14.11.2019 - 14:37 Uhr
VilseckOberpfalz

Ankündigung in der Bürgerversammlung: Ganz Vilseck wird aufgegraben

6027 Menschen haben in Vilseck ihren Erstwohnsitz. Sie haben 69 Nationalitäten. Von den gemeldeten 893 Ausländern sind, bedingt durch den Truppenübungsplatz, 325 US-Amerikaner. Aber auch 140 Flüchtlinge leben in der Gemeinde.

Das Vilsecker Hafnertor - auch hier wird eine neue Wasserleitung verlegt.
von Redaktion ONETZProfil

Gut besucht war die Bürgerversammlung im Zehentkasten der Burg Dagestein, bei der Bürgermeister Hans-Martin Schertl einen Rückblick auf die Aktivitäten im Jahr 2019 sowie Informationen über die Finanzlage der Stadt gab. Nach seinen Angaben waren heuer bisher 66 Geburten und 67 Sterbefälle sowie 35 Trauungen zu verzeichnen.

Der Haushalt 2019 der Stadt umfasst ein Gesamtvolumen von 24 Millionen Euro. Dass die finanzielle Lage trotz vieler Investitionen immer noch gut sei, zeige auch die Zuführung von 2,9 Millionen Euro vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt, sagte der Bürgermeister. Die Pro-Kopf-Verschuldung liege bei 790 Euro.

Die Stadt Vilseck investierte laut Schertl heuer in viele zukunftsweisende Projekte. Abgeschlossen sei die Erschließung des neuen Baugebiets Weidenstock mit 60 Parzellen, die ersten hätten schon mit dem Bau begonnen. Der Quadratmeterpreis liege bei 85 Euro, als Anreiz für Familien sei das Baukindergeld auf 2000 Euro pro Kind erhöht. Am großen Abenteuerspielplatz liefen derzeit die Restarbeiten.

Wie das Stadtoberhaupt informierte, bildete die Erneuerung der Wasserleitungen den größten Ausgabeposten im Haushalt dieses Jahr. 3,5 Millionen Euro wurden demnach hier investiert, 6,5 Kilometer Leitungen neu gebaut. Man habe in drei Straßenzügen in Sorghof und von Frauenbrunn über den Kreisverkehr nach Axtheid Wasserleitungen verlegt. Die Trasse von der Vorstadt bis zur Kettelerstraße werde gerade fertiggestellt. Ausführlich erläuterte der Bürgermeister, warum die Maßnahmen teilweise so lange gedauert haben. Da derlei Projekte bis 2021 mit 80 Prozent gefördert werden, plane man für die kommenden zwei Jahre, noch etliche Wasserleitungen zu erneuern. So von Axtheid über den Marktplatz bis zur Bahnhofstraße, in der Kettelerstraße und in etlichen Nebenstraßen.

Eine weitere, bereits abgeschlossene Großbaustelle ist der Neubau des Pumpwerks in Schlicht. 700 000 Euro hat man hier investiert bei einer Förderung von 80 Prozent. In den Vilsauen wurden bauliche Ergänzungen vorgenommen, etwa für Kraftsportler neben dem Bewegungsparcours Callisthenic-Geräte aufgestellt, den Kunstpfad erweitert und vier neue Kunstwerke geschaffen.

Der Bürgermeister kam auch auf die Feuerwehren zu sprechen. Die bisherige Hausmeisterwohnung in der Vilsecker Feuerwehr nutzt künftig das Bayerische Rote Kreuz, wodurch die Rettungswache und der Sanka zentral an der Bahnhofstraße stationiert sind. Die Feuerwehr Schlicht erhält ein neues Mittleres Löschfahrzeug und einen Gerätewagen Logistik, bei der Vilsecker Wehr wird der alte VW-Bus durch ein neues Fahrzeug ersetzt. Der Übungshof in Vilseck wurde außerdem umgestaltet. Die Feuerwehr Ebersbach bekommt im Frühjahr 2020 ein Tragkraftspritzenfahrzeug, womit der bisherige Anhänger, der von einem Traktor gezogen werden musste, der Vergangenheit angehört. Die Investitionen für die Feuerwehren betragen 470 000 Euro.

Der Bürgermeister berichtete, dass derzeit im Rathaus am rückwärtigen Gebäude ein neues Besprechungs- und Prüferzimmer angebaut wird. Das Freibad habe eine neue Absorberanlage , die kostenlos warmes Wasser liefere und sich in drei Jahren amortisiert habe.

Schertl warf einen Blick auf die finanzielle Situation der Stadt. Trotz der vielen Investitionen im Jahr 2019 sei Vilseck finanziell immer noch sehr gut aufgestellt. Man verfüge Rücklagen in Höhe von 1,8 Millionen Euro sowie 1,3 Millionen Euro an Barmitteln. Für dieses Jahr erwarte man Mehreinnahmen von rund 300 000 Euro, vor allem durch höhere Einnahmen aus der Gewerbesteuer und durch Bauplatzverkauf.

Angelika Stubenvoll aus Sorghof hatte beantragt, dass in der Kürmreuther Straße ein mobiles Messgerät aufgestellt wird, was laut Bürgermeister Schertl im Stadtrat behandelt werden soll. Philipp Lindner regte an, nochmals über das herrenlose Anwesen in der Klostergasse zu diskutieren.

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