14.08.2019 - 14:53 Uhr
VilseckOberpfalz

Achtsam mit der Welt umgehen

Was geschieht mit unserem Land? Wo führt der Landraub noch hin? Fragen wie diese beschäftigt die Eine-Welt-Kommission des Frauenbund-Diözesanverbandes. Und sie will nun die Zweigvereine wachrütteln.

Die Mitglieder der Eine-Welt-Kommission des katholischen Frauenbundes der Diözese Regensburg waren beeindruckt von den völkerverbindenden Elementen des Kunstpfads in den Vilsauen, wie es die Holzskulptur aus deutscher Eiche und tschechischer Linde von Katerina Kubalova symbolisiert. Im Bild von links: Jolande Rappert, Angelika Scherr, Bezirksvorsitzende Margret Hirsch, Kommissionsleiterin Elisabeth Flogaus und Maria Wittmann.
von Rosi HasenstabProfil

Die Eine-Welt-Kommission des Frauenbund-Diözesanverbandes Regensburg befasst sich nicht nur mit diesen Fragen, sondern ist sich auch bewusst, dass man handeln müsse. Fünf Frauen der siebenköpfigen Gruppe aus Niederbayern und der Oberpfalz haben sich deshalb mit Frauenbund-Bezirksvorsitzender Margret Hirsch getroffen. Ziel ist, die Bildungsarbeit zu forcieren und durch Vorträge in den Frauenbund-Zweigvereinen wachzurütteln, um für die Umwelt zu sensibilisieren.

Beängstigend sei, dass immer mehr Natur verbaut würde, sowohl global als auch regional, bedauerte Vorsitzende Elisabeth Flogaus. Es werde nicht nur Regenwald zerstört, sondern auch die Heimat zubetoniert. Selbst der eigene Garten werde oft mit Schotter und Steinen zugepflastert. Das Bauernhof-Sterben gehe weiter, Lebensmittel müssten aus aller Herrenländer importiert werden. Einig war man sich, dass die Regierung mit ihren Zuschüssen nicht nur an die Industrie denken solle, sondern mehr in die Landwirtschaft investieren müsse. Wichtig sei, Ressourcen dieser einen und einzigartigen Welt nicht sinnlos zu vergeuden.

Vor ihrer Sitzung hatten sich die Frauen eine Stunde Zeit genommen und waren auf Anregung von Margret Hirsch durch die renaturierten Vilsauen gewandert. Dabei bestaunten sie die Skulpturen auf dem Kunstpfad und erkannten darin auch die umgesetzten, ökologischen Ziele und völkerverbindenden Elemente. Ihr Fazit über das gelungene Naherholungsgebiet lautete: "Hier darf Natur noch Natur sein". Die Kommission "Eine Welt" setzt sich mit politischen, sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Problemen in Entwicklungsländern auseinander. Sie richtet den blick auf Ursachen und Zusammenhänge, die ungerechte Verhältnisse zwischen armen und reichen Ländern schaffen, hinterfragt unseren Lebensstil und zeigt neue Handlungsmöglichkeiten auf. Die Kommission informiert über Arbeits- und Lebensbedingungen von Frauen in der Einen Welt und zeigt Möglichkeiten zur Solidarität auf.

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