21.05.2018 - 22:42 Uhr

Spannendes Finale in der Kreisliga Nord: VfB Mantel muss in die Relegation

Punktgleich, ausgeglichener direkter Vergleich: Spannender als es im direkten Duell um den Klassenerhalt in der Kreisliga Nord zwischen dem SV Anadoluspor und dem VfB Mantel zugeht, ist es kaum mehr möglich.

Als der 2:0-Sieg des SV Anadoluspor gegen den VfB Mantel feststeht, weiß SV-Spielertrainer Akram Abdel-Haq gar nicht, ob das jetzt zum Klassenerhalt genügt, oder ob sein Team in die Relegation muss. "Niemand konnte mir sagen, was nach dem direkten Vergleich zählt", sagte ein aufgewühlter Trainer nach der Partie gegenüber Oberpfalz-Medien. Beide Teams wiesen nach 26 Spieltagen 31 Punkte auf und feierten im Heimspiel jeweils einen 2:0-Erfolg. Somit kam das Torverhältnis zum Tragen, und da war Anadoluspor mit einem Verhältnis von minus sieben gegenüber Mantel (minus 14) im Vorteil. Für den VfB geht es bereits am Donnerstag, 24. Mai, um 18.30 Uhr in Hirschau gegen den SV Köfering (2. Kreisklasse Süd) um den Verbleib in der Kreisliga weiter.

Um den Aufstieg in die Bezirksliga kämpft die Bayernliga-Reserve der SpVgg SV Weiden. Am Samstag, 26. Mai, trifft die Fachtan-Elf beim FC Wernberg auf den TSV Stulln (2. Kreisliga West SAD). Da schonten die Schwarz-Blauen im Derby gegen den FC Weiden-Ost (1:1) schon einige Körner.

SV Anadoluspor 2:0 (1:0) VfB Mantel

Tore: 1:0 (44.) Akram Abdel-Haq, 2:0 (52.) Alexandre Martins Mabi - SR: Johannes Zintl (TSV Reuth) - Zuschauer: 120 - Gelb-Rot: (78.) Murat Kyarov (Anadoluspor)

Punktlandung für die Mannschaft von Spielertrainer Akram Abdel-Haq: Dank des 2:0-Sieges weist der SV Anadoluspor gegenüber dem VfB Mantel das bessere Torverhältnis auf und hält auf direktem Weg die Klasse - bei Punktgleichheit und einem ausgeglichenen direkten Vergleich. Der VfB muss dagegen in die Relegation. Der Spielertrainer war es selbst, der seine Truppe kurz vor der Pause auf die Siegerstraße brachte. Im zweiten Abschnitt versäumte es die Heimelf, mit einem deutlicheren Ergebnis frühzeitig für klarere Verhältnisse zu sorgen. Nach dem Platzverweis gegen Kyarov schwanden zusehends die Kräfte. "Aber das ist alles egal. Wir haben es geschafft und das ist eine Sensation", zeigte sich Abdel-Haq stolz auf seine Mannschaft.

SVSW Kemnath 0:4 (0:1) SV Plößberg

Tore: 0:1 (43.) Martin Giering, 0:2 (62.) Max Weniger, 0:3 (86.) Christoph Schmidkonz, 0:4 (87.) Julian Schön - SR: Jürgen Becher (FC Kirchenlamitz) - Zuschauer: 46

Bei sommerlichen Temperaturen entwickelte sich von Anfang an ein offener Schlagabtausch. Vor allem im ersten Spielabschnitt waren es immer wieder die Mannen um SVSW-Spielführer Knodt, die den Ton angaben und sich mehrere gute Torchancen erarbeiteten, jedoch im Abschluss nicht konsequent waren. Als jedoch die Gäste durch einen sehenswerten Weniger-Freistoß in Führung gingen, tat sich die personell stark dezimierte Heimelf immer schwerer und das Spiel entwickelte sich im weiteren Verlauf immer mehr in Richtung "Sommerkick". Die drei weiteren Treffer für die Plößberger waren die logische Folge.

DJK Ebnath 3:1 (3:0) SV Neusorg

Tore: 1:0 (7.) Alexander Schinner, 2:0 (18./Foulelfmeter) Thomas Schinner, 3:0 (44.) Florian Söllner, 3:1 (53./Foulelfmeter) Patrick Sachs - SR: Stefan Betz (SV Etzenricht) - Zuschauer: 380

Vor einer Rekordkulisse entwickelte sich ein packendes und stets faires Derby. Ebnath hatte den Druck gewinnen zu müssen. Nach einem sehenswerten Spielzug über den Flügel stand Alex Schinner goldrichtig. Als Florian Söllner nur durch Foul gebremst werden konnte, erhöhte Thomas Schinner auf 2:0. Söllner und Vetter vergaben zwei Hundertprozentige, ehe Florian Söllner mit dem Pausenpfiff per Kopf für die vermeintliche Vorentscheidung sorgte. Die Gäste gaben sich nicht geschlagen. Ein berechtigter Strafstoß führte zum Anschluss und die Nerven lagen bei den Einheimischen blank. Der SVN ließ zwei große Möglichkeiten liegen. In der Schlussphase hatte die DJK mehrmals die Vorentscheidung auf dem Fuß, doch blieb es letztlich beim 3:1, was kurioserweise den Sprung auf den 7. Platz bedeutete.

SpVgg SV Weiden II 1:1 (1:1) FC Weiden-Ost

Tore: 1:0 (6.) Chousein Chousein, 1:1 (21.) Florian Stadler - SR: Sebastian Seidl (SV Störnstein) - Zuschauer: 120

(otr) Die SpVgg SV Weiden II musste sich im letzten Meisterschaftsspiel mit einem Unentschieden zufriedengeben. Das 1:1 im Derby gegen den FC Weiden-Ost war die Wiederholung des Hinspielergebnisses, wobei einzuräumen ist, dass die "Ostler" diesmal das engagiertere Team stellten. Die SpVgg SV II war gedanklich wohl schon beim Relegationsspiel am Samstag in Wernberg gegen den TSV Stulln. Dabei begann es recht vielversprechend, denn schon nach sechs Minuten musste Ost-Keeper Roland Frischholz nach einer sehenswerten Aktion von Chousein Chousein den Ball aus dem Netz holen. Weiden-Ost wollte dieses Prestigeduell auf keinen Fall verlieren und glich schnell aus. Florian Stadler traf an seiner früheren Wirkungsstätte mit einem trockenen Flachschuss von der Strafraumgrenze. Die größte Chance zum Siegtreffer für den FC vergab Andreas Heller, dessen Volleyschuss an die Querlatte des SpVgg-SV-Tores klatschte.

DJK Irchenrieth 1:4 (0:3) TSV Erbendorf

Tore: 0:1 (21.) Martin Scheinherr, 0:2 (32./Eigentor) Pascal Pscherer, 0:3 (41.) Tomas Zajicek, 0:4 (53.) Tomas Zajicek, 1:4 (60.) Franz-Josef Birawsky - SR: Matthias Schubert (Neustadt/Kulm) - Zuschauer: 120

(jhä) Mit einer deutlichen Niederlage verabschiedete sich die Heimelf aus der Kreisliga. Die Gäste vom Steinwald waren mit einem Fanbus angereist, um mit der Unterstützung ihrer Anhänger der drohenden Relegation zu entgehen. Von Beginn an waren sie das aktivere Team, für die Tore konnten sie sich aber in erster Linie bei den DJK-Spielern bedanken, die durch individuelle Fehler mithalfen. Dem ersten Tor ging ein Missverständnis der Irchenriether Hintermannschaft voraus, für das 0:2 sorgte man dann komplett selbst. Irchenrieth gestaltete das Spiel zwar weitgehend offen, nach vorne entfaltete die DJK aber keine Durchschlagskraft. Nach dem Wechsel war der Wille zu erkennen, sich mit Anstand aus der Kreisliga zu verabschieden. Franz-Josef Birawsky war es schließlich vorbehalten, den Ehrentreffer zu erzielen.

DJK Weiden 3:1 (1:1) SC Kirchenthumbach

Tore: 0:1 (24.) Julian Lehner, 1:1 (40./Foulelfmeter) Patrick Ott, 2:1 (46.) Sebastian Treml, 3:1 (75.) Pavel Karlicek - SR: Reinhold Schramm (SV Ramsenthal) - Zuschauer: 50 - Gelb-Rot: (42.) Markus Hüttner (DJK)

(asm) Der Heimelf war von Beginn an die Nervosität anzumerken. Abspielfehler und lange Bälle bestimmten das Spiel der DJK. Die Gäste gingen engagiert zu Werke und verdient in Führung. Diese glich Ott per Foulelfmeter aus. Kurz vor der Halbzeit musste Hüttner nach seinem zweiten Foul mit der Ampelkarte vom Feld. Die zweite Halbzeit begann furios. Treml fasste sich ein Herz und schlenzte den Ball aus 25 Metern in den Winkel. Danach spielte die DJK frei auf und Karlicek erhöhte auf 3:1.

SV Grafenwöhr 5:1 (2:0) FC Tremmersdorf

Tore: 1:0 (14.) Markus Kraus, 2:0 (39.) Fabian Weissel, 3:0 (60.) Dominik Zawal, 3:1 (66.) Michael Diepold, 4:1 (80.) Alexander Dobmann, 5:1 (90.) Dominik Zawal - SR: Dieter Sagolla (SV Leutendorf) - Zuschauer: 200

(kmu) Bei sommerlichen Temperaturen entwickelte sich eine gute Kreisliga-Partie, bei der vor allem die Gastgeber mit enormem Offensivdrang agierten. Den ersten gelungenen Angriff netzte Markus Kraus nach starker Vorarbeit von David Dobmann per Kopf zum 1:0 ein. Im weiteren Spielverlauf war die Lang-Elf weiterhin spielbestimmend und erhöhte folgerichtig auf 2:0. Nach erneut starker Vorarbeit von David Dobmann gelang Fabian Weissel das 2:0. Nach der Pause traf zunächst Dominik Zawal per sehenswertem Fernschuss zum 3:0, ehe Michael Diepold für die Gäste verkürzte. Alex Dobmann und erneut der agile Dominik Zawal schraubten das Ergebnis auf 5:1 nach oben und setzten den Schlusspunkt hinter eine grandiose Saison der SV Grafenwöhr.

 
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