05.05.2020 - 10:21 Uhr
VilseckOberpfalz

100 Jahre Vilsecker Stadtratserfahrung scheiden aus

Mit den fünf ausscheidenden Kommunalpolitikern gehen genau 100 Jahre Stadtrat-Erfahrung für Vilseck verloren. Für die engagierte und langjährige Mitarbeit zum Wohl der Stadt und der Bürger dankt Bürgermeister Hans-Martin Schertl.

Die drei Bürgermeister (hinten, von links) Thorsten Grädler, Hans-Martin Schertl und Heinrich Ruppert verabschieden (vorn, von links) die ausscheidenden Vilsecker Stadträte Josef Finster, Hildegard Ringer, Manfred Högl, Karl Trummer und Heinz Krob.
von Redaktion ONETZProfil

Zur letzten Sitzung der Legislaturperiode 2014 bis 2020 traf sich der Stadtrat aufgrund der besonderen Umstände in der Mehrzweckhalle der Schule Vilseck. Für Bürgermeister Schertl waren die sechs zurückliegenden Jahre die erfolgreichste Periode der Stadt Vilseck. Mit Investitionen von fast 42 Millionen Euro im Vermögenshaushalt sei eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt worden.

Schertl bedankte sich bei allen Räten für die konstruktive und engagierte Mitarbeit während der vergangenen sechs Jahre. Sie alle hätten dazu beigetragen, Vilseck wieder ein großes Stück nach vorne zu bringen. Jetzt steht dem Stadtrat ein größerer Wechsel bevor, denn fünf meist lang gediente Kollegen scheiden aus. Denen sprach der Bürgermeister seinen Dank aus für ihr langjähriges Engagement. Als Erinnerung und als Zeichen der Anerkennung übergab er ein besonderes Geschenk, die Dame in der Runde erhielten zusätzlich einen Blumenstrauß.

Josef Finster war sechs Jahre Stadtrat und gehörte der CSU-Fraktion an. Er war für den sportlichen Bereich zuständig und wirkte auch im Kulturausschuss mit. Er konnte jedem Stadtrat einem Bundesligaverein zuordnen, vor und nach den Sitzungen war immer zur Diskussion über die letzten Fußballergebnisse bereit, hieß es in der Laudatio.

Hildegard Ringer war 16 Jahre als Stadträtin aktiv. Sie rückte im April 2004 für Hans-Martin Schertl, der zum Bürgermeister gewählt worden war, in die Stadtratsfraktion der Arbeitnehmer-Eigenheimer nach. Heuer trat sie nicht mehr zur Wahl an. Ringer engagierte sich sehr für soziale Themen und war auch als stellvertretende Seniorenbeauftragte der Stadt bei vielen Veranstaltungen mit im Einsatz.

Manfred Högl war 18 Jahre Stadtratsmitglied. 2002 zog er für die Fraktion Arbeitnehmer-Eigenheimer in das Gremium ein und wurde 2008 wiedergewählt. Högl bekleidete das Amt des Dritten Bürgermeisters. Bei der Stadtratswahl 2014 trat er als Bürgermeisterkandidat für die Fraktion Einheitsblock Freie Wählerschaft an. In seiner 18-jährigen Zeit als Stadtrat war er im Haupt- und Finanzausschuss sowie im Rechnungsprüfungsausschuss tätig. Als Banker hatte er die städtischen Finanzen im Blick und des öfteren die Umsetzung von Projekten oder höhere Ausgaben hinterfragt. Besonders setzte er sich für die Vereine und deren Bezuschussung ein. Högl stellte sich nicht mehr zur Wahl und scheidet aus eigenem Wunsch aus dem Gremium aus.

Karl Trummer gehörte 24 Jahre dem Stadtrat an und war Mitglied der CSU-Fraktion. Vor allem vertrat er die Belange der Landwirtschaft und der Feuerwehren. Darüber hinaus war Trummer 18 Jahre Kommandant der Feuerwehr Sigl und Vertreter der Stadt Vilseck im Wasserzweckverband Sigl-Sigras, derzeit als stellvertretender Vorsitzender. In dieser Legislaturperiode war Trummer auch Mitglied des Kreistags. Er scheidet auf eigenen Wusch sowohl aus dem Stadtrat als auch aus dem Kreistag aus.

36 Jahre gehörte Heinz Krob dem Vilsecker Stadtrat an. Er wurde 1984 für die CSU-Fraktion zum ersten Mal in dieses Gremium gewählt und konnte bei fünf weiteren Stadtratswahlen jeweils eindrucksvoll sein Mandat verteidigen. Heinz Krob war der Senior und Alterspräsident im Plenum. Wie Bürgermeister Schertl anmerkte, könnten nicht viele Stadträte in der Geschichte der Stadt auf eine so lange Karriere im Rat zurückblicken. "In seiner ruhigen und sachlichen Art hat Heinz Krob sein Fachwissen als Ingenieur bei vielen Fachthemen eingebracht", würdigte der Bürgermeister.

Krob leitet seit fast 40 Jahren den Kirchenchor Schlicht und war 36 Jahre lang im Wasserzweckverband Irlbach-Adlholz als Vorsitzender oder Stellvertreter tätig. Heinz Krob nahm in all den Jahren an mindestens 450 Stadtratssitzungen und an ebenso vielen Ausschusssitzungen teil – ein außerordentliches Engagement für die Stadt Vilseck, das Bürgermeister Hans-Martin Schertl besonders würdigte.

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