Zehn Rekruten des Logistikbataillons 472 sind zu einem besonderen Anlass nach Ursensollen gekommen: Sie leisteten feierlich ihr Gelöbnis. Und blickten auf ihre Grundausbildung zurück.

Matrosin Lena Frank (rechts) meldet dem Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Sebastian Erbe, die angetretenen Rekruten.
von Paul BöhmProfil
Aus dem Heer, der Luftwaffe und der Marine kommen die jungenSoldaten, die in Ursensollen vereidigt wurden.

(bö) Neben vielen geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und anderen Teilen des öffentlichen Lebens, tragen vor allem die Eltern, Angehörige und Freunde zum feierlichen Rahmen des Gelöbnisses im Kubus in Ursensollen bei. Die jungen Frauen und Männer stammen aus dem gesamten Bundesgebiet. Die musikalische Gestaltung der Feierstunde übernahm ein Bläserquartett des Heeresmusikkorps aus Veitshöchheim unter der Leitung von Hauptfeldwebel André Müller.

Oberstleutnant Sebastian Erbe, Kommandeur des Logistikbataillons 472, ging auf das Einsatzgebiet der Bundeswehr ein: Derzeit leisteten etwa 3000 Soldaten ihren vier bis sechs Monate dauernden Dienst in zwölf unterschiedlichen Einsatzgebieten. "Im Jahr 2002 waren es etwa dreimal so viele", führte er aus. Das zahlenmäßig größte Kontingent sei nach wie vor in Afghanistan. Aber auch in Mali und im Irak nehmen Soldaten der Bundeswehr an landgebundenen Einsätzen im Rahmen der Nato, der Vereinten Nationen, der Europäischen Union und der Anti-IS-Koalition teil. Aktuell seien 103 Soldaten des Bataillons in Masar-e-Sharif in Afghanistan. Zudem seien Einzelpersonen im Kosovo und in Jordanien. Aus Mali und dem Irak seien die Soldaten inzwischen gesund zurückgekehrt. Unter all diesen Aspekten sei es nicht selbstverständlich, dass sich junge Menschen für die Bundeswehr als Arbeitgeber entscheiden.

Landrat Richard Reisinger sagte zu den Rekruten, sie "leisten für uns alle einen lebenswichtigen Dienst und setzen sich für menschliche Grundwerte ein, die in vielen Ländern oft mit Füßen getreten werden". Ursensollen pflege mit der 3. Kompanie eine hervorragende Verbindung, sagte Bürgermeister Franz Mädler über die Patenschaft. "Unsere Gemeinde steht hinter der Bundeswehr und ihrem demokratischen Auftrag, hinter ihren Zielen, aus Sympathie, aber vor allem aus Überzeugung." Auf den soldatischen Werdegang ging als Rekruten-Sprecherin Matrosin Lena Frank ein. "Wir haben in der Schweppermannkaserne die wohl wichtigste Lektion des Soldatentums, die Freundschaft, gefunden, und wir werden diese Freundschaft pflegen." Sie ging auf den Basis-Fitness-Test, die Einfügung in die neue Gemeinschaft, das Lernen der Dienstgrade, Material- und Gesetzeskunde bis hin zur Beachtung umfassender Leitlinien zur persönlichen Lebensgestaltung ein.

Dankbar zeigte sie sich gegenüber Major Wolfgang Tauschke. Er habe den Rekruten immer wieder vor Augen geführt, "dass alles hier Erlernte nicht nur für die Bundeswehr von Nöten ist, sondern viel mehr für die individuelle Entfaltung und Entwicklung der eigenen Persönlichkeit".

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