14.07.2019 - 11:37 Uhr
VilseckOberpfalz

Bauen in Vilseck lohnt sich

Wer in Vilseck ein Haus baut oder für sich kauft, erhält künftig 2000 Euro Baukindergeld. Eine Arbeitsgruppe aus allen Stadtratsfraktionen hat sich jetzt darauf geeinigt.

von Klaus HöglProfil

Der Punkt Baukindergeld allerdings hatte in Vilseck eine längere Vorgeschichte, bis er schließlich vom Gremium mit den erarbeitenden Förderrichtlinien jetzt positiv abgesegnet werden konnte. Bekanntlich zahlte die Stadt Vilseck bereits sie vielen Jahren an Bauwillige, die einen Bauplatz von der Stadt Vilseck erworben haben, ein sogenanntes Baukindergeld. Bis zum Jahr 2018 war der Betrag auf 1000 Euro pro Kind festgesetzt worden. Bereits im Jahr 2016 hatte die CSU-Stadtratsfraktion zwei Anträge zur Förderung junger Familien und von Gewerbetreibenden eingereicht. Ein Antrag war überschrieben mit dem Titel "Jung kauft Alt" - junge Familien sollten einen Zuschuss beim Erwerb alter Gebäude erhalten. Außerdem sollten Personen, die leerstehende Gewerbeflächen wiederbeleben, ebenfalls eine Förderung der Stadt Vilseck erhalten.

Die Anträge wurden durchaus konträr im Stadtrat diskutiert, schließlich hat man sich darauf geeinigt, eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus allen Fraktionen einzurichten und nach mehreren Sitzungen wurden die jetzt vorliegenden Förderrichtlinien gemeinsam auf den Weg gebracht.

Unabhängig von den bestehenden Förderrichtlinien hat der Stadtrat beschlossen, dass das sogenannte Baukindergeld beim Erwerb städtischer Baugrundstücke von bisher 1000 auf 2000 Euro pro Kind erhöht wird. Mit den jetzigen Richtlinien wurde die Förderung auch auf den privaten Erwerb von Baulandflächen und auf den privaten Erwerb von Immobilien ausgeweitet.

Soll heißen: Familien mit Kindern bis zum 18. Lebensjahr, die von privaten Besitzern entweder einen Bauplatz oder ein Haus zur eigenen Nutzung erwerben, erhalten ebenfalls diesen städtischen Förderbetrag von 2000 Euro pro Kind. In diesem Zusammenhang hob Bürgermeister Hans-Martin Schertl die konstruktive Zusammen- und Mitarbeit der Arbeitsgruppe hervor, gleichzeitig auch die Tätigkeit von Geschäftsleiter Harald Kergl, das Ergebnis der Arbeitsgruppe zu Papier zu bringen.

Zwei Formulierungen hatte der Stadtrat noch endgültig zu beschließen: Sollte jemand sein erworbenes Eigentum nicht für zehn Jahre selbst bewohnen, entsteht ein Rückerstattungsanspruch für die Stadt. Hier habe der Stadtrat zu entscheiden, ob der Erstattungsanspruch durch Eintragung einer Sicherungshypothek zum Höchstbetrag im Grundbuch dinglich gesichert wird und zum anderen, ob die Rückzahlung mit einer Verzinsung zu erfolgen hat.

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