09.02.2020 - 12:44 Uhr
UrsensollenOberpfalz

Im Schnitt jeden zweiten Tag ein Einsatz für die Helfer vor Ort

Auf ein ereignisreiches Jahr blicken die Ursensollener Helfer vor Ort bei ihrem Jahrestreffen des Fördervereins zurück. Im Schnitt wurden die Ehrenamtlichen jeden zweiten Tag um Hilfe gerufen.

Vorsitzender Marco Preißler und seine Vorstandskolleginnen Corinna Eisner sowie Kassier Anna-Maria Sperber berichten von einem ereignisreichen Jahr für die Helfer vor Ort.
von Florian Schlegel (egl)Profil

Vorsitzender Marco Preißler stellte fest: "Die Übungen und gemeinsamen Ausbildungen mit den Ortsfeuerwehren in der Gemeinde machen sich bezahlt." Die Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen BRK, Feuerwehr und den hauptamtlichen Mitarbeitern der umliegenden Rettungswachen funktioniere im Einsatzfall hervorragend.

"Beeindruckend ist nach wie vor die Unterstützung unserer Arbeit durch Spenden von Firmen und Privatpersonen", resümierte Preißler. Für die Initiative würden Spendenaktionen organisiert -wie Anfang des Jahres von der Familie Gehr aus Ursensollen und der Bäckerei Wenkmann aus Hohenkemnath. Auch bekämen die Ersthelfer manchmal Anrufe und Briefe, in denen sich Betroffene auf herzlichste für die Hilfe bedanken. "Das ist für uns ebenfalls eine schöne Anerkennung und bestärkt uns in unserer Arbeit."

Anna-Maria Sperber gab in der Funktion als Kassier einen Überblick über die Ein- und Ausgaben des Fördervereins. Die Beiträge sowie die Spenden würden nur für Aus- und Weiterbildungen sowie für Ausrüstung der aktiven Ersthelfer verwendet, erklärte Sperber. "Der Verein hat ein gutes finanzielles Polster."

Preißler freute sich, dass mit Saskia Landgraf aus Ursensollen, Theresa Gehr aus Hausen, Gabi Köper aus Ursensollen und Verena Fleischmann aus der Ortschaft Zant vier weitere aktive Mitglieder gewonnen werden konnten.

Dringend benötigt: ein Einsatzfahrzeug für die Helfer

Ursensollen

Sie sind zum Teil noch in der Ausbildung und werden nach und nach in den Dienst integriert. "Somit können wir auf zwölf aktive Ersthelfer aus der Gemeinde zurückgreifen." Alle Mitglieder seien sowohl bei den Ortsfeuerwehren wie auch dem BRK aktiv und leisteten hier ehrenamtlich Dienst. 2019 wurden die Helfer vor Ort aus Ursensollen zu insgesamt 181 Einsätzen alarmiert. Von diesen Alarmierungen sei man 171 Einsätze gefahren.

"Die nicht gefahrenen Einsätze sind dem geschuldet, dass wir diesen Dienst ehrenamtlich und unentgeltlich leisten und die aktiven Mitglieder beruflich oder privat verhindert waren." Konkret heißt das: Im Schnitt wurden die Helfer jeden zweiten Tag alarmiert

Stichwort: Einsatzfahrzeug:

Die Ursensollener Gruppe verfügt noch nicht über ein eigenes Einsatzfahrzeug. Vorsitzender Marco Preißler: „Es laufen Planungen dazu.“ Derzeit fahren die Ehrenamtlichen mit ihrem Privatwagen zu den Einsätzen, was sich auf der Bundesstraße, den Kreisstraßen und teilweise der Autobahn immer wieder als problematisch und aus Sicherheitsgründen schwierig erweist. „Wir haben keine Möglichkeit, eine Unfallstelle abzusichern und gefährden uns dadurch selbst.“ Eine Warnblinkanlage eines Privatwagens werde vom fließenden Verkehr bei nächtlichen Einsätzen schlecht wahrgenommen.

Der Förderverein will den Helfern vor Ort das Fahrzeug beschaffen. „Einen Antrag, dass wir von der Gemeinde Ursensollen ein Fahrzeug bezahlt bekommen wollen, gab es nie und ist so auch nicht geplant“, betont Preißler. Es ist eine Kooperation von BRK-Kreisverband und örtlicher Feuerwehr geplant. Um die Unterhaltskosten für ein Einsatzfahrzeug zu decken, wurde ein Antrag an den Gemeinderat Ursensollen gestellt, der eine Integration in die Feuerwehr beinhaltet, da sich hieraus viele Synergieeffekte ergeben würden – gleichzeitig der Gemeinde aber keine Zusatzkosten entstünden. Ein weiterer Antrag beinhaltet, dass – sollte vom Förderverein ein Fahrzeug angeschafft werden – dieses als Einsatzfahrzeug der Feuerwehr in Betrieb genommen wird und der Unterhalt von der Gemeinde übernommen wird. Die Kosten für die Ersthelfer – was Ausrüstung und Weiterbildung betrifft –werden weiterhin vom Förderverein gedeckt.

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